Themen – Sozialpolitik – AVIG

Arbeitslosigkeit steigt stark – Bundesrat muss handeln

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich. Innert eines Monats erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um knapp 10’000 Personen, was einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 3 auf 3.3 Prozent bedeutet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert den Bundesrat auf, die Kurzarbeitsmöglichkeiten von 12 auf 18 Monate sowie die Beitragssätze zu erhöhen. mehr

Die Arbeitslosenquote ist im vergangenen Monat um knapp 10’000 Personen bzw. um 0.3 Prozent auf 3.3 Prozent gestiegen. Am meisten betroffen waren mit einem Anstieg von 11 Prozent die Jungen. Saisonbereinigt – also rein auf den Konjunkturabschwung zurückzuführen – stieg die Arbeitslosigkeit um rund 4’700 Personen an.

Kurzarbeit unverzüglich von 12 auf 18 Monate erhöhen
Die Zahl der kurzarbeitenden Beitriebe und Arbeitnehmenden hat sich innert Monatsfirst verdoppelt. Das Instrument der Kurzarbeit ist sinnvoll, weil dadurch der Konjunktureinbruch aufgefangen werden kann, ohne dass überstürzte Entlassungen notwendig werden. Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, die Möglichkeit der Kurzarbeit unverzüglich von 12 auf 18 Monate zu erhöhen.

Beitragssätze bereits jetzt erhöhen
Die seco-Annahme über eine Arbeitslosenquote von 3.3 Prozent im Jahresdurchschnitt ist zu optimistisch ausgefallen. Möglicherweise erreicht die Arbeitslosenversicherung den kritischen Schuldenstand bereits Ende Jahr. Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, bereits jetzt die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zu erhöhen und nicht weiter zuzuwarten. Mit dieser Massnahme verstärkt er die Stabilität der Arbeitslosenversicherung und schafft mehr Vertrauen bei der Erwerbsbevölkerung.

07. Februar 2009, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitslosenversicherung war in den letzten fünf Jahren schlicht zu billig!

Die Arbeitslosenversicherung ist seit dem Inkrafttreten der letzten Revision im Juni 2003 schlicht zu billig. Das zeigen die anhaltenden Defizite des Arbeitslosenversicherungsfonds. Der Schuldenstand belief sich Ende 2007 – trotz vier Jahren Höchstkonjunktur und sinkenden Arbeitslosenzahlen – auf 4.8 Milliarden Franken. Die Beitragssätze müssen deshalb vorübergehend wieder auf das ehemalige Niveau von drei Prozent angehoben werden.

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PD Arbeitslosenversicherung war in den letzten Jahren zu billig.doc 60 KB

22. September 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitslosenversicherung war in den letzten fünf Jahren schlicht zu billig!

Die Arbeitslosenversicherung ist seit dem Inkrafttreten der letzten Revision im Juni 2003 schlicht zu billig. Das zeigen die anhaltenden Defizite des Arbeitslosenversicherungsfonds. Der Schuldenstand belief sich Ende 2007 – trotz vier Jahren Höchstkonjunktur und sinkenden Arbeitslosenzahlen – auf 4.8 Milliarden Franken. Die Beitragssätze müssen deshalb vorübergehend wieder auf das ehemalige Niveau von drei Prozent angehoben werden.

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22. September 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Kurzsichtiges, halbherziges Vorgehen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist zurzeit sehr gut. Dies wird allerdings kaum über längere Zeit so bleiben. Um die nächste Arbeitsmarktkrise meistern zu können, braucht es eine gesunde und leistungsfähige Arbeitslosenversicherung. Travail.Suisse steht der bundesrätlichen Botschaft zur Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) sehr kritisch gegenüber. Die Leistungen werden weiter gekürzt und mit dem Schuldenabbau wird getrödelt. Damit bringt die Revision noch mehr Verschlechterungen für die Arbeitnehmenden.

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PD Botschaft AVIG.doc 57 KB

08. September 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Kurzsichtiges, halbherziges Vorgehen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist zurzeit sehr gut. Dies wird allerdings kaum über längere Zeit so bleiben. Um die nächste Arbeitsmarktkrise meistern zu können, braucht es eine gesunde und leistungsfähige Arbeitslosenversicherung. Travail.Suisse steht der bundesrätlichen Botschaft zur Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) sehr kritisch gegenüber. Die Leistungen werden weiter gekürzt und mit dem Schuldenabbau wird getrödelt. Damit bringt die Revision noch mehr Verschlechterungen für die Arbeitnehmenden.

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PD Botschaft AVIG.doc 57 KB

08. September 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon