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Aktuelle Medienmitteilungen

Das richtige Instrument gegen ungerechtfertigte Desindustrialisierung

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die Entscheidung von Bundesrat Schneider-Ammann, Wechselkursschwankungen als Begründung von Kurzarbeit zu akzeptieren. Denn die Kurzarbeit ist das richtige Instrument, um fitte Industrien und Branchen in Krisensituationen zu stützen. mehr

Travail.Suisse ist erfreut, dass Bundesrat Johann Schneider-Ammann so rasch handelt und die Arbeitslosenversicherung anweist, auch Wechselkursschwankungen als Begründung für Kurzarbeitsentschädigung zu akzeptieren. „Der momentane Wechselkurs bringt auch für Unternehmen Probleme mit sich, die international konkurrenzfähig sind. Damit drohen Arbeitsplätze verloren zu gehen, die sonst langfristig in der Schweiz gehalten werden können“, sagt Martin Flügel, Präsident von Travail.Suisse. Kurzarbeit schafft die Voraussetzungen, dass fitte Unternehmen in Krisensituationen genug Zeit und Luft haben, um sich an die neuen Begebenheiten anzupassen. Damit können gerade zum heutigen Zeitpunkt gute Arbeitsplätze für qualifizierte Arbeitnehmenden gerettet und eine völlig ungerechtfertigte Desindustrialisierung der Schweiz verhindert werden.

Für weitere Informationen:
Martin Flügel, Präsident, 079 743 90 05

27. Januar 2015, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Ältere Arbeitnehmende: Erfreuliche Kampagne der Wirtschaft – weitere Massnahmen sind nötig

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, erachtet es als erfreulich, dass sich die Wirtschaft dem Thema ältere Arbeitnehmende annehmen will. Insbesondere die Absicht, direkt auf dem Terrain mit den Unternehmen zusammen zu arbeiten, ist kurzfristig sicher am erfolgversprechendsten. Und das ist im Hinblick auf die Auswirkungen des neuen Frankenkurses dringend notwendig. Darüber hinaus braucht es aber ein Monitoring, das die Messbarkeit des Erfolgs garantiert, sowie weitere Massnahmen, die langfristig Früchte tragen. mehr

Die heutige Ankündigung von Arbeitgeberverband und economiesuisse, das inländische Potential der Arbeitnehmenden vermehrt zu nutzen, ist für Travail.Suisse eine gute Sache. Insbesondere die geplante Präsenz bei den Unternehmen selbst ist zentral. Denn gerade in Zusammenhang mit der Unsicherheit betreffend des neuen Frankenkurses muss die Kampagne der Wirtschaft rasch Wirkung entfalten, um für die älteren Arbeitnehmenden ein Desaster zu verhindern.

Anstellungsmonitoring nötig für Messbarkeit und Kommunikation

Um die Wirkung der Massnahmen zu messen, braucht es aber mehr als nur die Statistik des durchschnittlichen Rentenalters. Zentral ist die Wirkung auf die Anstellungspolitik der Unternehmen, die von der OECD als Hauptgrund für die Schwierigkeiten älterer Arbeitnehmender in der Schweiz festgestellt wurde. „Wir fordern deshalb von der Wirtschaft ein Monitoring der Anstellungspolitik nach den Kriterien Alter und Wohnort, denn erst ein Monitoring ermöglicht die Formulierung von quantitativen Zielen und eine Messung des Erfolgs“, sagt Martin Flügel, Präsident Travail.Suisse. Das Monitoring ist deshalb auch Grundlage für positive Botschaften an die Bevölkerung.

Weitere Massnahmen für langfristigen Erfolg

Über die angekündigte Kampagne hinaus sind aber weitere Massnahmen nötig, die Travail.Suisse bereits im November 2014 in einem Positionspapier vorgestellt hat. Dazu gehören:
• Arbeitsmarkt-Check-up im Alter 40+ als Standard für alle Arbeitnehmenden. Damit können die Weichenstellungen geplant und umgesetzt werden, die für die Erwerbstätigkeit bis zur Pensionierung entscheidend sind.
• Weiterbildungspolitik 50+: Die Ziele, Methodik und Didaktik in der Weiterbildung muss auch den Zielen und der Lebenserfahrung der älteren Arbeitnehmenden angepasst werden. Dazu muss eine nationale Weiterbildungspolitik 50+ aber zuerst entwickelt und finanziert werden.
• Berufsbildung für Erwachsene 40+: Wer keine Berufsbildung hat oder nicht auf dem gelernten Beruf arbeitet, hat es bei Arbeitslosigkeit besonders schwer. Um die Zahl dieser Fälle zu vermindern, müssen Berufsabschlüsse für Erwachsene gefördert werden.

