Themen – Sozialpolitik – AHV

AHV: Wahlfreiheit für mehr Gerechtigkeit

Heute können nur Gutbetuchte flexibel über den Zeitpunkt ihrer Pensionierung entscheiden. Wer ein kleines Einkommen hat, muss sich hingegen bis zum bitteren Ende durchbeissen. Die Initiative für ein flexibles AHV-Alter ändert dies und ermöglicht auch Personen mit kleinen und mittleren Einkommen, bei der Pensionierung Rücksicht auf ihre Lebenssituation zu nehmen. Travail.Suisse unterstützt diese Initiative. mehr

Heute ist die flexible Pensionierung ein Privileg der Gutverdienenden. Mehr als die Hälfte von ihnen geht vor dem gesetzlichen Rentenalter in Pension. Die Gutverdienenden haben eine gut ausgebaute zweite und dritte Säule und können die Rentenkürzungen in der AHV verkraften. In den unteren Einkommenskategorien hingegen ist dies kaum möglich. Wer auf die AHV angewiesen ist, den treffen die Rentenkürzungen hart: Pro Vorbezugsjahr wird die AHV-Rente um 6.8 Prozent gekürzt. Wer während seines Berufslebens mit weniger Lohn auskommen musste, wird also nochmals bestraft und muss länger arbeiten. Das ist nicht fair.

Mehr Rücksicht auf die individuelle Lebenssituation dank der Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“

Die Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ verlangt mehr Gerechtigkeit bei der Wahl des Pensionierungszeitpunkts. Auch Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen wollen ihren Pensionierungszeitpunkt mit Rücksicht auf ihre Lebenssituation mitbestimmen können. Je nach persönlicher Gesundheit, Arbeitsmarkt- und konjunktureller Situation sollen Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen ohne Rentenkürzungen in der AHV entscheiden können, wann der Zeitpunkt für den Altersrücktritt gekommen ist.

Gerade in wirtschaftlich raueren Zeiten sind ältere Arbeitnehmende die ersten, die entlassen werden. Mit Blick auf die Leistungen der Arbeitslosenversicherung werden sie kurz vor der Pensionierung abgeschoben ohne Chance, überhaupt wieder eine Beschäftigung zu finden. Für manche bleibt gar nur der Gang auf das Sozialamt. Für die Betroffenen bedeutet dies Bitterkeit und das Gefühl, am Ende der Berufskarriere definitiv nicht mehr gebraucht zu werden. Die Initiative „für ein flexibles Rentenalter“ bietet hier eine sozialverträgliche und faire Lösung.

04. November 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

1 x UBS = 100 Jahre flexibles AHV-Alter

Die Rettung der UBS kostet gegen 70 Milliarden Franken. Die Frage, ob dieser Betrag für die Schweizer Volkswirtschaft tragbar ist und zur Rettung einer Bank aufgewendet werden soll, steht bei den bürgerlichen Parteien nicht zur Diskussion. Bezüglich des flexiblen Rentenalters wird hingegen von den gleichen Leuten argumentiert, dass das Geld fehlt. Dabei kostet die Rettung der UBS gleich viel wie hundert Jahre flexibles AHV-Alter.

Anhang Grösse

PD 1 x UBS 100 Jahre flexibles Rentenalter.doc 135 KB

28. Oktober 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Politische Blockade durchbrechen

Die politische Blockade rund um die AHV muss endlich durchbrochen werden. Das ist nur mit einem Ja zur Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ möglich.

Anhang Grösse

PD Blockade durchbrechen.doc 34 KB

06. Oktober 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

„Wirtschaft“ gegen Rentenalter 62: Realitätsverlust in der Chefetage

Heute haben der Gewerbeverband und der Arbeitgeberverband ihr Nein zur Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ präsentiert. Dabei zeigt sich, dass mit künstlichen und realitätsfernen Argumenten die wirklichen Probleme der Arbeitnehmenden vom Tisch gewischt werden sollen. mehr

Internationale Vergleiche, Entzug von Arbeitskräften für die Schweizer Wirtschaft, Finanzen der AHV, Koordinationsprobleme mit der beruflichen Vorsorge: Mit solchen oberflächlichen und kaum durchdachten Schlagworten zieht die „Wirtschaft“ in den Abstimmungskampf gegen eine flexibles AHV-Alter. Die Fakten:

- Die Erwerbsbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden ist kaum irgendwo so gross wie in der Schweiz.

- Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz und damit auch die Finanzierung der AHV hängen nicht vom flexiblen Rentenalter, sondern vom Wirtschaftswachstum und den Arbeitsbedingungen in der Schweiz ab. Mit klugen Arbeitsmodellen lassen sich auch ältere qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Arbeitsplatz halten. Und wenn sich diese pensionieren lassen, dann wegen der vom Arbeitgeber gut dotierten 2. Säule, und nicht wegen der AHV.

- Gleichzeitig haben viele nicht so gut qualifizierte Arbeitnehmende gesundheitliche Probleme und finden bei Arbeitslosigkeit ab 60 Jahren auch keine Stelle mehr. Für diese Menschen braucht es ein flexibles Rentenalter in der AHV ohne massive Rentenkürzung.

Für Travail.Suisse ist die Argumentation der selbst ernannten „Wirtschaft“ bedenklich realitätsfremd, und wenig lösungsorientiert. Die Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“ hingegen ist ein gerechter, günstiger und moderner Ansatz zur Flexibilisierung des Rentenalters.

09. September 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Ja zum flexiblen Rentenalter für alle

Travail.Suisse sagt ganz klar Ja zur Initiative „für ein flexibles AHV-Alter“, die am 30. November zur Abstimmung kommen wird. Die Initiative bringt eine gerechte und sinnvolle Regelung des flexiblen Rentenalters. Zudem hat das Parlament alle anderen Vorschläge für eine gerechte Flexibilisierung des Rentenalters verworfen.

Anhang Grösse

PD Ja zum flexiblen Rentenalter für alle.doc 40 KB

08. September 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon