Themen – Sozialpolitik – Berufliche Vorsorge

Totalrevision Schweizerisches Zivilgesetzbuch (Vorsorgeausgleich bei Scheidung)

25. März 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Eidgenössische Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes: Lebensversicherer müssen das Feld räumen

Das klare Nein des Schweizer Stimmvolkes zur Senkung des Umwandlungssatzes ist eine schallende Ohrfeige für die Lebensversicherer. Diese haben das Vertrauen der Bevölkerung definitiv verspielt. Wenn die 2. Säule bei der Bevölkerung wieder Vertrauen geniessen will, müssen die Lebensversicherer aus dieser Sozialversicherung zurückgebunden werden. mehr

Travail.Suisse ist erfreut darüber, dass sich die Stimmbevölkerung klar gegen einen überstürzten Rentenabbau entschieden hat. Will man nicht sämtliche zukünftigen Reformschritte in der 2. Säule blockieren, muss nun zuerst das Vertrauen bei der Bevölkerung wieder hergestellt werden. Dazu sind endlich die Probleme im Zusammenhang mit den gewinnorientierten Privatversicherern zu lösen. Diese häufen Gewinne an, weil sie massiv überhöhte Prämien kassieren und ihrer Überschüsse nicht korrekt verteilen. Das ist nicht tolerierbar. Schon gar nicht in einer Sozialversicherung wie der beruflichen Vorsorge.

Für Travail.Suisse ist klar, dass die zweite Säule der Altersvorsorge der Arbeitnehmenden zu dienen hat und nicht der Gewinnmaximierung der Privatversicherer. Deshalb sind neue, deutlich schärfere Regeln für die Prämienberechnung und die Gewinnverteilung dringend nötig. Anstatt Interessenpolitik für die Versicherungen zu betreiben, müssen der Bundesrat und das Parlament solche Regeln beschliessen und konsequent durchsetzen. Wenn Lebensversicherer aus dem Alterssparen der zweiten Säule aussteigen, ist das ihnen freigestellt. Es ist heute deutlich geworden: So wie sich die Lebensversicherer zurzeit verhalten, haben sie nichts mehr zu suchen in der 2. Säule.

07. März 2010, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Die rote Karte für das falsche Spiel der Lebensversicherer in der beruflichen Vorsorge

Es sind die Lebensversicherer, die am lautesten nach einer Senkung des Umwandlungssatzes rufen. Trotz allem Gejammer über zu hohe Umwandlungssätze machen sie in der beruflichen Vorsorge seit Jahren satte Gewinne. Und wollen mit tieferen Umwandlungssätzen noch mehr Polster. Selbst während der Finanzkrise gab es für die Lebensversicherer und ihre Manager einiges zu verdienen mit dem Vorsorgegeld der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber. Wie genau? Eine kleine Bedienungsanleitung und warum nur ein Nein am 7. März hilft, etwas dagegen zu tun.

08. Februar 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Leichtfertiger Rentenabbau untergräbt Vertrauen in zweite Säule

Travail.Suisse sagt ganz klar Nein zur vorgesehenen Senkung des Umwandlungssatzes. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeerwartungen können diesen Rentenabbau rechtfertigen. Vielmehr wird mit einer solch leichtfertigen Politik das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule massiv untergraben und deren Sinn grundsätzlich in Frage gestellt.

18. Januar 2010, Martin Flügel, Präsident

Überstürzter Rentenabbau stellt berufliche Altersvorsorge in Frage

Für Travail.Suisse steht am 7. März 2010 die Zukunft der beruflichen Vorsorge auf dem Spiel. Ein Zwangssparen in der Grössenordnung von mehreren Dutzend Milliarden Franken jährlich lässt sich nur durchsetzen und aufrecht erhalten, wenn die Bevölkerung auf die Leistungen der Pensionskassen vertrauen kann. Leichtfertiger Rentenabbau stellt die Legitimität der beruflichen Vorsorge in Frage. mehr

Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist eine weitere Senkung des Umwandlungssatzes überstürzt und unnötig. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeperspektiven rechtfertigen den Rentenabbau:

- Die Argumentation mit der steigenden Lebenserwartung verfängt nicht, weil der bis heute statistisch breit belegte Anstieg der Lebenserwartung bereits in der letzten BVG-Revision berücksichtigt wurde. Hier besteht kein Handlungsbedarf.

- Der Umwandlungssatz ist eine langfristige Grösse. Entscheidend für den Umwandlungssatz sind nicht kurz- und mittelfristige Entwicklungen an den Finanzmärkten. So wurde der Umwandlungssatz auch in der Hochzinsphase der 90er Jahre oder den Boomjahren an der Börse nicht erhöht. Langfristige Indikatoren zeigen, dass sich ein Umwandlungssatz von 6.8 Prozent rechtfertigen lässt.

Leichtfertiger Rentenabbau untergräbt Vertrauen in die 2. Säule

Die Senkung des Umwandlungssatz hat nicht nur einen materiellen, sondern auch einen psychologischen Effekt. Wenn die Leistungen immer schlechter werden, dann wird auch das Vertrauen schwinden. Mit der vorgesehenen Senkung des Umwandlungssatzes werden die Renten innert kürzester Zeit um ca. 10 Prozent gesenkt. Jene Arbeitnehmenden, die diese Senkung kurz vor der Pensionierung trifft, haben einfach Pech gehabt. Denn für sie ist dieser Verlust nicht korrigierbar. Dies gilt insbesondere auch für Arbeitnehmende und Angestellte mit bescheidenen Einkommen, für die die Rente der beruflichen Vorsorge grosse Bedeutung hat für die finanzielle Sicherheit nach der Pensionierung.

Es entspricht einer merkwürdigen Auffassung der Wirtschaftsverbände, mit Rentenabbau Vertrauen in die 2. Säule bilden zu wollen. Das Gegenteil ist der Fall: Mit solch leichtfertigen und kurzfristigen Rentenkürzungen wird das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule und damit auch die politische Legitimation massiv untergraben.

06. Januar 2010, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

RSS | D | F | Rechtliches | Impressum | Sitemap | Full Site | LOGIN