Für mehr Informationen:
Martin Flügel, Präsident Travail,Suisse, 079 743 90 05

21. Januar 2015, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Adoptionsurlaub: Eine familienpolitische Massnahme, die wenig kostet

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, unterstützt die parlamentarische Initiative des Tessiner CVP-Nationalrats Marco Romano, die verlangt, dass Eltern bei der Adoption eines unter 4-jährigen Kindes Anspruch auf einen Adoptionsurlaub von 12 Wochen erhalten. Die Initiative wird morgen in der parlamentarischen Kommission des Nationalrats beraten. mehr

Die Mitglieder der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK des Nationalrats haben heute ein Schreiben von Travail.Suisse erhalten, das sie auffordert, der parlamentarischen Initiative von CVP-Nationalrat Marco Romano zuzustimmen.

Die Adoption soll nicht mehr länger das Stiefkind der schweizerischen Familienpolitik bleiben. Eine Adoption ist eine wunderbar grosszügige Geste, die gefördert oder zumindest nicht behindert werden soll. Die Aufnahme eines adoptierten Kindes – das gezwungenermassen entwurzelt ist – braucht Zeit. Die ersten Wochen sind entscheidend, um der neuen Familie einen guten Start zu ermöglichen und das für ein Kind unverzichtbare Vertrauensklima zu schaffen. Bisher hatte bei einer Adoption jedoch keiner der beiden Elternteile Anspruch auf eine Bezahlung der Zeit, die für diese Eingewöhnung erforderlich ist, mit Ausnahme jener Personen, die bei einem grosszügigen Arbeitgeber angestellt sind.

Der mit der parlamentarischen Initiative vorgeschlagene Adoptionsurlaub erfüllt den Anspruch der Gleichberechtigung, da Vater und Mutter den 12-wöchigen, durch die Erwerbsersatzordnung (EO) bezahlten Urlaub frei unter sich aufteilen können.

Die morgen in der SGK des Nationalrats diskutierte Massnahme würde nur geringe Mehrkosten verursachen: Die Versicherung müsste für die rund hundert ausserfamiliären Adoptionen von unter 4-jährigen Kindern pro Jahr lediglich eine Million Franken an Zusatzkosten übernehmen.

Die Schweiz hat genügend Mittel, um diese familienpolitische Lücke zu schliessen. Die EO ist finanziell gesund, ihr Kapital wächst stetig. Ausserdem macht die Schweiz im internationalen Vergleich keine gute Figur: Sie investiert lediglich 1,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts in Familien, während der Durchschnitt der OECD-Länder bei 2,2 Prozent liegt. Unser Land könnte jährlich 4,5 Milliarden Franken mehr investieren, wenn es sich diesem Wert anpassen würde, und damit sowohl den Adoptionsurlaub als auch weitere Elternurlaube finanzieren.

Für weitere Informationen:
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik, 079 598 06 37

20. Januar 2015, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

2. Etappe der Strommarktöffnung: Nur mit Branchen-GAV

Am 22. Januar endet die Vernehmlassungsfrist des „Bundesbeschluss über die zweite Etappe der Strommarktöffnung“. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, kann diese zweite Etappe der Strommarktöffnung nicht unterstützen, solange die Vorlage keine flankierenden Massnahmen für die Arbeitskräfte in der Stromwirtschaft (Branchen-GAV und Bildungsförderung) beinhaltet. mehr

Die zweite Etappe der Strommarktöffnung wird einen verschärften Wettbewerb zur Folge haben. Für die Stromproduktions- und Stromversorgungsunternehmen, die heute noch mehrheitlich in öffentlicher Hand liegen, wird es schwieriger, einen Auftrag als Service public zu erfüllen. Damit steigt das Risiko, dass die erforderlichen Investitionen in die Stromproduktion sowie in Unterhalt und Ausbau der Netze vernachlässigt werden. Dass die Konsument/innen – wenn gewünscht – weiterhin das Modell abgesicherte Stromversorgung wählen können, ist gut, könnte aber zu überhöhten Tarifen führen, sofern die ElCom den maximalen Preisunterschied zwischen den Kunden auf dem freien Markt und den anderen nicht genauer definiert.

Im gegenwärtigen Vernehmlassungsentwurf sind die vorgesehenen Vorteile der zweiten Etappe der Strommarktöffnung (Anbieterwechsel und Preissenkungen, erhöhte Effizienz und Transparenz) klar zu ungenügend, um Ja zur vollständigen Marktöffnung zu sagen.

Deshalb kann Travail.Suisse die vollständige Marktliberalisierung nur unterstützen, wenn die Vorlage auch Massnahmen zur Abfederung der Auswirkungen des verschärften Wettbewerbs auf die Arbeitsbedingungen in der Branche vorsieht und den zunehmenden Bedarf an Aus- und Weiterbildung sowie Umschulung zur Anpassung an einen Markt im starken Wandel berücksichtigt: Erforderlich sind insbesondere neue Kompetenzen in Zusammenhang mit der Computerisierung, dem Ausbau der Dienste und der Anpassung der Netze.

Vor diesem Hintergrund verlangt Travail.Suisse insbesondere, dass die Vorlage Folgendes vorsieht:
• im StromVG verankerte Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrags für die gesamte Branche, wobei die Bedingungen dieses GAV zwischen den Sozialpartnern auszuhandeln sind;
• finanzielle Unterstützung für die Aus- und Weiterbildung sowie Umschulung der von den Umstrukturierungen betroffenen Arbeitskräfte;
• klarere Definition dessen, was unter überhöhten Preisen zu verstehen ist, um zu vermeiden, dass die kleinen Konsumentinnen und Konsumenten die tieferen Preise subventionieren, die für Grosskunden auf dem freien Markt festgelegt werden. Gegebenenfalls müssen die Befugnisse der ElCom verstärkt werden.

> ganze Vernehmlassung

Für weitere Auskünfte:
Denis Torche, Leiter Energiepolitik Travail.Suisse
Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19
Mail: torche@travailsuisse.ch

19. Januar 2015, Denis Torche, Denis Torche, Leiter Energiepolitik Travail.Suisse Drucker-icon

Arbeitsplatzverluste verhindern – Politik ist gefordert

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist besorgt über die Folgen des heutigen Entscheides der Nationalbank, den Mindestkurs aufzuheben. Eine total unkontrollierte Aufwertung des Frankens und der damit verbundene Verlust an Arbeitsplätzen muss verhindert werden. Dabei ist auch die Politik gefordert. Der Bundesrat muss nun sofort alle zur Verfügung stehenden Mittel – wie zum Beispiel Kapitalverkehrskontrollen – prüfen. mehr

Die zu erwartenden Entwicklungen im Euro-Raum – insbesondere der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB und die möglichen Folgen der Wahlen in Griechenland – sind offenbar von der SNB als zu gravierend eingeschätzt worden, um den Mindestkurs langfristig mit vertretbarem Risiko zu halten. Insofern ist nachvollziehbar, dass die SNB diesen Entscheid zum jetzigen Zeitpunkt gefällt hat.

Gleichzeitig drohen nach der Aufhebung des Mindestkurses gravierende Folgen für die Schweizer Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Bei einer völlig unkontrollierten Aufwertung des Frankens verliert die Schweiz ungerechtfertigt an Wettbewerbsfähigkeit und viele Arbeitsplätze sind bedroht. Deshalb ist die Politik gefordert. Gerade im Hinblick auf mögliche Turbulenzen in den nächsten Monaten muss der Bundesrat jetzt umgehend prüfen, wie beispielsweise mit Kapitalverkehrskontrollen eine massive kurzfristige Aufwertung verhindert werden kann.

Für weitere Informationen
Martin Flügel, Präsident, Tel. 079 743 90 05

15. Januar 2015, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

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Linda Rosenkranz
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