Themen – Familie – Familie und Arbeit

Ideen der Credit Suisse zur Familienpolitik: Familienpolitik für die guten Kunden

Neuerdings interessiert sich auch die Credit Suisse für die Familien. Allerdings nur insoweit, als beide Eltern möglichst vollzeitig ihre Arbeitskraft der Wirtschaft zur Verfügung stellen. Jegliche anderen Leistungen der Familien sollen keine gesellschaftliche Anerkennung erhalten. Die Lebensgestaltungsfreiheit der Eltern wird massiv eingeschränkt.

12. September 2005, Daniel Furter, Geschäftsführender Parteisekretär SP

Einführung der Mutterschaftsentschädigung am 1. Juli 2005: Travail.Suisse fordert Arbeitgeber zu fairem Verhalten auf

Am 1. Juli tritt sie endlich in Kraft: Die einheitliche Mutterschaftsentschädigung, geregelt über die EO (Erwerbsersatzordnung). Travail.Suisse informiert erwerbstätige Frauen über die Rechte der Frau am Arbeitsplatz mit Infoline und Broschüre. Viele Frauen sind mit der neuen Lösung nun endlich minimal abgesichert. Bereits aber versuchen einige Arbeitgeber von besseren Lösungen auf das gesetzliche Minimum zurückzukrebsen. Travail.Suisse fordert die Arbeitgeber zu fairem Verhalten auf. mehr

60 Jahre hat es gebraucht, bis der Verfassungsauftrag zur Einrichtung einer Mutterschaftsversicherung endlich umgesetzt wurde. Die Schweiz ist das letzte Land Europas, das noch über keine Mutterschaftsentschädigung verfügt hat. Und mit 14 Wochen bei 80 Prozent des Lohnes ist nun ein für alle Seiten akzeptabler Kompromiss gefunden worden, der im europäischen Vergleich alles andere als eine Luxusvariante darstellt. Trotzdem sind damit nun etli-che erwerbstätige Mütter besser gestellt als bisher.

Travail.Suisse informiert weiterhin schwangere Frauen und stillende Mütter über ihre Rechte am Arbeitsplatz in den Bereichen Mutterschaftsurlaub, Kündigungs- und Gesundheitschutz; Stillen etc. Es stehen eine leicht verständliche Informationsbroschüre in zwölf Sprachen und eine Infoline in Deutsch und Französisch zur Verfügung.

Die Freude über die nun in Kraft tretende Mutterschaftsentschädigung wird jedoch bereits getrübt. Einige Arbeitgeber, welche bis anhin bessere Lösungen kannten, fühlen sich offensichtlich versucht, auf das gesetzliche Minimum zurückzukrebsen. In unrühmlicher Art und Weise drängen auch politische Akteure in einigen Kantonen staatliche Arbeitgeber zu solchen Schritten. Dies ist ein höchst unanständiges Vorgehen, umso mehr als die Arbeitgeber insgesamt mit der EO-Lösung im Gegensatz zu den Arbeitnehmenden erheblich entlastet werden.

Vor kurzem rangierte die Schweiz in einer WEF-Studie zur Gleichstellung der Geschlechter auf einem äusserst beschämenden Platz hinter etlichen Entwicklungsländern. Auch die ALL-Studie (Adult Literacy and Lifeskulls Survey) zeigte ein erheblich schlechteres Abschneiden der erwachsenen Frauen bei Grundkompetenzen in Mathematik, Problemlösen und Lesen. Dazu kommen noch die eben offiziell erhobenen Angebotsdefizite bei Betreuungsangeboten. Travail.Suisse fordert die Arbeitgeber deshalb auf, die frei werdenden Beträge in frauenfördernde Massnahmen zu investieren!

30. Juni 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik

Am 1. Juli ist es soweit: Die Mutterschaftsentschädigung erblickt das Licht der Schweiz!

Ein hart erkämpfter Meilenstein in der Gleichstellung findet endlich seine Umsetzung: Ab dem 1. Juli erhalten alle erwerbstätigen Mütter mindestens 14 Wochen Mutterschaftsurlaub bei 80 Prozent des Lohnes! Die Travail.Suisse-Kampagne „infoMutterschaft – für alle Frauen in der Schweiz“ informiert erwerbstätige schwangere und stillende Mütter über ihre Rechte am Arbeitsplatz.

20. Juni 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik

Den Kampfgeist vom 14. Juni 1991 – wir brauchen ihn immer noch!

14. Juni 1991: Frauenstreiktag – und auch 14 Jahre später sind Gründe zum Protestieren keine Mangelware. Eine Travail.Suisse-Erhebung, der ALL-Test sowie eine WEF-Studie zeichnen bezüglich Gleichstellung ein nach wie vor düsteres Bild.

06. Juni 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik

8. Mai 2005 Muttertag: Schon bald mit einheitlicher Mutterschaftsversicherung, aber noch immer ohne faire Kinderzulagen!

Am Muttertag werden die Mütter von der Gesellschaft einmal ausdrücklich und offiziell wert geschätzt für die Aufgabe, welche sie das ganze Jahr über wahrnehmen. Damit diese Aner-kennung für die Mütter auch für den Rest des Jahres spürbar bleibt, reichen ein Dankeschön und ein paar liebevolle Geschenke aber nicht aus. Dieses Jahr gibt es eine gute Nachricht und eine Hoffnung in Griffweite: Die einheitliche Mutterschaftsversicherung tritt am 1. Juli in Kraft; faire Kinderzulagen können in nächster Zeit erkämpft werden. mehr

Alle Jahre wieder werden die Mütter in der Schweiz von ihren minder- und volljährigen Kindern sowie ihren Partnern mit besonderen Aufmerksamkeiten bedacht: Von Basteleien über Schokolade und Blumen bis zu edlem Schmuck wird das Muttersein geehrt. Die tägliche Realität für den Rest des Jahres ist aber nicht immer eine so blumige Glitzerwelt, die nur aus Schokoladeseiten besteht.

Das Mutterwerden wird ab dem 1. Juli dieses Jahres mit etwas weniger Problemen belastet sein: Nach 60 Jahren wird endlich der Auftrag in der Bundesverfassung erfüllt und die Schweiz erhält als eines der letzten Länder Europas eine einheitliche Mutterschaftsversicherung. Alle erwerbstätigen Frauen erhalten dann mindestens 14 Wochen Zeit, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen und sind mit 80 Prozent Lohnersatz finanziell recht gut abgesichert. Dadurch nehmen für viele Frauen in der Schweiz der finanzielle Druck und daraus resultierende stressbedingte Ge-sundheitsprobleme etwas ab.

Das Muttersein hingegen ist für immer mehr Frauen und ihre Familien mit finanziellen Sorgen verbunden. Dies obschon heute Politik und Gesellschaft immer mehr von den Kindern verlangen, sei es, weil diese die „Zukunft bedeuten“ oder weil sie die Solidarität zwischen den Genera-tionen aufrecht erhalten – sprich: die AHV sanieren – sollen. Aber die Kinderzulagen in diesem Land sind noch immer sehr chaotisch; sie variieren von Fr. 150.—pro Monat bis zu Fr. 444.—, je nach Wohnkanton, Arbeitgeber, Arbeitspensum der Eltern etc. Travail.Suisse setzt sich mit der Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ für einen einheitlichen Betrag von Fr. 15.—pro Kind und Tag ein. Nun liegt es am Parlament, die Hoffnung vieler Familien nicht einfach platzen zu lassen.

Travail.Suisse wünscht den Müttern in diesem Land einenschönen Muttertag mit vielen Geschenken – sowohl vergänglichen wie Blumen und Schokolade als auch länger anhaltenden wie Mutterschaftsversicherung und faire Kinderzulagen!

04. Mai 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik

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