Themen – Bildung – Fachhochschulen

Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich (ZSAV)

02. Oktober 2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik

Veradministrierung der Fachhochschulen: Die Politik muss endlich tätig werden

Schon vor vier Jahren hat Travail.Suisse mit dem Fachhochschuldozierendenverband FH-CH auf das Problem der Veradministrierung der Fachhochschulen hingewiesen. Leider ist seither von der Politik nichts unternommen worden, um dieses Problem zu entschärfen. Im Gegenteil: Travail.Suisse muss leider feststellen, dass die Veradministrierung bei den Fachhochschulen weiter fortgeschritten ist. mehr

Auch in der Bildung ist darauf zu achten, dass der einzelne Franken verantwortlich und zielgerichtet eingesetzt wird. Es ist daher sinnvoll, wenn in der Botschaft über die Förderung der Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013-2016 im Zusammenhang mit den Fachhochschulen FH auf Effizienzsteigerungen gepocht wird. Allerdings weisen die Vorschläge in die falsche Richtung. Nicht bei der Lehre oder der Forschung muss prioritär der Hebel angesetzt werden1, sondern bei der Administration. Es ist an der Zeit, eine Politik zu verfolgen, die Instrumente zur Verminderung der administrativen Kosten an den FH entwickelt. Dazu ist folgendes notwendig:

Erstens braucht es den politischen Willen dazu. Die Politik muss endlich beginnen, die Veradministrierung im Hochschulbereich zu einem ihrer Themen zu machen. Man muss den Mut haben hinzuschauen. Es ist ein Bericht zu erstellen, wie sich in den letzten zehn Jahren die Aministration und die Ausgaben für Marketing an den Fachhochschulen entwickelt haben2.

Zweitens müssen die Rechnungen der verschiedenen Fachhochschulen vergleichbar gemacht werden. Dazu muss definiert werden, was zur Administration gehört. Nur so kann die beste Praxis eruiert werden.

Drittens muss die Politik Ziele definieren. Es muss eine Benchmark festgelegt werden für die maximalen administrativen Kosten. Orientiert an dieser Benchmark sind Senkungen der Administrativkosten zu verlangen, und die Finanzierung über den Bund ist mit diesen Zielen zu verbinden.

Viertens ist auch zu überlegen, welche administrativen Auflagen gegenüber den Fachhochschulen wirklich notwendig sind und welche politischen Regelungen hohe Administrativkosten auslösen. Falls diesbezüglich Probleme festgestellt werden können, sind politische Veränderungen vorzunehmen.

Travail.Suisse rechnet damit, dass jährlich in der Administration der Fachhochschulen weit über 50 Millionen Franken gespart werden können, Geld, das zugunsten der Lehre und der Forschung eingesetzt werden kann. Die Politik muss daher endlich tätig werden.

1 http://www.admin.ch/ch/d/ff/2012/3099.pdf; Seite 3168.
2Vgl. 08.3357 – Motion „Veradministrierung der Fachhochschulen“

23. April 2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik

Autonomie: Für wen?

Autonomie ist das grosse Schlagwort der Hochschulpolitiker. Wer es verwendet, darf sich zu den Vernünftigen zählen, die wissen, worum es in der Hochschulpolitik geht. Dabei ist dieser Begriff überaus schwammig. Er bildet weder etwas ab, was in der Realität möglich ist noch löst er eines der Probleme, welche in der Hochschulpolitik zur Lösung anstehen. Travail.Suisse ist daher überzeugt, dass sich viele Diskussionen versachlichen würden, wenn dieses Schlagwort aus der Hochschulpolitik verschwinden würde.

08. März 2010, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik

Neue Hochschulkonferenz ohne Sitz für Dozierende?

Die Dozierenden sind die Garanten für die Qualität der Lehre und Forschung an den Fachhochschulen. Sie stellen aber nicht nur die Qualität sicher, sondern bringen in diese Bereiche auch ihre Praxis- und Wirtschaftserfahrung ein. Weshalb ihnen in der zu etablierenden Hochschulkonferenz kein Sitz zugestanden wird, ist unverständlich.

09. Dezember 2008, Martin Flügel, Präsident

Neue Hochschulkonferenz ohne Sitz für Dozierende?

Die Dozierenden sind die Garanten für die Qualität der Lehre und Forschung an den Fachhochschulen. Sie stellen aber nicht nur die Qualität sicher, sondern bringen in diese Bereiche auch ihre Praxis- und Wirtschaftserfahrung ein. Weshalb ihnen in der zu etablierenden Hochschulkonferenz kein Sitz zugestanden wird, ist unverständlich.

09. Dezember 2008, Martin Flügel, Präsident

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