Themen – Sozialpolitik – Berufliche Vorsorge

Senkung des BVG-Umwandlungssatzes: Bundesrat untergräbt Vertrauen in zweite Säule

Der Bundesrat will den Umwandlungssatz wegen gesunkener Renditeerwartungen weiter senken. Das ist auch für Travail.Suisse nachvollziehbar. Das Tempo, das vom Bundesrat vorgelegt wird, ist jedoch inakzeptabel und untergräbt das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule. mehr

Bereits in der 1. BVG-Revision wurde beschlossen, dass der Umwandlungssatz bis ins Jahr 2015 von 7.2 auf 6.8 Prozent gesenkt werden soll. Damals wurde mit der steigenden Lebenserwartung argumentiert. Jetzt will der Bundesrat den Umwandlungssatz wegen sinkender Renditen noch weiter und noch schneller senken. Sollte sich der Trend zu tieferen Renditen über die nächsten Jahre bestätigen, ist eine weitere Senkung auch für Travail.Suisse diskutabel.

Das Tempo, das der Bundesrat mit dem heutigen Entscheid vorlegt, ist jedoch inakzeptabel. Eine Senkung des Umwandlungssatzes auf 6.4 Prozent bis 2011 führt innert vier Jahren zu einer Rentenkürzung von 10 Prozent. Das ist auch bei einer vorausschauenden und selbstverantwortlichen Lebensplanung für einen normalen Arbeitnehmenden nicht kompensierbar. Mit solchen überhasteten Entscheiden, die zudem erst vor kurzem gefasste Beschlüsse des Parlamentes wieder umstossen, untergräbt der Bundesrat das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die berufliche Vorsorge.

28. Juni 2006, Martin Flügel, Präsident

Travail.Suisse fordert BVG-Mindestzins von 3.25 Prozent

Gemäss Gesetz muss der Mindestzins in der zweiten Säule alle zwei Jahre überprüft werden. Für Travail.Suisse ist klar, dass die guten Ergebnisse der Pensionskassen im letzten Jahr eine markante Erhöhung des Mindestzinses ermöglichen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wird Hugo Fasel, Präsident von Travail.Suisse und CSP-Nationalrat, am Montag einen entsprechenden Vorstoss im Parlament einreichen. mehr

Gemäss verschiedenen Umfragen haben die Pensionskassen im Jahr 2005 durchschnittlich eine Performance von 10 Prozent oder mehr erwirtschaftet. Diese erfreuliche Entwicklung muss nun auch für die Versicherten Früchte tragen. Travail.Suisse fordert deshalb in der gemäss Gesetz vom Bundesrat durchzuführenden Sozialpartnerkonsultation eine Erhöhung des Mindestzinses von heute 2.5 Prozent auf 3.25 Prozent im Jahr 2007.

Hugo Fasel, Präsident von Travail.Suisse und CSP-Nationalrat, wird am kommenden Montag im Parlament einen Vorstoss einreichen, der vom Bundesrat eine Erhöhung des Mindestzinses auf 3.25 Prozent verlangt. So wird sich auch das Parlament zu der für das Vertrauen der Versicherten in die berufliche Vorsorge zentralen Frage des Mindestzinses äussern können.

16. Juni 2006, Martin Flügel, Präsident

Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge

21. April 2006, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 und Martin Flügel, Präsident

Senkung des BVG-Umwandlungssatzes: Überreaktion vermeiden

Der Bundesrat will den Umwandlungssatz tiefer und schneller senken als in der ersten BVG-Revision vorgesehen. Für Travail.Suisse ist dieses Anliegen aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und gesunkener Renditeerwartungen grundsätzlich nachvollziehbar. Das Tempo, das vom Bundesrat vorgelegt wird, ist jedoch inakzeptabel. Zudem zeigt diese erneute Rentensenkung in der zweiten Säule ein weiteres Mal, dass vor allem für Personen mit tieferen und mittleren Einkommen nur die AHV ein sicheres Fundament der Altersvorsorge bieten kann.

28. November 2005, Martin Flügel, Präsident

Mindestrentenalter in der 2. Säule: Arbeitgeberverband will Rentenalter 55

Anfang Juni wird der Bundesrat definitiv über das Mindestrentenalter in der Beruflichen Vorsorge entscheiden. In der Vernehmlassung hat er vorgeschlagen, die vorzeitige Pensionierung ab 60 Jahren zuzulassen. Dagegen ist unter anderem der Arbeitgeberverband Sturm gelaufen. Aber nicht etwa, weil er diesen Anreiz zur vorzeitigen Pensionierung ablehnt, sondern weil die Arbeitgeber ein Rentenalter 55 verlangen. Angesichts der Forderung der Arbeitgeber nach einen AHV-Rentenalter 66 ist das nicht nur paradox, sondern verantwortungslos.

23. Mai 2005, Martin Flügel, Präsident

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