Themen – Sozialpolitik – Berufliche Vorsorge

Leichtfertiger Rentenabbau untergräbt Vertrauen in zweite Säule

Travail.Suisse sagt ganz klar Nein zur vorgesehenen Senkung des Umwandlungssatzes. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeerwartungen können diesen Rentenabbau rechtfertigen. Vielmehr wird mit einer solch leichtfertigen Politik das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule massiv untergraben und deren Sinn grundsätzlich in Frage gestellt.

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18. Januar 2010, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Überstürzter Rentenabbau stellt berufliche Altersvorsorge in Frage

Für Travail.Suisse steht am 7. März 2010 die Zukunft der beruflichen Vorsorge auf dem Spiel. Ein Zwangssparen in der Grössenordnung von mehreren Dutzend Milliarden Franken jährlich lässt sich nur durchsetzen und aufrecht erhalten, wenn die Bevölkerung auf die Leistungen der Pensionskassen vertrauen kann. Leichtfertiger Rentenabbau stellt die Legitimität der beruflichen Vorsorge in Frage. mehr

Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist eine weitere Senkung des Umwandlungssatzes überstürzt und unnötig. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeperspektiven rechtfertigen den Rentenabbau:

- Die Argumentation mit der steigenden Lebenserwartung verfängt nicht, weil der bis heute statistisch breit belegte Anstieg der Lebenserwartung bereits in der letzten BVG-Revision berücksichtigt wurde. Hier besteht kein Handlungsbedarf.

- Der Umwandlungssatz ist eine langfristige Grösse. Entscheidend für den Umwandlungssatz sind nicht kurz- und mittelfristige Entwicklungen an den Finanzmärkten. So wurde der Umwandlungssatz auch in der Hochzinsphase der 90er Jahre oder den Boomjahren an der Börse nicht erhöht. Langfristige Indikatoren zeigen, dass sich ein Umwandlungssatz von 6.8 Prozent rechtfertigen lässt.

Leichtfertiger Rentenabbau untergräbt Vertrauen in die 2. Säule

Die Senkung des Umwandlungssatz hat nicht nur einen materiellen, sondern auch einen psychologischen Effekt. Wenn die Leistungen immer schlechter werden, dann wird auch das Vertrauen schwinden. Mit der vorgesehenen Senkung des Umwandlungssatzes werden die Renten innert kürzester Zeit um ca. 10 Prozent gesenkt. Jene Arbeitnehmenden, die diese Senkung kurz vor der Pensionierung trifft, haben einfach Pech gehabt. Denn für sie ist dieser Verlust nicht korrigierbar. Dies gilt insbesondere auch für Arbeitnehmende und Angestellte mit bescheidenen Einkommen, für die die Rente der beruflichen Vorsorge grosse Bedeutung hat für die finanzielle Sicherheit nach der Pensionierung.

Es entspricht einer merkwürdigen Auffassung der Wirtschaftsverbände, mit Rentenabbau Vertrauen in die 2. Säule bilden zu wollen. Das Gegenteil ist der Fall: Mit solch leichtfertigen und kurzfristigen Rentenkürzungen wird das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule und damit auch die politische Legitimation massiv untergraben.

06. Januar 2010, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Überstürzte Kürzung der Renten untergräbt das Vertrauen in die zweite Säule

Travail.Suisse sagt Nein zu einer weiteren Senkung des Umwandlungssatzes, weil eine solche überstürzt ist. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeerwartungen vermögen Zeitpunkt, Tempo und Ausmass der Rentenkürzungen zu rechtfertigen. Mit leichtfertigen Rentenkürzungen ohne flankierende Massnahmen wird das Vertrauen der Arbeitnehmenden in eine planbare zweite Säule untergraben.

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PD Überstürzte Kürzung der Renten untergräbt das Vertrauen in die zweite Säule.doc 35 KB

23. November 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Konsultation zur Höhe des Mindestzinssatzes

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MZ-Konsultation 09 Travail Suisse.pdf 106 KB

14. September 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Konsultation zur Höhe des Mindestzinssatzes

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MZ-Konsultation 09 Travail Suisse.pdf 106 KB

14. September 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon