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Unternehmenssteuerreform III: Nur ohne Steuereinbussen!

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst den Willen des Bundesrates, die Steuererleichterungen von Unternehmen mit sogenannt kantonalem Steuerstatus abzuschaffen. Diese Spezialregelungen sind nicht mehr mit internationalen Standards zu vereinbaren und entsprechen nicht der Steuergerechtigkeit. Für Travail.Suisse ist es absolut zentral, dass die Unternehmenssteuerreform III (USR III) nicht zu Steuerausfällen führt und dass die Kosten der Anpassungen durch die Unternehmungen und ihre Aktionäre getragen werden. mehr

Es ist in keinerlei Art und Weise zu rechtfertigen, dass einmal mehr die Steuerlast von Unternehmen auf Privatpersonen verlagert werden soll (Vgl. USR II). In diesem Sinne beinhaltet die Vernehmlassungsvorlage des Bundesrates mit der Einführung einer Gewinn- und Kapitalsteuer einen Schritt in die richtige Richtung. Aber dieser eine Schritt reicht bei weitem nicht aus, um die massiven Steuerausfälle der Reform zu kompensieren.

Ausserdem öffnet der Bundesrat mit seiner Vorlage den Kantonen Tür und Tor, den Steuerwettbewerb noch mehr anzuheizen. Damit einhergehen massive zusätzliche Steuerausfälle für Kantone und Gemeinden. Die laufenden Steuerpakete in vielen Kantonen zeigen, dass weitere Steuerausfälle nicht drin liegen. Um die USR III also ertragsneutral umzusetzen, müssen weitere Massnahmen eingeführt werden. Die wichtigste davon ist die Einführung eines Mindeststeuersatzes für die Unternehmensgewinne (inkl. der Bundessteuer von 7,9 Prozent und den Kantonalen- und Gemeindesteuern) Eine solche Lösung hat den Vorteil, dass ein ruinöser Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen vermieden wird, ohne die Steuerkompetenz der Kantone völlig auszuschalten.

Travail.Suisse wird keine USR III unterstützen, die zu weiteren massiven Steuerausfällen führt. Denn jede weitere Steuersenkung muss von der Bevölkerung getragen werden, sei es durch Steuererhöhungen oder durch Einbussen beim Service public. Das ist für Travail.Suisse inakzeptabel.

22. September 2014, Denis Torche, Leiter Migrations-, Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Weiterführung der Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung unter Dach

Auch der Ständerat hat sich heute zur Weiterführung der Anschubfinanzierung für familienergänzende Kinderbetreuung ausgesprochen. Dieser Schritt ist ein dringend notwendig – weitere müssen folgen. mehr

Dass es weitere familienergänzende Betreuungsplätze braucht, ist in Zeiten der demografischen Alterung und angesichts des trotz vieler sehr gut ausgebildeter Frauen und Männer drohenden Fachkräftemangels augenfällig. Der heutige Entscheid ist deshalb für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, folgerichtig und wichtig.

Volkswirtschaftlich groteske Situation

Vor dem Hintergrund der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen und der von den Arbeitnehmenden geforderten Mobilität ist es nicht mehr zeitgemäss, bei der familienergänzenden Kinderbetreuung auf einen kantonalen Flickenteppich zu setzen. Es darf nicht Zufall sein, ob man je nach Wohnort auf eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur zählen kann oder nicht. Die Schweiz wird deshalb für eine zeitgemässe Familienpolitik nicht darum herum kommen, dass der Bund das Steuer übernimmt.

„Die heutige Unsicherheit ist Gift für ein weiter gehendes berufliches Engagement von Vätern und Müttern. Ein freier Entscheid über das Familien- und Erwerbsmodell ist je nach Wohnort heute nicht möglich“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. Die heutige Situation ist volkswirtschaftlich grotesk: Zwar investiert die öffentliche Hand sehr viel in die Ausbildung von jungen Männern und Frauen, lässt aber zu, dass wegen fehlenden Betreuungsplätzen hohe Hürden bestehen, um diese Investitionen fruchtbar zu machen.

Das Zögern und Zaudern des Bundes kann sich die Schweiz nicht länger leisten. Travail.Suisse erwartet vom Bundesrat während der nächsten vier Jahre konkrete Vorschläge und eine aktive Rolle, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Die Schaffung von familienergänzenden Betreuungsplätzen als Daueraufgabe des Bundes ist ein wichtiges Element dafür. Verschiedene Studien zeigen, dass durch höhere Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge mehr Geld an die öffentliche Hand zurück fliesst, als investiert wird. „Der Bund muss dauerhaft in eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur als Teil des Service Public investieren“, so Kuert Killer.

Mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik
Tel. 031 370 21 11, Mobile 079 777 24 69
kuert@travailsuisse.ch

16. September 2014, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Nationalrat muss Frontalangriff auf die Sozialpartnerschaft abwehren

Am Mittwoch, 17. September, wird sich der Nationalrat mit einer Motion von Nationalrat Thomas Aeschi befassen, die eine Erhöhung der Voraussetzungen für die Allgemeinverbindlicherklärung von sozialpartnerschaftlich ausgehandelten Gesamtarbeitsverträgen fordert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, sieht in dieser Motion einen Frontalangriff auf die gelebte und bewährte Sozialpartnerschaft in der Schweiz. Travail.Suisse fordert daher die Nationalrätinnen und Nationalräte auf, die Motion deutlich abzulehnen. mehr

Nur gerade die Hälfte der Arbeitnehmenden in der Schweiz untersteht einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Diese tiefe GAV-Abdeckung ist einerseits Folge davon, dass längst nicht in allen Branchen GAV bestehen. Andererseits sind bereits die heutigen Anforderungen (mindestens die Hälfte der Arbeitnehmenden und der Arbeitgebenden müssen dem bestehenden GAV unterstellt sein) für eine Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) – verglichen mit anderen europäischen Ländern – sehr hoch. Dort wo eine AVE allerdings besteht, ist sie ein wichtiger Bestandteil und eine wichtige Grundlage der sehr erfolgreichen Sozialpartnerschaft in der Schweiz. So schafft sie insbesondere auf Arbeitgeberseite gleich lange Spiesse im Wettbewerb – auch gegenüber ausländischer Konkurrenz.

Motion stellt Sozialpartnerschaft in Frage

Die Motion von Nationalrat Aeschi (12.3806) fordert eine Erhöhung der Quoren auf 75% als Voraussetzung für eine Allgemeinverbindlicherklärung eines GAV. „Damit würde eine AVE in den meisten Branchen faktisch verunmöglicht und ein Grossteil der bestehenden AVE wäre gefährdet“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Diese Motion stellt die Sozialpartnerschaft in Frage und sägt damit in fahrlässiger Weise an einem zentralen Erfolgsfaktor des Schweizer Arbeitsmarktes und Wirtschaftsstandortes. Die Erhöhung der Quoren würde zu einem eigentlichen Kahlschlag führen. Von den aktuell bestehenden 36 AVE-GAV auf kantonaler Ebene und den 37 AVE-GAV auf Bundesebene, würden nur 8, resp. 3 ein erhöhtes Quorum erfüllen. „Dem Lohn- und Sozialdumping ausländischer Firmen würde so Tür und Tor geöffnet. Die Folgen für die Sozialpartnerschaft sind nicht abschätzbar“, so Fischer. Travail.Suisse bekennt sich klar zur Sozialpartnerschaft und fordert den Nationalrat – gemeinsam mit der Gewerkschaft Syna – auch per Brief klar dazu auf, diese schädliche Motion am Mittwoch klar und deutlich abzulehnen und den Wert der Sozialpartnerschaft anzuerkennen.

15. September 2014, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Travail.Suisse begrüsst die Weiterführung der Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung

Der Nationalrat hat sich heute deutlich für die Weiterführung der Anschubfinanzierung zur Schaffung von familienergänzenden Betreuungsplätzen ausgesprochen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Schritt. Doch die Anschubfinanzierung ist lediglich ein kleiner Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf – weitere müssen folgen. mehr

Es braucht weitere Betreuungsplätze. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Alterung und dem trotz vieler sehr gut ausgebildeter Frauen und Männer drohenden Fachkräftemangel muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet sein. Travail.Suisse ist deshalb erfreut über den Entscheid des Nationalrates und fordert den Ständerat auf, nächste Woche ebenfalls einzulenken.

