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Aktuelle Medienmitteilungen

Die betreuenden Angehörigen haben jetzt eine Stimme

Heute wurde in Bern die IGAB (Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung) gegründet, der erste nationale Dachverband der betreuenden und pflegenden Angehörigen. Anlässlich der Gründungsversammlung haben die anwesenden 20 Organisationen und Gesundheitsligen die Mitglieder des Vorstandes und Nationalrat Adrian Wüthrich zum ersten Präsidenten gewählt. Die Mitglieder haben die im ersten Jahr zu bearbeitenden Themen der IGAB festgelegt. mehr

«Wir geben betreuenden und pflegenden Angehörigen in der Schweiz eine Stimme». Unter diesem Leitwort sind heute die Mitglieder des neuen Vereins IGAB zusammengekommen, um die Statuten zu verabschieden und Vorstand und Präsidium zu wählen. Nationalrat Adrian Wüthrich ist für das erste Jahr zum Präsidenten gewählt worden. Er ist seinerseits Präsident von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden.

Die aktuelle Botschaft des Bundesrats zuhanden des Parlaments in Bezug auf das Gesetzesprojekt zur Entlastung von erwerbstätigen betreuenden und pflegenden Angehörigen haben die Mitglieder des neuen Vereins IGAB zum Anlass genommen, die Themen und Aktivitäten für das erste Vereinsjahr festzulegen:
1. Gesetzesentwurf des Bundesrates zur Entlastung der pflegenden und betreuenden Angehörigen : Begleitung des parlamentarischen Prozesses ; auf bestehende Gesetzeslücken hinweisen
2. Kommunikationsstrategie und Sensibilisierungsarbeit
3. Austausch innerhalb des Netzwerkes : Tagungen, Weiterbildungen usw.

Für die IGAB stellen die vier vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen tatsächlich Verbesserungen dar, gehen indes zu wenig weit. Angesichts der enormen Herausforderungen, mit denen sich betreuende und pflegende Angehörige in der Schweiz konfrontiert sehen, reichen sie nicht aus.
Der Vorstand der IGAB setzt sich wie folgt zusammen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Andreas Bircher, Leiter Entlastungsdienste im Departement Gesundheit und Integration, Schweiz. Rotes Kreuz;
  • Erika Gardi, Leiterin «Betreuung» im Bereich «Vorsorge, Betreuung & Nachsorge», Krebsliga Schweiz;
  • Benoît Rey, Leiter Department «Dienstleistungen Romandie und Tessin», Pro Infirmis Schweiz;
  • Alexander Widmer, Leiter « Public Affairs », Pro Senectute Schweiz;
  • Adrian Wüthrich, Nationalrat und Präsident von Travail.Suisse, Präsident der IGAB während des Gründungsjahrs.

Gemäss den heute verabschiedeten Statuten wird das Präsidium von den Mitgliedern des Vorstandes im Turnus wahrgenommen.

Die Führung der Geschäftsstelle der IGAB wurde an Travail.Suisse übertragen. Leiterin ist Valérie Borioli Sandoz, bei Travail.Suisse verantwortlich für die Gleichstellungspolitik.
Die IGAB ersetzt die im April 2017 unter dem Namen « Nationale Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige » gegründete einfache Gesellschaft.

Für mehr Informationen :
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Geschäftsstelle IGAB, Tel. 079 598 06 37, sekretariat@igab-cipa.ch
Adrian Wüthrich, Nationalrat und Präsident IGAB, Tel. 079 287 04 93

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2019.05.29 Gruendung IGAB.docx 71 KB

29. Mai 2019, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Branchenzertifikate – ein unterschätztes Instrument zur Bekämpfung des Fachkräftemangels

Mit dem Fachkräftemangel und der digitalen Transformation stehen Wirtschaft und Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen. Auf bildungspolitischer Ebene zielen die bisherigen Anstrengungen, ihnen zu begegnen, fast ausschliesslich auf die Qualifizierung der Arbeitnehmenden über formale Abschlüsse. Ein solcher Ansatz zielt aber an all denen vorbei, die schlicht nicht über die Voraussetzungen für einen formalen Berufsabschluss verfügen, die sich beruflich innerhalb einer nützlichen Frist neu orientieren müssen oder keine Bildung auf der tertiären Ebene anstreben. Für sie könnte ein Branchenzertifikat das richtige Bildungsziel sein. mehr

Verschiedene Organisationen der Arbeitswelt haben sich zusammengefunden1, um über die „Anerkennung von Branchenzertifikaten auf dem Arbeitsmarkt“2 mehr Klarheit zu bekommen. Die Studie zu diesem Thema liegt nun vor. Sie zeigt auf, unter welchen Bedingungen Branchenzertifikate zu einem wichtigen Element werden können, um die Kompetenzbedürfnisse einer Branche abzudecken. Sie gibt Hinweise, wie Branchenzertifikate die Arbeitsmarktnähe der Ausbildungen sichern, wie die Qualität gewährleistet werden kann, wie das System flexibel bleibt und wie Aufwand und Ertrag in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Die Studie hilft damit nicht nur den analysierten Branchen, ihr eigenes Branchenzertifikat besser einzuschätzen. Sie kann auch andere Branchen dazu motivieren, eigene Zertifikate einzuführen.

Motivation für andere Branchen

Der wachsende Fachkräftemangel verlangt von den Branchen, ihr Potential optimal auszunützen. Der alleinige Blick auf das formale Bildungssystem genügt nicht. Zu fragen ist auch, wie über das Weiterbildungssystem mit Hilfe des Branchenzertifikats dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Die analysierten Branchenzertifikate zeigen, welches Potential in ihnen liegt:
Das Branchenzertifikat Pflegehelfer/in des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK gibt es seit 1959. Insgesamt wurden über 100’000 Zertifikate vergeben. Pro Jahr werden gegenwärtig rund 4500 Zertifikate ausgestellt.

Das SVEB-Zertifikat gibt es seit 1996. Insgesamt wurden 50’151 ausgestellt. Allein 2018 konnten 2709 neue Zertifikate übergeben werden. Der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI konnte seit 2018 450 Branchenzertifikate „Elektro-Teamleiter/in“ ausstellen. Rund 250 Personen erreichen jährlich das Branchenzertifikat „Fertigungsspezialist/in VSSM/FRECEM“ des Verbandes des Schweizerischen Schreinermeister und Möbelfabrikanten.

Transparenz im Weiterbildungsbereich

Branchenzertifikate helfen nicht nur, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, sondern auch Transparenz in die Weiterbildungslandschaft zu bringen. Viele Weiterbildungsabschlüsse sind für den Arbeitgeber nicht einschätzbar und haben daher für die Arbeitnehmenden auch nur einen begrenzten Wert auf dem Arbeitsmarkt. Anders ist es mit den Branchenzertifikaten. Indem eine nationale Branche die über die Ausbildung zu erreichenden Kompetenzen definiert und die Bildungsanbieter überprüft, sind die Abschlüsse für die Arbeitgeber aussagekräftig und für die Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt hilfreich

Für weitere Informationen:
Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse, Ko-Leiter der Steuergruppe der Studie


1 Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB, Schweizerisches Rotes Kreuz SRK, Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI, Verband des Schweizerischen Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM, Branche Bewegung und Gesundheitsförderung, Travail.Suisse, Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Centre Patronal.
2 https://alice.ch/fileadmin/Dokumente/Themen/Forschung/190527_SVEB_ABA-Studie.pdf

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2019 05 28 MM Branchenzertifikate d.docx 44 KB

28. Mai 2019, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Medieneinladung: Branchenzertifikate – ein unterschätztes Instrument zur Bekämpfung des Fachkräftemangels

Mit dem Fachkräftemangel und der digitalen Transformation stehen Wirtschaft und Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen. Auf bildungspolitischer Ebene zielen die bisherigen Anstrengungen, ihnen zu begegnen, fast ausschliesslich auf die Qualifizierung der Arbeitnehmenden über formale Abschlüsse. Ein solcher Ansatz zielt aber an all denen vorbei, die sich beruflich neu orientieren müssen oder schlicht nicht über die Voraussetzungen für einen formalen Berufsabschluss verfügen. mehr

Es stellt sich also die Frage, was die non-formale Bildung mit Hilfe der Branchenzertifikate für den Arbeitsmarkt und für erwachsene Berufstätige leistet.

Gerne laden wir Sie deshalb zum Mediengespräch über die neue Studie „Anerkennung von Branchenzertifikaten auf dem Arbeitsmarkt“ ein.

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB, das Schweizerische Rote Kreuz und Travail.Suisse stellen die Studie vor und geben Antwort auf die Fragen, was Branchenzertifikate sind, wie sie zu Wert und Anerkennung auf dem Arbeitsmarkt kommen und welchen Beitrag sie zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten.

Wo: Business Center Vatter, Bärenplatz 2, 3011 Bern
Wann: Dienstag, 28. Mai, 10.00 – 11.00 Uhr

Wer:

  • Irena Sgier, stv. Direktorin SVEB, Projektleitung der ABA-Studie
  • Marianne Antoinette Riedwyl, Leiterin Abteilung Bildung, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse

Die Studie können sie bei ronald.schenkel@alice.ch bestellen. Für weitere Fragen stehen zu Verfügung: Ronald Schenkel, Verantwortlich für Kommunikation, SVEB (079 370 88 39) oder Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse (031 370 21 11 / 079 348 71 67).

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2019 05 27 Einladung MK TravailSuisse-und-SVEB.doc 51 KB

27. Mai 2019, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Kongress des Europ. Gewerkschaftsbundes: Schweizer Gewerkschaften setzen sich gemeinsam für ein soziales Europa ein

Vom 21. bis am 24. Mai fand in Wien der 14. Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes EGB statt. Die zwei Schweizer Dachverbände SGB und Travail.Suisse haben sich aktiv für ein sozialeres Europa engagiert. Insbesondere wurden auf Antrag der Schweizer Gewerkschaften, des Österreichischen und Tschechischen Gewerkschaftsbundes ins Programm des EGB aufgenommen, dass entsandte Arbeitnehmende besser vor Lohn- und Sozialdumping geschützt werden müssen. mehr

Die bisherigen Instrumente haben sich – nicht zuletzt angesichts der Rechtsprechung des EUGH zur Verhältnismässigkeit von nationalen Massnahen gegen Dumping – als ungenügend erwiesen. Am Kongress des EGB der nicht weniger als, 45 Millionen Mitglieder aus 39 europäischen Ländern vertritt, war die Ausgestaltung einer sozialen EU zentrales Thema. Kurz vor den EU-Parlamentswahlen wird immer klarer, dass das EU-Projekt eine echte soziale Wende erfahren und den Arbeitnehmenden nützen muss, um nach Brexit und verschiedenen populistischen Wahl-Siegen zu überleben. Dass die EU auf dem Weg ist, zeigt etwa der Beschluss, dass in zwei Jahren alle Mitgliedsstaaten mindestens zwei Wochen Vaterschaftsurlaub und je zwei Monate Elternzeit für Mütter und Väter einführen müssen.

Am EGB-Kongress vertraten u.a. der neue SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard, sowie Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse und Nationalrat, die Arbeitnehmenden der Schweiz. Maillard und Wüthrich wurden auch in den Vorstand des EGB gewählt. Pierre-Yves Maillard bedankte sich in seiner Intervention beim EGB sowie den einzelnen Schwestergewerkschaften für die Unterstützung im Kampf für die Beibehaltung der Flankierenden Massnahmen in der Schweiz. «Wir setzen uns ein für die Personen, die in der Schweiz arbeiten, egal welchen Pass sie haben oder wo sie wohnen. Gemeinsam mit den europäischen Gewerkschaften sagen wir, dass nichts eine Senkung der Löhne rechtfertig. Wir schützen die Löhne, und nicht die Grenzen».

Adrian Wüthrich bekräftigt: «Die flankierenden Massnahmen, wie sie in der Schweiz ausgestaltet sind, dürfen müssen zum Vorbild für die EU werden – ein aktiver Lohnschutz ist für ganz Europa wünschenswert. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei den Lohnkontrollen gehört dazu. Aus diesem Grund soll die Schweiz beim Rahmenabkommen betreffend Lohnschutz hart bleiben und bei der Europäischen Arbeitsbehörde von Beginn an mitmachen.» Auch für den EGB ist klar, dass die Regelungen der Europäischen Union in Richtung der Schweizer FlaM gehen müssen – und nicht umgekehrt.

Mehr Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, Nationalrat, Vorstandsmitglied EGB, 079 287 04 93
Pierre-Yves Maillard, Präsident SGB, Vorstandsmitglied EGB, 079 743 42 37

24. Mai 2019, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

Bundesrat lehnt erneut einen Vaterschaftsurlaub ab

Der Bundesrat lehnt nach der Eidgenössischen Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ (Vaterschaftsurlaubs-Initiative) auch den Gegenentwurf der Kommission für Gesundheit und Soziales des Ständerates (SGK-S) ab. Die neue Zusammensetzung der Landesregierung hat offenbar zu keinem Umdenken geführt, wenn nicht einmal der sehr bescheidene Vorschlag des Parlaments unterstützt wird. Der Bundesrat verkennt die Bedürfnisse der heutigen Eltern-Generation. mehr

Dem Bundesrat scheint egal zu sein, dass in einer repräsentativen Umfrage 81 Prozent der Bevölkerung einen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub befürworten (siehe repräsentative Studie des Link-Instituts von 2015, www.vaterschaftsurlaub.ch). Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ bedauert diese grundsätzliche Haltung der Landesregierung. Sie lässt leider vermuten, dass ihr die Anliegen der heutigen Eltern nicht wichtig genug sind. Ausserdem verkennt der Bundesrat die Entwicklung in Europa: In rund zwei Jahren müssen alle EU-Staaten eine Vaterschaftsurlaub von mindestens zwei Wochen einführen.

20 Tage Vaterschaftsurlaub sind vernünftig, bezahlbar und organisierbar

Der Ständerat ist nun als nächstes an der Reihe. Er wird in der Sommersession – voraussichtlich am 20. Juni – über die Initiative und den Gegenentwurf beraten. Für den Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ ist klar: Die Schweiz braucht jetzt einen Vaterschaftsurlaub! Mit der vorliegenden Volksinitiative für 20 Tage Vaterschaftsurlaub – einzeln und flexibel zu beziehen im ersten Lebensjahr des Kindes – liegt ein vernünftiger Vorschlag auf dem Tisch, der der ganzen Familie nützt. Der Verein empfiehlt dem Ständerat ein deutliches Ja zur Initiative. „Unsere Initiative ist ein gut schweizerischer Kompromiss zwischen der heutigen Situation und den Wünschen nach einem längeren Elternurlaub“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident des Vereins und Nationalrat. Der Verein wird die Ständeratsdebatte aufmerksam verfolgen.

Mehr Informationen:
• Adrian Wüthrich, Präsident Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ und Präsident Travail.Suisse,
Mobile: 079 287 04 93
• Maya Graf, Vize-Präsidentin Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ und Co-Präsidentin alliance F,
Mobile: 079 778 85 71
• Markus Gygli, Vize-Präsident Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ und Präsident männer.ch,
Mobile: 079 757 79 91
• Philippe Gnägi, Vize-Präsident Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ und Direktor Pro Familia Schweiz, Mobile: 079 476 29 47

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2019 05 23 MM Vaterschaftsurlaub-jetzt BR-sagt-nein-zum-Gegenvorschlag d.docx 54 KB

23. Mai 2019, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon