Themen – Sozialpolitik – AHV

Jetzt muss die 11. AHV-Revision die Blockade lösen

Seit mehr als zehn Jahren ist die Weiterentwicklung der AHV blockiert. Daran hat auch die Initiative für ein flexibles AHV-Alter nichts ändern können. Das Ergebnis der Abstimmung zeigt aber deutlich, dass eine faire Flexibilisierung des AHV-Alters einem grossen Bedürfnis entspricht. Nun muss das Parlament von seiner sturen Verweigerung eines sozialen Ausgleichs wegkommen und die Blockade lösen. Denn für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist klar, dass eine 11. AHV-Revision ohne sozial abgefedertes flexibles AHV-Alter beim Volk keine Chance haben wird. mehr

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09. Dezember 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

AHV-Initiative: Auftrag für eine faire Flexibilisierung des AHV-Alters

Travail.Suisse ist enttäuscht über das Nein zur AHV-Initiative. Das Ergebnis zeigt indes deutlich, dass eine faire Flexibilisierung des AHV-Alters einem Bedürfnis ent-spricht. Für Travail.Suisse ist deshalb klar, dass eine 11. AHV-Revision ohne sozial abgefedertes flexibles AHV-Alter beim Volk keine Chance haben wird. mehr

Der beachtliche Anteil an Ja-Stimmen zur AHV-Initiative zeigt, dass der Bevölkerung ein faires flexibles AHV-Alter ein grosses Anliegen ist. Das Abstimmungsergebnis ist deshalb ein Auftrag an das Parlament, den sozialen Ausgleich beim flexiblen Rentenalter nicht weiter auf die lange Bank zu schieben.

Faires flexibles Rentenalter in die 11.AHV-Revision einbauen

Der Nationalrat hat sich im Rahmen der 11.AHV-Revision bis jetzt jedem sozialen Ausgleich beim flexibilisierten AHV-Alter verweigert. Damit ist er auf dem Holzweg. Nun ist der Ständerat gefordert, den Auftrag der Bevölkerung aufzunehmen und das flexible Rentenalter in die 11. AHV-Revision einzubauen. Travail.Suisse hat einen entsprechenden Vorschlag bereits eingebracht.

Verzögerungstaktik wird nicht goutiert – Blockade überwinden

Gewisse Kreise wollen nun die 11. AHV-Revision retten, indem das Parlament die Frage des Rentenalters vollständig ausklammert und auf eine spätere Revision verschiebt. Eine solche Verzögerungstaktik würde von der Bevölkerung genau so wenig goutiert wie eine reine Abbauvorlage. Die Blockade in der AHV kann nur überwunden werden, wenn in der 11. AHV-Revision eine faire Antwort auf das Bedürfnis nach einem flexiblen Rentenalter gefunden wird.

30. November 2008, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Würdigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben ermöglichen

In Zeiten wirtschaftlicher Abkühlung sind ältere Arbeitnehmende die ersten, die von den Betrieben entlassen oder via Invalidenversicherung abgeschoben werden. Für viele bleibt nach einem langen Arbeitsleben nur Verbitterung. Die Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ ermöglicht den Betroffenen einen würdigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben. Deshalb setzt sich Travail.Suisse mit aller Kraft für ein Ja am 30. November ein.

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10. November 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

AHV: Wahlfreiheit für mehr Gerechtigkeit

Heute können nur Gutbetuchte flexibel über den Zeitpunkt ihrer Pensionierung entscheiden. Wer ein kleines Einkommen hat, muss sich hingegen bis zum bitteren Ende durchbeissen. Die Initiative für ein flexibles AHV-Alter ändert dies und ermöglicht auch Personen mit kleinen und mittleren Einkommen, bei der Pensionierung Rücksicht auf ihre Lebenssituation zu nehmen. Travail.Suisse unterstützt diese Initiative. mehr

Heute ist die flexible Pensionierung ein Privileg der Gutverdienenden. Mehr als die Hälfte von ihnen geht vor dem gesetzlichen Rentenalter in Pension. Die Gutverdienenden haben eine gut ausgebaute zweite und dritte Säule und können die Rentenkürzungen in der AHV verkraften. In den unteren Einkommenskategorien hingegen ist dies kaum möglich. Wer auf die AHV angewiesen ist, den treffen die Rentenkürzungen hart: Pro Vorbezugsjahr wird die AHV-Rente um 6.8 Prozent gekürzt. Wer während seines Berufslebens mit weniger Lohn auskommen musste, wird also nochmals bestraft und muss länger arbeiten. Das ist nicht fair.

Mehr Rücksicht auf die individuelle Lebenssituation dank der Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“

Die Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ verlangt mehr Gerechtigkeit bei der Wahl des Pensionierungszeitpunkts. Auch Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen wollen ihren Pensionierungszeitpunkt mit Rücksicht auf ihre Lebenssituation mitbestimmen können. Je nach persönlicher Gesundheit, Arbeitsmarkt- und konjunktureller Situation sollen Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen ohne Rentenkürzungen in der AHV entscheiden können, wann der Zeitpunkt für den Altersrücktritt gekommen ist.

Gerade in wirtschaftlich raueren Zeiten sind ältere Arbeitnehmende die ersten, die entlassen werden. Mit Blick auf die Leistungen der Arbeitslosenversicherung werden sie kurz vor der Pensionierung abgeschoben ohne Chance, überhaupt wieder eine Beschäftigung zu finden. Für manche bleibt gar nur der Gang auf das Sozialamt. Für die Betroffenen bedeutet dies Bitterkeit und das Gefühl, am Ende der Berufskarriere definitiv nicht mehr gebraucht zu werden. Die Initiative „für ein flexibles Rentenalter“ bietet hier eine sozialverträgliche und faire Lösung.

04. November 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

1 x UBS = 100 Jahre flexibles AHV-Alter

Die Rettung der UBS kostet gegen 70 Milliarden Franken. Die Frage, ob dieser Betrag für die Schweizer Volkswirtschaft tragbar ist und zur Rettung einer Bank aufgewendet werden soll, steht bei den bürgerlichen Parteien nicht zur Diskussion. Bezüglich des flexiblen Rentenalters wird hingegen von den gleichen Leuten argumentiert, dass das Geld fehlt. Dabei kostet die Rettung der UBS gleich viel wie hundert Jahre flexibles AHV-Alter.

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28. Oktober 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon