Barometer Gute Arbeit 2026: Wie geht es den Arbeitnehmenden in der Schweiz?
Künstliche Intelligenz, Gesundheit und Jugend: Wie entwickeln sich die Arbeitsbedingungen in der Schweiz? Am 27. November veröffentlicht Travail.Suisse die Ergebnisse des «Barometer Gute Arbeit» 2026, der in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule (BFH) durchgeführt wird. Die diesjährige Ausgabe untersucht das Wohlbefinden der Arbeitnehmenden in einer Arbeitswelt, die von technologischen Veränderungen und sich wandelnden Anforderungen geprägt ist.
Mit dem «Barometer Gute Arbeit», einem Kooperationsprojekt von Travail.Suisse und der Berner Fachhochschule (BFH), wird seit 2015 jährlich die Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz gemessen. Die repräsentative Umfrage bei Schweizer Arbeitnehmenden liefert zuverlässige Ergebnisse zur Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz und ihren Veränderungen.
Eine Arbeitswelt im Wandel
Die Ergebnisse für das Jahr 2026 zeichnen ein gemischtes Bild. Die Motivation bleibt die am besten bewertete Dimension – insbesondere, weil die Befragten ihre Arbeit mehrheitlich als sinnvoll empfinden. Die Gesundheit der Arbeitnehmenden hat sich gegenüber 2025 zwar leicht verbessert, Stress und emotionale Erschöpfung bleiben aber auf einem besorgniserregenden Niveau. Gleichzeitig nehmen die Sorgen um die Sicherheit des Arbeitsplatzes zu. Auch die allgemeine Arbeitszufriedenheit geht leicht zurück, insbesondere bei den 16- bis 29-Jährigen.
Künstliche Intelligenz und junge Arbeitnehmende im Fokus
Der Barometer 2026 untersucht auch, wie sich digitale Technologien und künstliche Intelligenz auf den Arbeitsalltag auswirken. Zwar schätzt eine Mehrheit der Befragten das Risiko, aufgrund dieser Technologien den Arbeitsplatz zu verlieren, weiterhin als gering ein. Die Veränderungen im Arbeitsalltag sind jedoch bereits deutlich spürbar. Entscheidend für die Bewältigung dieses Wandels sind der Zugang zu Weiterbildung, die Unterstützung durch die Arbeitgebenden und genügend Zeit, um neue Kompetenzen zu entwickeln.
Die Studie legt zudem einen verstärkten Fokus auf die Situation junger Arbeitnehmender: Sie sind motiviert und ambitioniert, haben aber insgesamt zu wenig Zeit, um sich zu erholen. Der diesjährige Barometer untersucht, welche Kriterien die Berufswahl beeinflussen und welche Kompetenzen aus Sicht der Befragten erforderlich sind, um ihren Beruf weiterhin ausüben zu können.
Präsentation der Ergebnisse am 27. November
Die vollständigen Ergebnisse des diesjährigen Barometers Gute Arbeit werden am 27. November 2026 an einer Medienkonferenz vorgestellt. Sie geben Einblick in die Gesundheit, die Motivation und die Arbeitsplatzsicherheit in der Schweiz. Zudem zeigen sie auf, welche Voraussetzungen Arbeitnehmende benötigen, um die aktuellen und künftigen Veränderungen der Arbeitswelt zu bewältigen.
Link zum Barometer Gute Arbeit: