Themen – Bildung – Weiterbildung

Weiterbildungsgesetz: Beginnt eine Odyssee ohne Ende?

Der Bundesrat hat die Erarbeitung einer Analyse zur Weiterbildung in Auftrag gegeben. Für Aussenstehende ist nur schwer ersichtlich, ob hinter diesem Auftrag der ernsthafte Wille des Bundesrates steht, den Verfassungsauftrag zur Schaffung eines Weiterbildungsgesetzes zu erfüllen. Oder ob nicht im Gegenteil dieser Auftrag der Versuch ist, das Weiterbildungsgesetz auf die lange Bank zu schieben. Travail.Suisse befürchtet, dass es der Beginn einer Odyssee ohne Ende ist.

Anhang Grösse

PD Weiterbildungsgesetz Odyssee.doc 42 KB

25. Februar 2008, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Weiterbildung: Nur Obligatorium schafft mehr Chancengleichheit

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst es, dass der Bundesrat im Bereich der Weiterbildung endlich aktiv wird und ein entsprechendes Rahmengesetz erarbeiten will. Travail.Suisse erwartet von diesem Gesetz allerdings mehr als die Verbesserung der Koordination der Angebote, der Qualitätssicherung und der Transparenz. Das neue Weiterbildungsgesetz muss dafür sorgen, dass möglichst alle Arbeitnehmenden Zugang zur Weiterbildung erhalten. Travail.Suisse fordert den Bundesrat deshalb auf, mindestens drei Tage obligatorische Weiterbildung pro Jahr für alle im Gesetz zu verankern. mehr

Die Bedeutung der berufsorientierten Weiterbildung sowohl für die Arbeitnehmenden wie für die Wirtschaft wird kaum bestritten. Die Chancen der Arbeitnehmenden, von Weiterbildungsleistungen zu profitieren, sind indes sehr unterschiedlich. Bezüglich Weiterbildung ist die Schweiz ein gespaltenes Land. Vor allem gut ausgebildete Männer in guten Positionen profitieren vom heutigen System. Sie werden gezielt gefördert und werden vor allem finanziell und zeitlich stark unterstützt. Weniger Qualifizierte, Angestellte in kleinen Betrieben, Personen in unteren Chargen und Frauen sind in der Weiterbildung massiv untervertreten. Das neue Weiterbildungsgesetz muss hier Gegensteuer geben und mehr Chancengleichheit schaffen.

Selbstverantwortung genügt nicht

Travail.Suisse fordert daher, dass im neuen Weiterbildungsgesetz ein Obligatorium von mindestens drei Tagen Weiterbildung pro Jahr für alle Arbeitnehmenden – finanziert durch die Arbeitgeber – festgeschrieben wird. Nur ein solches Obligatorium kann gewährleisten, dass tatsächlich alle Arbeitnehmenden regelmässig ihre Fähigkeiten und Kompetenzen ergänzen und vertiefen. Travail.Suisse-Präsident und Nationalrat Hugo Fasel (CSP/FR) hat im Parlament eine entsprechende parlamentarische Initiative eingereicht.

Selbstverantwortung allein genügt im Bereich der Weiterbildung nicht. Es gibt zu viele Personen, die im System der Selbstverantwortung den Zugang zur Weiterbildung nicht finden.

31. Januar 2008, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 Drucker-icon

Weiterbildung braucht gute Rahmenbedingungen

Der Arbeitgeberverband hat eine erste Stellungnahme zum geplanten Weiterbildungsgesetz veröffentlicht. Danach soll die Weiterbildung eine private Angelegenheit bleiben. Regelungen, welche die Arbeitgeber zu etwas verpflichten, werden abgelehnt. Neue Ideen zur Entwicklung der Weiterbildung fehlen. Damit hat der Arbeitgeberverband ein überaus defensives, ein mut- und ideenloses Papier auf den Tisch gelegt. Er missachtet die aktuellen und zukünftigen Probleme und Bedürfnisse der Wirtschaft und Gesellschaft.

Anhang Grösse

PD Gute Rahmenbedingungen für die Weiterbildung.doc 37 KB

28. Januar 2008, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle: Die Idee ist optimal platziert

Die Forderung von Travail.Suisse, drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle Arbeitnehmenden im Weiterbildungsgesetz zu verankern, ist politisch optimal platziert. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-NR) hat die parlamentarische Initiative Fasel so behandelt, dass sie im Rennen bleibt. Jetzt ist der Bundesrat herausgefordert, seine Idee für ein Weiterbildungsgesetz zu präsentieren.

Anhang Grösse

PD Die Idee ist optimal platziert.doc 33 KB

10. Dezember 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Weiterbildungsgesetz: Einfache und effiziente Lösungen sind gefragt

Travail.Suisse fordert, dass im neu zu schaffenden Weiterbildungsgesetz drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle Arbeitnehmenden verankert wer-den. Die Lohn- wie auch die Kurskosten sind dabei von den Betrieben zu tra-gen. Dies ist die effizienteste und einfachste Form, das lebenslange Lernen für alle zu ermöglichen.

Anhang Grösse

PD Einfache und effiziente Lösungen sind gefragt.doc 33 KB

26. November 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon