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Ein Schritt in die richtige Richtung, aber es sind mehr Mittel nötig

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Bundesrat die steuerliche Belastung von Familien im Bereich der Bundessteuer senken will und dafür einen Elterntarif einführen will. Es sind indes grössere Entlastungen nötig. mehr

Es ist erfreulich, dass der Bundesrat auf die Kombilösung verzichtet – diese hätte die gutsituierten Haushalte privilegiert – und entschieden hat, einen Elterntarif einzuführen. Damit werden die mittelständischen Familien mit Kindern im Bereich der Bundessteuer am gezieltesten entlastet.

Travail.Suisse fordert indes vom Parlament, dass es die für diese Entlastung vorgesehenen Mittel um ungefähr 300 Millionen Franken aufstockt, damit der Abzug auf dem Steuerbetrag von 170 auf 400 Franken pro Kind erhöht werden kann.

Angesichts der schwierigen konjunkturellen Situation muss diese Vorlage gleichzeitig mit der Vorlage über den Ausgleich der kalten Progression behandelt und bereits nächstes Jahr in Kraft gesetzt werden. Sie wird so dazu beitragen, den Konsum anzukurbeln, was sich günstig auf den Aufschwung und den Arbeitsmarkt auswirken wird.

20. Mai 2009, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Für substanziellere Steuererleichterungen für Familien

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, setzt sich für die steuerliche Entlastung von Familien mit Kindern ein und macht sich in diesem Zusammenhang für den Elterntarif stark. Travail.Suisse fordert aber eine Reduktion von 400 statt 170 Franken pro Kind auf dem Steuerbetrag. Dafür müssen zusätzliche 300 Millionen Franken bereit gestellt werden. mehr

Travail.Suisse lehnt die Kombinationslösung ab, da diese in erster Linie den gut situierten Familien zugute kommt, wie das beim vom Volk im Mai 2004 abgelehnten Steuerpaket der Fall war.

Travail.Suisse begrüsst hingegen die Einführung eines Elterntarifes bei der direkten Bundessteuer. Damit können Familien mit mittleren Einkommen steuerlich am besten entlastet werden. Der Vorschlag, wonach neben den bereits bestehenden kinderrelevanten Abzügen eine zusätzliche Reduktion vom Steuerbetrag für jedes Kind gewährt wird, wird dem gesetzten Ziel am besten gerecht. Allerdings muss die Reduktion substanzieller als vorgeschlagen ausfallen und es müssen entsprechend mehr Mittel bereit gestellt werden. Eine substanziellere Reduktion ist auch eine wichtige Massnahme zur Stützung der Konjunktur.

Wenn der Steuerausfall allerdings nicht mehr als 600 Millionen Franken betragen darf, könnte der maximale Abzug für Kinderbetreuungskosten leicht (von 12‘000 auf 10‘000 Franken) gesenkt werden. Mit dem damit eingesparten Geld könnte die Reduktion vom Steuerbetrag von 170 auf 250 Franken erhöht werden. Dies würde eine steuerliche Entlastung von mehr Familien aus dem mittleren Einkommensbereich ermöglichen, unabhängig von ihrer Familienform, und erst noch für eine längere Zeit.

Dieser Text ist in französischer Sprache verfasst worden und wird nicht übersetzt.

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VL Allégements fiscaux pour les familles.doc 45 KB

14. April 2009, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Familien mit mittleren Einkommen entlasten!

Die Vernehmlassung zur steuerlichen Entlastung von Familien mit Kindern sieht die Einführung eines neuen Tarifs vor, nämlich des Elterntarifs. Dieses «neue Familienmodell» ist der Kombinationslösung vorzuziehen, denn es begünstigt mittelständische Familien mit Kindern etwas mehr.

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PD Durchbruch eines günstigeren Modells für mittelständische Familien.doc 39 KB

23. Februar 2009, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Finanzkrise und wirtschaftliche Abkühlung: Der Service public hat eine wichtige Rolle zu spielen

Kurzfristig muss der Service public zu einem konjunkturellen Aufschwung beitragen. Mittelfristig müssen Lehren aus der Finanzkrise gezogen und die regulierende Rolle des Staates verstärkt werden. Zudem ist definitiv auf eine Privatisierung der öffentlichen Dienste zu verzichten.

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PD Der Service public hat eine wichtige Rolle zu spielen.doc 39 KB

10. November 2008, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Weder Ergänzungsregel zur Schuldenbremse noch systematische Aufgabenüberprüfung!

Trotz der Krise auf den Finanzmärkten wird die Rechnung 2008 des Bundes einen Überschuss von fast 3 Milliarden Franken ausweisen – das sind 2 Milliarden mehr als erwartet. In Anbetracht dieses Ergebnisses und der Entwicklung der Bundesfinanzen über die letzten Jahre kann auf die Ergänzungsregel zur Schuldenbremse und auf die systematische Überprüfung der Bundesaufgaben verzichtet werden.

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PD Budget und Rechnung.doc 47 KB

25. August 2008, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon