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Kurs halten in politisch stürmischen Zeiten

13. März 2026

Die Mitglieder von Travail.Suisse trafen sich kürzlich im Restaurant Engel in Au zur Bilanz eines Vereinsjahres, das von politischen Weichenstellungen geprägt war. Präsident Felix Bischofberger hob in seinem Bericht hervor, dass die Organisation seit ihrer Neuausrichtung im Jahr 2023 gut unterwegs ist. Seit Februar 2025 bilden die überarbeiteten Statuten das stabile Fundament des Vereins. Mit Danilo Ronzani als erfahrenem Geschäftsführer ist die Ostschweizer Sektion zudem direkt im nationalen Vorstand von Travail.Suisse vertreten.

 

Politische Erfolge und harte Sparmassnahmen

Ein zentraler Erfolg des vergangenen Jahres war die Ablehnung der erweiterten Ladenöffnungszeiten, die mit einem Referendum erfolgreich bekämpft wurden. Travail.Suisse Ostschweiz engagierte sich aktiv im Nein-Komitee. Das Stimmvolk folgte den Argumenten der Gegner und lehnte die Gesetzesanpassung ab. Weniger erfolgreich verlief hingegen die Kampagne gegen den erhöhten Pendlerabzug. Dessen Annahme führt nun zu erheblichen Einnahmeausfällen im Kanton St. Gallen.

 

Besorgt äusserte sich der Präsident zudem zum kantonalen Sparpaket. Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat hat Einsparungen von 180 Millionen Franken für die kommenden Jahre beschlossen und zusätzlich Kürzungen von weiteren 60 Millionen Franken durchgesetzt – trotz heftiger Gegenwehr von Travail.Suisse und Partnerorganisationen. Dieses «Abbaupaket» belastet Personal, Bildung und Gesundheit einseitig. Das Komitee «Kahlschlag stoppen» fordert deshalb eine neue Strategie mit Referenden und gezielten Aktionen vor der nächsten Budgetrunde.

 

SwissSkills 2029 und Nachwuchsförderung

Besonders erfreut zeigte sich Bischofberger über den Zuschlag der SwissSkills 2029 für St. Gallen. Die zentralen Berufsmeisterschaften sind ein Meilenstein für die Ostschweiz. Sie rücken die Qualität der dualen Berufsbildung ins Rampenlicht, wecken Begeisterung für Handwerk und Industrie und wirken so dem Fachkräftemangel entgegen.

Mit «swype» investiert der Verband gezielt in die Nachwuchsförderung. Das Programm richtet sich an junge Fachkräfte nach dem Lehrabschluss und verbindet Berufserfahrung im Ausland mit einem Sprachkurs. Nichtmitglieder entrichten eine Gebühr von 200 Franken, für Mitglieder der angeschlossenen Verbände ist das Angebot kostenlos. Danilo Ronzani betonte, «swype» mache den Mehrwert einer Verbandszugehörigkeit greifbar und sei ein ideales Instrument zur Mitgliederwerbung.

 

Kontinuität im Vorstand und neue Medienpräsenz

Der Verband setzt auf Beständigkeit. Felix Bischofberger wurde als Präsident sowie Danilo Ronzani als Geschäftsführer einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Ramona Riedener-Mazenauer (Protokoll), Freddie Köchli, Luis Barros und Werner Rüegg. Auch die bisherige Revisionsstelle mit Irène Bürki (Syna) und Reto Gächter (Transfair) bleibt in ihren Ämtern.

In der Öffentlichkeitsarbeit ist der Verband ebenfalls aktiv. Als erste Regionalorganisation lancierte Travail.Suisse Ostschweiz eine eigene Website. Für die Medienarbeit ist weiterhin Ramona Riedener-Mazenauer verantwortlich. Sie nimmt aktuelle Themen der Arbeitswelt auf und platziert diese professionell in der Öffentlichkeit.

 

Premiere am 1. Mai

Ein Höhepunkt im laufenden Jahr wird die 1.-Mai-Feier in Amriswil sein. Travail.Suisse Ostschweiz organisiert diese erstmals gemeinsam mit dem Gewerkschaftsbund Thurgau. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr beim Bahnhof, um 10.00 Uhr startet die Demonstration. Unter dem Motto «Schutz von Jobs und Löhnen» und «Nein zur Abschottung» setzen die Teilnehmenden ein deutliches Zeichen. Das Programm ist hochkarätig besetzt. Zu den Rednerinnen und Rednern gehören die Nationalrätinnen Barbara Gysi und Nina Schläfli, Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich, SGB-Chefökonom Daniel Lampart, Lukas Auer vom Thurgauer Gewerkschaftsbund sowie der Autor Viça Mitrovic.

 

 

 

 

Über Travail.Suisse

Travail.Suisse ist der wichtigste unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden in der Schweiz, er ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Travail.Suisse vertritt die Interessen der 130’000 Mitglieder seiner Mitgliedsverbände und aller Arbeitnehmenden in Politik und Öffentlichkeit. Travail.Suisse ist einer der vier nationalen Sozialpartnerdachverbände, ihm gehören zehn Mitgliedsverbände an.

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