Themen – Gleichstellung – Mutterschaft und Vaterschaft

Der Mutterschaftsurlaub könnte bei längerer Hospitalisierung des Neugeborenen verlängert werden

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist erleichtert und erfreut über den Entscheid des Ständerates, den Mutterschaftsurlaub zu verlängern, wenn ein Kind nach der Geburt länger im Spital bleiben muss. Mit diesem Entscheid folgt der Ständerat dem Bundesrat, der im Oktober die entsprechende Motion zur Annahme empfohlen hatte. Die Motion fordert, dass der bezahlte Mutterschaftsurlaub um die Dauer des Spitalaufenthalts des Neugeborenen verlängert wird, sofern diese mehr als drei Wochen beträgt. mehr

Eine Frau unterliegt nach einer Geburt einem achtwöchigen Arbeitsverbot. Muss das Neugeborene nach der Geburt für mehr als 21 Tage hospitalisiert werden, kann die Frau beantragen, dass ihre Mutterschaftsentschädigung auf den Tag verschoben wird, an dem ihr Kind nach Hause kann. Zwischen dem Zeitpunkt der Geburt und dem Zahlungsbeginn der Mutterschaftsentschädigung war bisher ihr Einkommen nicht gesichert – und das in einer für eine junge Mutter ohnehin sehr belastenden Situation.

Die Lücke zwischen Geburt und Auszahlungsbeginn der Mutterschaftsentschädigung muss geschlossen werden, damit das Einkommen der betroffenen Mütter in dieser Zeit nicht vom Arbeitgeber allein getragen werden muss. Das Genfer Zivilgericht hatte 2008 zwar entschieden, dass diese Mütter gemäss Art. 324a des Obligationenrechts Anspruch auf ihren Lohn haben, weil sie ohne ihr Verschulden an der Arbeitsleistung verhindert sind. Allerdings bleibt den Gerichten ein Ermessenspielraum, was zu einer Rechtsunsicherheit führt und die Wahrscheinlichkeit von Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitgebern erhöht. „Betroffen sind durchschnittlich 1200 Fälle im Jahr, also 1200 Mütter, die – nebst den Schwierigkeiten rund um die Hospitalisierung ihres Neugeborenen – während des Verfahrens auf ein Einkommen verzichten müssen,“ sagt Valerie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse.

Die verlängerte Mutterschaftsentschädigung bei einem Krankenhausaufenthalt des Neugeborenen ermöglicht eine Risikoverteilung zwischen allen Arbeitgebern und vermeidet, dass einzelne von ihnen zusätzlich belastet werden. Zu definieren bleibt noch die Plafonierung. Diese ist so anzusetzen, dass die Mehrheit der Fälle abgedeckt wird. Laut dem Bericht des Bundesrates würden 56 zusätzlich bezahlte Tage (dies entspricht den 8 Wochen Arbeitsverbot, welche das Arbeitsgesetz vorschreibt) 80% der Fälle abdecken. Travail.Suisse ruft den Nationalrat auf, dem Entscheid des Ständerates und der Empfehlung des Bundesrates zu folgen und diese Motion ebenfalls anzunehmen.

Für weitere Informationen:
Valerie Borioli Sandoz, Leiter der Gleichstellungspolitik, 079 598 06 37

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2016 12 12 SR Laengere-Mutterschaftsentschaedigung-bei-laengerem-Spitalaufenthalt-des-Neugeborenen d.docx 42 KB

13. Dezember 2016, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Vaterschaftsurlaub: Zwischenziel erreicht

Vor fünf Monaten lancierten die vier Dachverbände Travail.Suisse, Pro Familia, Alliance F und männer.ch die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“. Nach der nationalen Sammelwoche vom 24. bis und mit 30. Oktober ist die Zwischenbilanz hervorragend: bisher wurden mehr als 50‘000 Unterschriften gesammelt. mehr

Das Zwischenresultat von gut 50‘000 Unterschriften innert fünf Monaten ist erfreulich und zeigt, dass die Forderung nach zwanzig Tagen bezahltem Vaterschaftsurlaub von der Bevölkerung unterstützt wird. Insgesamt stehen mit Travail.Suisse und weiteren drei Dachverbänden über 140 Organisationen hinter dem Anliegen. „Die Initiative wurde bewusst von einer breiten zivilgesellschaftlichen Allianz lanciert, das hat sich gelohnt. Die Schweizer Stimmberechtigten wollen den Vaterschaftsurlaub lieber heute als morgen“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse und dem Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“. „Besonders gefreut hat uns natürlich, dass auch unsere verschiedenen Organisationen in der ganzen Schweiz unterwegs waren, das hat der Initiative vor dem Herbsteinbruch zu einem grossen Schub verholfen“, sagt Wüthrich.

Rekord für „Facebook-Demokratie“

Einen beachtlichen Rekord legt die Vaterschaftsurlaubs-Initiative auf der Plattform www.wecollect.ch hin: Vor zwei Tagen wurde die magische Marke von 30‘000 potenziellen Unterschriften geknackt. Auf wecollect.ch können sich Interessierte eintragen, dann handschriftlich unterschreiben und zu guter Letzt den Bogen ausdrucken und abschicken – dieser Prozess erklärt denn auch den Unterschied zwischen den 30‘000 potenziellen und den davon knapp 15‘000 bereits eingegangenen Unterschriften.

Im Vorfeld der Sammelwoche hatte der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ dazu aufgerufen, selber aktiv zu werden und im Freundeskreis und bei Familienmitgliedern Unterschriften zu sammeln. Rund 750 Personen sind dem Aufruf gefolgt und haben gesammelt. Das Resultat dieser Aktion wird kommentiert, sobald die Unterschriften eingeschickt wurden.

Mehr Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse und dem Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“, 031 370 21 11, 079 287 04 93

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2016 10 31 MM-Sammelwoche aktueller-Stand-Unterschriften d.docx 30 KB

31. Oktober 2016, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

Vaterschaftsurlaub – in der Privatwirtschaft noch nicht Realität

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, hat Ende Mai die Initiative für einen Vaterschaftsurlaub lanciert. Die Notwendigkeit eines Vaterschaftsurlaubs zeigt sich nicht nur in der Unterstützung durch die Bevölkerung, sondern auch in der heute unbefriedigenden Situation: Ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub ist inexistent, die meisten Arbeitnehmenden können von einem oder 2 Tagen Gebrauch machen. mehr

Vor fünf Monaten hat Travail.Suisse, gemeinsam mit rund 140 anderen Organisationen, die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ lanciert. Die Initiative fordert einen Vaterschaftsurlaub von zwanzig Tagen, der innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes bezogen werden muss. Anders als der Mutterschaftsurlaub ist er aber flexibel und tageweise beziehbar – die Väter können also, sofern der Arbeitgeber einverstanden ist, Teilzeitarbeit ausprobieren, indem sie den Vaterschaftsurlaub zum Beispiel zehn Tage voll nutzen und für weitere zehn Wochen noch einen Tag pro Woche zu Hause sind. Die Finanzierung läuft aber ebenso wie beim Mutterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO), wobei Arbeitnehmende und Arbeitgeber jeweils 0.06 Lohnprozente einzahlen. Dies entspricht ungefähr den Kosten eines Kaffees monatlich bei einem Monatslohn von 6000 Franken. Ein Vaterschaftsurlaub ist also bezahlbar.

Erfreuliche Zwischenbilanz der Unterschriftensammlung

In der Zwischenzeit sind rund die Hälfte der benötigten Unterschriften gesammelt worden. Trotzdem ist es noch ein langer Weg zum Ziel. Aus diesem Grund findet vom 24. bis 30. Oktober die nächste Sammelwoche statt, in der die Travail.Suisse Verbände noch einmal Gas geben. Mit einer Aktion unter dem Motto „Kinder machen Lärm für den Vaterschaftsurlaub!“ in Luzern wird die Sammelwoche am 29. Oktober abgeschlossen. Das Ziel dieser letzten Sammelwoche dieses Jahres ist es, vor der Winterzeit noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, damit wir den Schwung über den Winter mitnehmen können.

Besonders und besonders erfreulich ist das zivilgesellschaftliche Engagement. Über 700 Freiwillige helfen mit, in der Sammelwoche noch einmal einen kräftigen Effort zu leisten. Diese Resonanz ist grossartig. Damit die freiwilligen Helfer auch dementsprechend ausgerüstet sind, wurden sie mit einem Paket ausgerüstet, in dem sich verschiedene Materialien zur Unterschriftensammlung befinden. Dieses Zeichen des Engagements zeigt, dass die Unterstützung für unser Anliegen in der Bevölkerung gross und die Zeit reif ist für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub.

Gesamtarbeitsverträge: Für die Mehrheit nur 1-2 Tage Vaterschaftsurlaub

Eine reservierte Zeit für Väter gibt es in der Schweiz nicht. Im Rahmen von Art. 329, Abs. 3 OR und der „üblichen freien Tage und Stunden“ kann für die Geburt ein freier Tag bezogen werden, mehr nicht. Bei einem Wohnungswechsel wird übrigens vom selben Recht Gebrauch gemacht: Umzug und Beginn der Vaterschaft – ein schlechter Vergleich!

Die Einführung eines gesetzlichen Vaterschaftsurlaubs ist also dringend nötig, wie auch eine aktuelle Analyse von Travail.Suisse zeigt. Hierzu wurden erneut die wichtigsten Gesamtarbeitsverträge mit rund 1.5 Mio. unterstellten Erwerbstätigen untersucht. Knapp 40 Prozent der Arbeitnehmenden erhält vom Arbeitgeber nur einen Tag frei bei der Geburt eines Kindes – sollte die Geburt also länger als einen Tag dauern, erlebt der Vater nach dem Willen des Arbeitgebers nicht einmal diesen prägenden Moment. Zwischen zwei und fünf Tagen bekommen immerhin 53 Prozent der untersuchten Erwerbstätigen. Einen Vaterschaftsurlaub von mehr als einer Woche dürfen nur 8 Prozent geniessen, davon 5 Prozent zwischen 6 und 10 Tagen.

Grafik 1: Anzahl bezahlte Tage Vaterschaftsurlaub nach Prozentanteil der unterstellten Arbeitnehmenden
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Quelle: eigene Erhebung und Darstellung Travail.Suisse

Zu letzterer Kategorie gehört die Post, die ihren Mitarbeitern einen Vaterschaftsurlaub von 10 bezahlten Tagen plus zusätzlichen 4 Wochen unbezahlt gewährt. Auch die SBB bietet 10 Tage an, die – ebenso wie der Vorschlag der Initiative – innerhalb eines Jahres nach der Geburt zu beziehen sind. Die Swisscom-Mitarbeiter können vom selben Angebot Gebrauch machen. Spitzenreiterin ist die Migros: Hier können die Angestellten von einem fünfzehntätigen Vaterschaftsurlaub profitieren, und haben zusätzlich Anrecht auf 10 Tage unbezahlten Urlaub. Mit einem Vaterschaftsurlaub bekommen endlich auch die Väter die nötige Zeit, um sich an die neue Situation mit dem Neugeborenen zu gewöhnen und von Anfang an Verantwortung übernehmen zu können. Präsente Väter tragen zu stabilen Familiensituationen bei. Davon profitiert nicht nur der Vater, sondern auch das Kind, die Mutter und schlussendlich die gesamte Gesellschaft.

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2016 10 26 Vaterschaftsurlaub Noch-lange-nicht-Realitaet def d.docx 23 KB

26. Oktober 2016, Hélène Fischer, Projektmitarbeiterin Vaterschaftsurlaubs-Initiative Drucker-icon

Ohne Engagement erreichen wir nichts – Vaterschaftsurlaub jetzt!

Am 24. Mai hat Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, zusammen mit weiteren Organisationen die Initiative für 20 Tage Vaterschaftsurlaub lanciert. Die Unterschriftensammlung ist gut gestartet – nach knapp drei Monaten sind gut 25‘000 Unterschriften gesammelt. Jetzt braucht es Ausdauer: Die aktuelle Sammelwoche ist ein Zwischensprint, um schneller vorwärts zu kommen, denn ohne Engagement erreichen wir nichts, das hat uns die Geschichte gelernt. Wir mussten die AHV erkämpfen und jetzt müssen wir sie verteidigen. Mit dem Vaterschaftsurlaub wird es gleich gehen. mehr

Mit einer breiten Koalition von Männer-, Väter-, Frauen-, Mütter-, Familien- und Arbeitnehmenden-Organisationen hat Travail.Suisse die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ lanciert. Schon allein dieses Bündnis ist ein Meilenstein: Über 140 Organisationen haben sich hinter das Ziel eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs gestellt und eine klare Botschaft der Zivilgesellschaft ausgesendet: Liebes Parlament, wir wollen einen Vaterschaftsurlaub jetzt! Dabei gingen einigen die 20 Tage zu weit, andere fanden, dass ein mehrwöchiger Elternurlaub die richtige Forderung wäre. Unsere Initiative mit 20 Tagen ist nun vernünftig und ein erster pragmatischer Schritt. Der Vaterschaftsurlaub soll über die bestehende Erwerbsersatzversicherung finanziert werden – analog zur Mutterschaftsversicherung. Die Väter sollen den Urlaub tageweise und damit flexibler beziehen können, was den Familien und den Unternehmen gleichermassen entgegenkommt.

OECD-Durchschnitt: 8 Wochen…

In den ersten Wochen nach der Lancierung wurde unsere Initiative vielerorts diskutiert. Ich durfte bereits am ersten kontradiktorischen Podium teilnehmen (organisiert von FemWiss in Zürich). Dabei ist mir aufgefallen, dass von den Gegnern keine wirklich schlagenden Argumente gegen den Vaterschaftsurlaub vorgebracht werden. Der Staat solle sich nicht in die Familie einmischen, wird moniert. Das wird er mit dem Vaterschaftsurlaub auch nicht machen. Es wird keinen Zwang geben, den Vaterschaftsurlaub zu beziehen. Ein anderes Argument, das oft ins Feld geführt wird, lautet: „Das hatten wir auch nicht.“ Nur weil man selber keinen Vaterschaftsurlaub kannte, soll ihn die heutige Generation auch nicht bekommen?

Es braucht zwingend gute Rahmenbedingungen für die Familien. Dazu gehören die Kinderzulagen oder der Mutterschaftsurlaub. Zudem gewähren viele Unternehmen bereits heute einen Vaterschaftsurlaub von mehr als einem Tag und anerkennen damit dieses berechtigte Bedürfnis der Familien. Auch der Blick über die Grenzen zeigt: Die Schweiz ist in Europa das einzige Land ohne gesetzlich geregelten Vaterschaftsurlaub. Ein weiterer Vergleich: Die OECD-Länder gewähren im Durchschnitt acht Wochen Vaterschaftsurlaub. Mit vier Wochen wären wir also darunter und können auch aus diesem Blickwinkel von einer vernünftigen Lösung sprechen.

Rund 40 Prozent der Militärdiensttage

Ein weiterer Punkt, der immer wieder genannt wird, sind die Kosten. Halten wir fest: Steuergelder müssen mit unserer Initiative keine eingesetzt werden. Vier Wochen Vaterschaftsurlaub würden rund 385 Millionen Franken kosten und über Lohnprozente bezahlt. Seit dem 1. Januar 2016 zahlen wir nicht mehr 0.5, sondern 0.45 Prozent des Lohnes für die EO ein. Der Bundesrat hat den Beitragssatz gesenkt, weil die EO genügend Reserven für die Zukunft hat. Die 0.45 Lohnprozente werden von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden gemeinsam getragen, beide zahlen aktuell 0.225 Lohnprozente. Der Satz von 0.45 gilt bis Ende 2020. Mit der Einführung eines Vaterschaftsurlaubs kann mit der Erhöhung wahrscheinlich ein paar Jahre gewartet werden (bei der Mutterschaftsversicherung reichten die Reserven rund sechs Jahre). Anschliessend müsste der EO-Satz um rund 0.12 Lohnprozente angehoben werden. Unter der Annahme, dass nicht alle Väter alle Vaterschaftsurlaubs-Tage beziehen werden, reichen wahrscheinlich 0.1 Lohnprozente, was für die Arbeitnehmenden 0.05 Prozent ausmacht. Ausgehend vom durchschnittlichen Lohn in der Schweiz macht das deutlich weniger als einen Franken pro Monat. Vergleicht man die Anzahl Diensttage der Armee (2015: 5‘792‘623) mit der erwartenden Anzahl abzurechnender EO-Tage wegen dem Vaterschaftsurlaub (2‘380‘000) ergibt sich das Verhältnis von rund 7 zu 3. Das heisst der Vaterschaftsurlaub würde rund 40 Prozent der aktuell für die Armee aufgewendeten Diensttage entsprechen. Dafür hätte jedes Kind in der Schweiz seinen Vater im ersten Lebensjahr 20 Arbeitstage zusätzlich in seiner Nähe.

Sammelwoche ist ein Zwischensprint

Die Argumente für den Vaterschaftsurlaub müssen jetzt unters Volk gebracht werden. In der Gesellschaft und in den Familien – und damit auch in den Familien der Parlamentsmitglieder – soll der Vaterschaftsurlaub zum Thema werden. Die ersten Erfahrungen bei der Unterschriftensammlung zeigen, dass das Anliegen den Nerv der Zeit trifft. Nicht selten unterschreiben Männer und Frauen die Initiative, ohne direkt dazu aufgefordert worden zu sein. Die ersten 25‘000 Unterschriften sind jetzt gesammelt, nun gilt es Ausdauer zu beweisen und weiterhin auf die Strasse zu gehen. Mit der gemeinsamen Sammelwoche wollen wir während diesem Marathon einen Zwischensprint hinlegen und so dem Sammelziel schneller näher kommen. In der ganzen Schweiz werden ab dem 22. August Standaktionen stattfinden und Unterschriften gesammelt für den Vaterschaftsurlaub – und damit für die jungen Männer von morgen.

Parallel AHV verteidigen!

Parallel zu unserem Einsatz für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Familien gilt es aktuell auch, uns für existenzsichernde Renten und gegen einen Abbau bei der Altersvorsorge einzusetzen. Travail.Suisse unterstützt die Volksinitiative „AHVplus“, welche die AHV-Renten um 10 Prozent erhöhen will und am 25. September zur Abstimmung kommt. Zudem wehren wir uns gegen die vom Nationalrat geplanten Verschlechterungen im Rahmen der Altersvorsorge 2020. Finden die Beschlüsse seiner vorberatenden Kommission im Plenum eine Mehrheit, ist das Referendum sicher.

Am 10. September an die Demo

Wichtig in dieser Situation ist und bleibt, dass die Arbeitnehmenden sich zu Wort melden und sich Gehör verschaffen. Aus diesem Grund ruft Travail.Suisse mit seinen Mitgliedsorganisationen die Arbeitnehmenden auf, an der grossen AHV-Demonstration am 10. September nachmittags in Bern teilzunehmen. Wir wollen ein Zeichen gegen den Abbau bei den Renten und für den Vaterschaftsurlaub setzen. Selbstverständlich werden auch an diesem Anlass Unterschriften gesammelt.

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22. August 2016, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

Schweizweite Sammelaktion für einen Vaterschaftsurlaub

In der Woche vom 22. bis 28. August 2016 werden in der ganzen Schweiz fleissig Unterschriften gesammelt. Ob mobil in den Städten mit einem Kinderwagen unterwegs oder gut ausgerüstet mit einem Sammelstand – unsere Sammlerinnen und Sammler geben ihr Bestes. Unterstützen auch Sie uns und unterschreiben? Oder wollen Sie gar mithelfen? mehr

Gerne können Sie sich an Hélène Fischer (Mail oder 031 370 21 74) wenden.

MONTAG, 22. August
Altdorf, ganztags, ganze Stadt
Basel, nachmittags, ganze Stadt
Bern, über Mittag, ganze Stadt

DIENSTAG, 23. August
Altdorf, ganztags, ganze Stadt
Bern, 10.00 – 16.00 Uhr, Sammelstand beim Bärenplatz

MITTWOCH, 24. August
Altdorf, ganztags, ganze Stadt
Basel, vormittags, beim Zolli
Bern, 10.00 – 16.00 Uhr, Sammelstand beim Bärenplatz
Fribourg, 8.00 – 12.00 Uhr, Sammelstand beim Markt

DONNERSTAG, 25. August
Altdorf, ganztags, ganze Stadt
Bern, 10.00 – 16.00 Uhr, Sammelstand beim Bärenplatz

FREITAG, 26. August
Altdorf, ganztags, ganze Stadt
Zürich, ganztags, Sammelstand beim Escher-Wyss-Platz

17. August 2016, Linda Rosenkranz, Leiterin Kommunikation Drucker-icon

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