Themen – Familie – Familie und Arbeit

Familienpolitik: Es braucht einen zusätzlichen Effort für die Familien

Trotz punktueller Erfolge in der Familienpolitik besteht nach wie vor grosser Handlungsbedarf bei der finanziellen Unterstützung und Entlastung von Familien in der Schweiz. Die Krise setzt den Familien mit kleinen und mittleren Einkommen als Erste zu und verstärkt die Notwendigkeit, politisch mehr für die Familien in der Schweiz zu tun. Für Travail.Suisse haben die Bekämpfung der Familienarmut mittels Ergänzungsleistungen sowie der Erhalt der Kaufkraft der Familien oberste Priorität.

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25. Mai 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Handbuch «InfoMutterschaft»: Neu auf Internet

Das seit mehreren Jahren vergriffene Handbuch «InfoMutterschaft… um Mutterschaft und Erwerbsarbeit in Einklang zu bringen» ist wieder erhältlich – neu in einer moderneren Form. Dank Unterstützung durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann kann Travail.Suisse das überarbeitete Handbuch auf der Internetseite veröffentlichen, sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch. Die Internetseite bietet ausserdem noch weitere Angebote.

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PD Handbuch Infomutterschaft auf Internet.doc 45 KB

09. Dezember 2008, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Stillzeit gilt als Arbeitszeit – und muss bezahlt werden

Das Gesetz sieht vor, dass junge Mütter ihr Kind nach Wiederaufnahme der Arbeit weiterhin stillen können, sei dies im Betrieb oder ausserhalb. Noch nicht geklärt ist die Frage der Lohnfortzahlung während der Arbeitszeit, die für das Stillen aufgewendet wird. Die Diskussion hat sich zu einem Kampf unter Fachleuten entwickelt. Es ist an der Zeit, sich wieder auf den Sinn des Gesetzes zu konzentrieren und die Entlöhnung dieser Arbeitszeit durch den Arbeitgeber einzufordern.

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06. Oktober 2008, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Der eidgenössische Mutterschaftsurlaub ist das Minimum für alle Frauen

Die kantonalen Verwaltungen haben für ihr weibliches Personal oft grosszügigere Bestimmungen eingeführt, als sie das Bundesgesetz über den Erwerbsersatz bei Mutterschaft vorsieht. Diese grosszügigeren Bestimmungen sind jedoch manchmal an besondere Bedingungen geknüpft, wobei in allen Fällen das eidgenössische Minimum für frisch gebackene Mütter mit Erwerbstätigkeit gewährleistet ist. Dieser Umstand zeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber nach wie vor ausführlich über den Mutterschaftsurlaub informiert werden müssen.

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PD Mutterschaftsurlaub kantonale Angestellte.doc 59 KB

25. August 2008, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Travail.Suisse zum Tag der Armut: Präventive Sozialpolitik ausbauen

Eine Million Menschen sind gemäss Caritas in der Schweiz von Armut betroffen. Diese Zahl ist schockierend. Für Travail.Suisse ist klar, dass die Schweiz angesichts dieser grossen Zahl rasch eine Armutsstrategie braucht, die sich an der Idee der präventiven Sozialpolitik orientiert. mehr

Damit Armut bekämpft und wenn immer möglich verhindert werden kann, braucht die Schweiz eine Armutsstrategie, die sich an den Ideen der präventiven Sozialpolitik orientiert. Folgende drei Elemente stehen dabei im Vordergrund:

-Gute Kinderbetreuung sicherstellen: Gerade in armen Familien ist ein Zweiteinkommen meist unerlässlich. Damit die doppelte Erwerbstätigkeit nicht zu unbetreuten Kindern führt, muss die präventive Sozialpolitik eine qualitativ gute und für diese Familien erschwingliche Kinderbetreuung sicherstellen. Sonst droht die Vererbung von Armut bereits im Kleinkindalter.

- Integrative Ganztagesschulen zur Förderung der Chancengleichheit: Bildung spielt eine zentrale Rolle bei der Armutsbekämpfung. Chancengleichheit ist nur gewährleistet, wenn keine starke Selektion nach Leistungskriterien stattfindet und wenn in Ganztagesschulen auch Kindern aus tieferen sozialen Schichten Aufgabenhilfe und Betreuung zustehen.

- Jeder Jugendlicher soll eine Berufsausbildung machen können: Ausbildungslosigkeit macht arm. Damit alle Jugendlichen (mindestens) eine Berufsausbildung machen können, braucht es niederschwellige Angebote und vermehrte Anstrengungen der Arbeitgeber.

Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, die vom Parlament bereits 2006 geforderte Armutsstrategie rasch zu erarbeiten sowie die darin enthaltenen Massnahmen auf eine präventive Sozialpolitik auszurichten und möglichst rasch mit deren Umsetzung zu starten. Armutsbekämpfung kann nicht warten.

17. Oktober 2007, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon