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Aktuelle Medienmitteilungen

Auslagerung der SBB Cargo : Ein gefährlicher Schritt in Richtung Privatisierung

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, kritisiert den heute im Rahmen der Vorlage zur Organisation der Bahninfrastruktur von der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen KVF des Nationalrats gefällten Entscheid, wonach der Bundesrat Vorschläge für eine Umwandlung der SBB Cargo in ein autonomes Unternehmen ausarbeiten soll. mehr

Es ist zu befürchten, dass mit der Auslagerung der SBB Cargo in eine Holdingstruktur ein Schritt in Richtung Privatisierung gemacht wird. Damit ist die Gefahr verbunden, dass die durch einen Gesamtarbeitsvertrag geregelten Arbeitsbedingungen verschlechtert werden.

Der Entscheid der Verkehrskommission des Nationalrats ist ideologischer Natur und entspricht keiner Notwendigkeit. „Der Bundesrat ist nach Anhörung einer externen Expertengruppe in seiner Botschaft zur Organisation der Bahninfrastruktur (OBI) zum Schluss gekommen, dass im gegenwertigen Wettbewerbsumfeld und angesichts des funktionierenden Bahnsystems der Schweiz die heutige Struktur der SBB keiner Änderung bedarf », betont Denis Torche, Leiter Service public bei Travail.Suisse. Es ist zu hoffen, dass der Nationalrat der von seiner Kommission eingeschlagenen Richtung in Sachen SBB Cargo nicht folgen wird. Sonst muss der Ständerat unbedingt für die nötige Korrektur sorgen.

Für weitere Informationen:
Denis Torche, Leiter Service public, Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19

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2017 01 17 Bahninfrastruktur KVF d.docx 40 KB

17. Januar 2017, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Sozialkommission des Nationalrats auf dem Holzweg

Die heutigen Beschlüsse der Sozialkommission des Nationalrats zur Altersreform 2020 zeugen von ideologischen Scheuklappen. Um jeden Preis soll offenbar ein echter Ausgleich der Rentenverluste im BVG durch die AHV vermieden werden. Zusammen mit den weiteren Beschlüssen von heute entsteht der Eindruck: Die bürgerliche Mehrheit nimmt einen Absturz der Revision bewusst in Kauf. Das ist verantwortungslos. mehr

Die Sozialkommission scheint weiterhin nicht an einer mehrheitsfähigen Reform der Altersvorsorge interessiert zu sein. Sie beharrt weitgehend auf den Beschlüssen des Nationalrats. Anstelle eines teilweisen Ausgleichs der Rentenverluste in der beruflichen Vorsorge durch die AHV, sollen alle Ausgleichsmassnahmen im BVG stattfinden. „Dies obwohl im heutigen Tiefzinsumfeld der teilweise Ausgleich über die AHV der eindeutig einfachere, effizientere und auch verständlichere Weg für die Bevölkerung wäre. Anstatt an einem pragmatischen Weg ist die Mehrheit der Kommission offenbar interessierter an einem ideologischen Grabenkampf“ meint Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik.

Dass sie es mit dem Leistungserhalt im Rahmen der Reform nicht so genau nimmt, zeigt die Kommission mit ihren weiteren Beschlüssen: So sollen Kinderrenten abgeschafft und Witwenrenten abgebaut werden. Auch beharrt die Kommission auf einem Interventionsmechanismus, welcher auf eine automatische Erhöhung des Rentenalters auf 67 hinauslaufen würde. Das sind alles Massnahmen, welche bei der Bevölkerung zurecht schlecht ankommen werden. Es entsteht der Eindruck, dass breite Kreise ein mögliches Scheitern der Reform bewusst in Kauf nehmen. Dazu passt auch, dass die Kommission die AHV mit nur 0.6 zusätzlichen Mehrwertsteuerprozenten ungenügend finanzieren will. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus.

Weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

13. Januar 2017, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Welches Gesicht und welche Stimme haben die Jungen der 3. Generation?

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hat im Hinblick auf die Abstimmung vom 12. Februar 2017 über die erleichterte Einbürgerung der 3. Generation in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Syna, Jeunesse.Suisse, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und Albinfo.ch ein kurzes Video produziert, das ab heute auf Youtube verfügbar ist. Dieses Video lässt zwei junge Personen der 3. Generation, die in der Schweiz geboren sind und sich unserem Land zugehörig fühlen, zu Wort kommen. Weitere Beiträge gehen auf die Gründe ein, die für ein Ja zur erleichterten Einbürgerung sprechen. mehr

Am 12. Februar 2017 wird die Stimmbevölkerung über die erleichterte Einbürgerung von jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländern der 3. Generation entscheiden. Die erleichterte Einbürgerung untersteht mehreren streng definierten Bedingungen; um die Bedeutung der Abstimmung aber wirklich zu erfassen, ist wichtig zu wissen, wer die jungen Personen sind, die ein entsprechendes Gesuch stellen könnten. In einem Video https://youtu.be/SJ5IvjyX9sI sprechen zwei Betroffene über ihre Beziehung zur Schweiz und ihre Motivation, das Schweizer Bürgerrecht zu beantragen.

Travail.Suisse sowie die anderen an der Herstellung dieses Videos beteiligten Organisationen sind der Ansicht, dass die erleichterte Einbürgerung der jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländer der 3. Generation eine grosse Chance für unsere Gesellschaft darstellt. Die erleichterte Einbürgerung ermöglicht ihnen die demokratische Mitbestimmung und anerkennt sie als Frauen und Männer, welche die Schweiz von morgen mitgestalten. Gemäss einer neuen Studie der Universität Genf gehören 25‘000 Personen unter 25 Jahren der 3. Generation an. Diese jungen Menschen sind in der Schweiz geboren, haben hier die Schulen besucht, arbeiten bei uns und haben Eltern und Grosseltern, die bestens integriert sind.

Für mehr Informationen:
Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen bei Travail.Suisse,
Tel. 078 760 93 73
Selina Tribbia, Leiterin Fachstelle Gesellschaftspolitik der Gewerkschaft Syna, Tel.078 741 48 14
Roman Helfer, Präsident von Jeunesse.Suisse, Tel. 079 540 78 37
Annina Grob, Geschäftsleiterin ad interim der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAIV, Tel. 031 326 29 36
Bashkim Iseni, Direktor von Albinfo.ch, Tel. 021 349 40 28

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2017 01 12 Abstimmung Video de.docx 48 KB

12. Januar 2017, Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen Drucker-icon

Lohnergebnisse für 2017 sind knapp zufriedenstellend

Die Schweizer Wirtschaft hat sich weitgehend vom Franken-Schock erholt und das prognostizierte BIP-Wachstum von 1.5 Prozent für 2016 und gar 1.8 Prozent für 2017 darf als solide bezeichnet werden. Die Lohnrunde 2017 aber zeigt ein durchzogenes Bild. Zwar gibt es Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1 Prozent für viele Arbeitnehmende, aber leider auch Nullrunden – zum Teil zum Dritten Mal in Folge. mehr

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, und die ihr angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union haben im August 2016 die Lohnrunde 2017 eingeläutet. Die damals grosse Unsicherheit über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und die Drohkulisse des Brexits prägte die wirtschaftliche Situation der Schweiz. Im zweiten Halbjahr 2016 stabilisierte sich aber die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz und der konjunkturelle Aufwärtstrend bestätigte sich.

Lohnzufriedenheit sinkt, Gratisarbeit nimmt zu

Nullrunden, die sich wiederholen, individuelle statt generelle Lohnerhöhungen und immer mehr Gratisarbeit in Form von nicht abgeglichenen Überstunden führen dazu, dass die Einkommenszufriedenheit bei den Arbeitnehmenden in den vergangenen Jahren signifikant gesunken ist. So sind rund 44 Prozent der Arbeitnehmenden mit ihrem Lohn nicht oder nur in geringem Mass zufrieden, wie es der diesjährige «Barometer Gute Arbeit» 1 zeigt. Besonders angespannt ist die Situation für die Arbeitnehmenden im Service Public. Ein Sparprogramm jagt das nächste, was zu Nullrunden (Bundespersonal) oder angekündigtem Stellenabbau führt (Post, SBB). Und der grösste Sparhammer steht den Arbeitnehmenden des Service Public mit der Unternehmenssteuerreform III erst bevor. Mit Steuerverlusten von 1.5 Milliarden Franken beim Bund und mehreren Milliarden Franken bei Kantonen und Gemeinden sind die nächsten Sparprogramme inklusive Stellenabbau absehbar. Travail.Suisse spricht sich deshalb klar gegen die Unternehmenssteuerreform III aus und unterstützt das Referendum. 2 Doch damit nicht genug: Frontalangriffe auf die Arbeitszeit sind im Parlament hängig. Doch ohne Arbeitszeiterfassung wird der ausbezahlte Lohn von der dafür geleisteten Arbeitszeit entkoppelt. Dass dieses Vorhaben in einem Land, in dem jährlich ca. 200 Millionen Überstunden geleistet werden, vor allem die Förderung von Gratisarbeit zum Ziel hat, liegt auf der Hand. Gemäss dem «Barometer Gute Arbeit» geben bereits heute 33 Prozent der Arbeitnehmenden an, ihre Arbeitszeit nicht zu erfassen, was der Arbeitszufriedenheit nicht förderlich ist.

Zuwenig Bewegung bei Frauenlöhnen und Vaterschaftsurlaub

Aufgrund der bescheidenen Lohnerhöhungen hätte die Möglichkeit bestanden, zumindest im Bereich der Frauenlöhne oder den Regelungen zum Vaterschaftsurlaub ein Zeichen zu setzen; leider waren die Arbeitgeber auch in diesem Jahr nicht bereit bei der Gleichstellung der Frauenlöhne einen besonderen Effort zu leisten. Für Travail.Suisse ist klar, dass die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern auf freiwilligem Weg nicht erreicht werden kann und unterstützt darum eine politische Lösungsfindung. Auch beim Vaterschaftsurlaub konnten kaum Fortschritte erzielt werden. Die von Travail.Suisse lancierte Initiative (www.vaterschaftsurlaub.ch) bleibt somit der realistischste Weg zu einem vernünftigen Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen für alle Arbeitnehmenden.

Für mehr Informationen:
• Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, Tel. 076 412 30 53
• Arno Kerst, Präsident Syna, Tel. 079 598 67 70
•Eric Dubuis, Mitglied der Geschäftsleitung und Sekretär Romandie Hotel & Gastro Union, Tel. 079 290 76 26
• Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Präsident des Personalverbands transfair, Tel. 076 332 15 26


1 Mehr Informationen zum« Barometer Gute Arbeit» unter : http://www.travailsuisse.ch/themen/arbeit/barometer_gute_arbeit
2 Vollständiges Argumentarium unter:
http://www.travailsuisse.ch/system/uploadedfiles/3970/original/2016_11_16_Argumentarium_USR_3.pdf

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1 2016 12 19 MK Lohnresultate-2017 MM d.pdf 137 KB

2 2016 12 19 MK-Lohnresultate-2017 Redetext G Fischer TravailSuisse d.pdf 148 KB

3 2016 12 19 MK-Lohnresultate-2017 Redetext-Kerst Syna d.pdf 124 KB

4 2016 12 19 MK-Lohnresultate-2017 Redetext S Mueller-Altermatt transfair d.pdf 111 KB

5 2016 12 19 MK-Lohnresultate-2017 Redetext E Dubuis Hotel Gastro Union d.pdf 408 KB

19. Dezember 2016, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Care-Arbeit: Bundesrat erkennt Handlungsbedarf

Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat prüfen will, wie Care-Arbeit-Leistende zu einer angemessenen beruflichen Vorsorge kommen. Mit der Annahme des Postulats Müller-Altermatt signalisiert der Bundesrat Handlungsbereitschaft. Wir hoffen, dass er auch konkrete Lösungen aufzeigen wird. mehr

Mit der Annahme des Postulats von Nationalrat und transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt verpflichtet sich der Bundesrat zu einem Postulatsbericht. Der Bericht soll aufzeigen, wie für Personen, die ihre Angehörigen betreuen (Care-Arbeit leisten), eine angemessene berufliche Vorsorge aufrechterhalten werden kann.
Wir erwarten, dass der Bericht konkrete Lösungsansätze aufzeigen wird und der Care-Arbeit die Bedeutung zumisst, die sie gesellschaftlich schon längst innehat.

Worum geht es?

Die Betreuung von Angehörigen (Care-Arbeit) erfordert in vielen Fällen eine Reduktion des Arbeitspensums. Wer das Pensum reduziert, verzichtet aber nicht nur auf Lohn, sondern auch auf Beiträge für die berufliche Vorsorge Dieser Ausfall in der Vorsorge ist oftmals eine Konsequenz für diejenigen, welche die Care-Arbeit zu Hause übernehmen anstatt sie an öffentliche Institutionen zu delegieren. Unter dem Strich resultieren durch Care-Arbeit für die Allgemeinheit weniger Kosten, für die Pflegebedürftigen die Beibehaltung der Nähe zu den Angehörigen, aber für die pflegenden Angehörigen eine Gefährdung ihres eigenen finanziellen Einkommens. Bleibt die berufliche Vorsorge für Care-Arbeit-Leistende gesichert, kann sich die Situation für alle Beteiligten zum Guten wenden.

Travail.Suisse für die Anerkennung der Care-Arbeit

Seit Jahren setzt sich Travail.Suisse für die Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit ein. Im Oktober haben wir die Website info-workcare.ch lanciert – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung von Care-Arbeit.

Für mehr Informationen:
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik, Tel. 079 598 06 37 oder Tel. 031 370 21 11

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20161215 PEA Care-Postulat SMA positiv.docx 14 KB

16. Dezember 2016, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

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Kontaktperson für Medienanfragen:

Linda Rosenkranz
Leiterin Kommunikation
031 370 2111 oder
079 743 5047
rosenkranz@travailsuisse.ch

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