«Wir haben keinen Platz für eine Million Menschen zusätzlich, die alle 12 Jahre einwandern.»
(Marcel Dettling, SVP-Präsident, watson.ch, 7. Mai 2026)
Wir rechnen nach:
Die SVP geht davon aus, dass die Schweizer Wohnbevölkerung in den kommenden 25 Jahren stark weiterwachsen wird, falls man sie nicht deckelt. Dies wird jedoch kaum geschehen. Bis 2035, also in den kommenden zehn Jahren, wird die Zahl der Personen im Rentenalter stark ansteigen, weil die grosse Generation der «Baby Boomer» in Rente geht. Bis 2035 werden insgesamt 267‘000 Arbeitnehmende pensioniert, wie die Prognosen des Bundesamts für Statistik zeigen. Auf sie folgen deutlich kleinere Generationen von Erwerbstätigen. Sie müssen die Arbeit dieser grossen Generation übernehmen. Das ist die demografische Herausforderung, die ohne Zuwanderung kaum gemeistert werden kann.
Aufgrund der tieferen Geburtenraten wird die Bevölkerung nicht mehr so rasch wachsen. Das Bundesamt für Statistik rechnet zwischen 2050 und 2055 noch mit einem jährlichen Bevölkerungswachstum von knapp 30‘000 Personen und einer rückläufigen Wachstumstendenz. Die Bevölkerung der Schweiz dürfte deshalb in den nächsten 40 Jahren nie in die Nähe von 11 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kommen. Diese zukünftige Entwicklung der Bevölkerungsgrösse wird somit nicht mehr von der Demografie, sondern etwa von der Steuerpolitik abhängen. Sollte die Schweiz auch in Zukunft mit sehr tiefen Unternehmenssteuern immer mehr Unternehmen anziehen wollen, , wird auch die Bevölkerung stärker wachsen. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Anzahl Personen im Rentenalter 2025-2050
Bundesamt für Statistik, Bevölkerungsprognosen, Referenzszenario, in Tausend