Es braucht eine moderne berufliche Vorsorge

PK, Alter, Senioren

Die berufliche Vorsorge (BVG) muss dringend modernisiert werden. Im Juli 2019 hat Travail.Suisse in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband Bundesrat Alain Berset einen Reformkompromiss vorgestellt. Wichtig für die Arbeitnehmenden ist dabei, dass trotz Senkung des Mindestumwandlungssatzes das heutige Leistungsniveau insgesamt gehalten werden kann. Dank beitrags- und leistungsseitiger Massnahmen erhalten Versicherte mit tieferen Löhnen und Teilzeitbeschäftigte – insbesondere Frauen – künftig sogar mehr Rente. Möglich macht dies ein Mix aus nur noch zwei Altersgutschriften, einem tieferen Koordinationsabzug und einem solidarisch finanzierten Rentenzuschlag.

Travail.Suisse setzt sich ausserdem bereits seit vielen Jahren dafür ein, dass Versicherungskonzerne nicht mehr solch hohe Gewinne aus der beruflichen Vorsorge abführen können. Denn die Versicherer bieten gleichzeitig schlechte Leistungen und eine tiefe Verzinsung der Alterskapitalien. Travail.Suisse fordert eine schärfere Regelung der Legal Quote und eine drastische Senkung der Risikoprämien, damit mehr Geld bei den Versicherten bleibt.