Für eine zeitgemässe Familienpolitik

Soll die Schweiz jedoch eine zeitgemässe Familienpolitik bekommen, so muss die Schaffung einer verlässlichen Betreuungsinfrastruktur zwingend zu einer Daueraufgabe werden. Vor dem Hintergrund der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen ist es nicht mehr zeitgemäss, auf einen kantonalen Flickenteppich zu setzen. Hier erwartet Travail.Suisse vom Bundesrat eine aktivere Rolle.

„Die heutige Situation ist volkswirtschaftlich ein Unsinn. Zwar investiert die öffentliche Hand in die Ausbildung von jungen Männern und Frauen, verhindert aber mit ihren zögerlichen Bemühungen bezüglich Betreuungsinfrastruktur, dass diese Investitionen mangels Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf dem Arbeitsmarkt fruchtbar gemacht werden können,“ sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. Das ist doppelt unverständlich, denn Investitionen in familienergänzende Betreuungsplätze lohnen sich für die öffentliche Hand auch ganz unmittelbar: Verschiedene Studien zeigen, dass durch höhere Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge mehr Geld an die öffentliche Hand zurück fliesst, als investiert wird. „Der Bund muss dauerhaft in eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur als Teil des Service Public investieren“, so Kuert Killer. Travail.Suisse erwartet vom Bundesrat während der nächsten vier Jahre konkrete Vorschläge.

Mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse
Tel. 031 370 21 11, Mobile: 079 777 24 69
E-Mail: kuert@travailsuisse.ch

10. September 2014, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Meine Chancen nach der Lehre

Je näher der Lehrabschluss rückt, desto dringender stellt sich die Frage: Wie weiter nach der Lehre? In der Broschüre „Meine Chancen nach der Lehre“ finden junge Menschen, die vor dem Lehrabschluss stehen, wertvolle Anregungen und Tipps. Die Broschüre ist eine weitere Nummer der Ratgeberreihe von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, zu Fragen aus der Arbeitswelt. mehr

Nach dem Sommer haben in der Schweiz Zehntausende Lernende ihr letztes Lehrjahr angetreten. Damit stellt sich für sie bald die Frage, wie es nach Abschluss der Lehre weitergehen soll: Will ich im erlernten Beruf weiterarbeiten? Soll ich eine Zweitausbildung in Angriff nehmen oder die Berufsmatura absolvieren? Will ich ein Zwischenjahr einschieben, um einen Sprachaufenthalt oder einen Sozialeinsatz zu machen?

Es lohnt sich, sich frühzeitig Gedanken über die Zeit nach der Lehre zu machen und verschiedene Möglichkeiten auszuloten. Die 12-seitige Broschüre „Meine Chancen nach der Lehre“ gibt Anregungen, welche Wege eine junge Frau oder ein junger Mann am Anfang des Berufslebens einschlagen kann. Jenen, die im erlernten Beruf weiter arbeiten wollen, gibt sie wertvolle Informationen und Tipps, um den Übergang von der Lehre in eine erste Stelle zu schaffen.

Die Broschüre „Meine Chancen nach der Lehre“ reiht sich ein in eine Serie von Ratgebern, die zu verschiedenen Themen der Arbeitswelt (Lohn, Pensionskasse, Schwangerschaft usw.) Auskunft geben. Alle Ratgeber können unter www.travailsuisse.ch bestellt werden.

Über einen Hinweis in Ihrer Publikation würden wir uns sehr freuen. Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne ein Ansichtsexemplar zu.

Für weitere Informationen:
Therese Schmid, Schlussredaktion Ratgeber Travail.Suisse,
Tel. 031 370 21 11
Mail: schmid@travailsuisse.ch

04. September 2014, Therese Schmid, Leiterin Administration Drucker-icon

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Linda Rosenkranz
Leiterin Kommunikation
031/370.21.11 oder
079/743.50.47
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