Medienmitteilung
Der Ständerat hat heute entschieden, an einer unbefristeten Mischfinanzierung für die 13. AHV-Rente festzuhalten. Damit hat er eine wichtige Grundlage für die stabile und nachhaltige Finanzierung geschaffen. Die Kombination aus Lohnbeiträgen und Mehrwertsteuer sorgt für eine solidarische Lastenverteilung, an der sich sowohl Rentnerinnen und Rentner als auch Gutverdienende beteiligen. Travail.Suisse begrüsst diesen pragmatischen Ansatz, der Planungssicherheit schafft und die AHV langfristig stärkt. Nun ist der Nationalrat gefordert, diesem ausgewogenen Modell zu folgen.
Der Ständerat hat heute seinen früheren Entscheid für eine unbefristete Mischfinanzierung der 13. AHV-Rente bestätigt und das Modell zugleich gezielt angepasst. Damit setzt er ein wichtiges Zeichen für eine verlässliche und nachhaltige Finanzierung und schafft zusätzliche Planungssicherheit für die AHV. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich.
Die angepasste Lösung kombiniert Lohnbeiträge mit einer moderaten Erhöhung der Mehrwertsteuer und trägt den aktualisierten finanziellen Perspektiven der AHV Rechnung. Aus Sicht von Travail.Suisse ist es richtig, dass die Beitragssätze weniger stark angehoben werden als ursprünglich vorgesehen. Zugleich stellt die Mischfinanzierung sicher, dass die Finanzierung breit abgestützt ist: Sowohl Erwerbstätige – insbesondere diejenigen mit höheren Einkommen – leisten über die Lohnbeiträge einen Beitrag, ebenso wie Rentnerinnen und Rentner über die Mehrwertsteuer. Damit wird die Zusatzfinanzierung solidarisch ausgestaltet und auf mehrere Schultern verteilt. «Mit der Bestätigung und gleichzeitigen Verfeinerung seines Modells schlägt der Ständerat eine nachhaltige und ausgewogene Finanzierung der 13. AHV-Rente vor», so Edith Siegenthaler, Leiterin Sozialpolitik bei Travail.Suisse.
Kritisch beurteilt Travail.Suisse weiterhin Modelle, die auf eine befristete Finanzierung setzen. Solche Ansätze würden eine Verschlechterung der finanziellen Lage der AHV bewusst in Kauf nehmen, um den Druck für spätere Leistungskürzungen und eine Rentenaltererhöhung zu verstärken. Travail.Suisse erachtet es daher als entscheidend, dass auch der Nationalrat dem pragmatischen und ausgewogenen Ansatz des Ständerats folgt. Nur so kann die finanzielle Stabilität der AHV langfristig gesichert und das Vertrauen in die Altersvorsorge gestärkt werden.
Auskünfte
Edith Siegenthaler, Leiterin Sozialpolitik, 077 405 34 21, siegenthaler@travailsuisse.ch