Themen – Bildung – Berufliche Grundbildung

Für eine gerechtere Volksschule braucht es mehr Unterstützungsmassnahmen

Mit der HarmoS-Vereinbarung wollen die Kantone die Volksschule harmonisieren und die Qualität des Schulsystems weiter entwickeln. Der auszuhandelnde Staatsvertrag bietet auch Gelegenheit, bessere Voraussetzungen für eine gerechte, integrative Volksschule festzulegen. Der vorliegende Vernehmlassungsentwurf zeigt aber, dass diese Chance bisher nur halbherzig gepackt wird. Travail.Suisse fordert, dass nach dem Prinzip „Fördern statt separieren“ in der Vereinbarung systematische Unterstützungsmassnahmen für Jugendliche mit Schulschwierigkeiten vorgesehen werden.

Anhang Grösse

PD Für eine gerechtere Volksschule.doc 37 KB

25. September 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Das System der Berufsbildung verdient grosse Sorgfalt

Gemäss Bundesrat soll das finanzielle Engagement des Bundes im Bildungsbereich in den Jahren 2008 – 2011 jährlich um 4,5 Prozent wachsen. Trotz Steigerung ist es letztlich ein Abbauszenario. Allein in der Berufsbildung würde diese Entscheidung zu einem Fehlbetrag bei den Kantonen von 800 Millionen bis 1 Milliarde Franken führen. Für Travail.Suisse zeichnet sich darin eine überaus problematische Entwicklung ab. Die Aufbauarbeit von vielen Jahren wird damit gefährdet. Vier Thesen, warum Sparen in der Berufsbildung gefährlich ist.

Anhang Grösse

PD Das System der Berufsbildung verdient grosse Sorgfalt.doc 32 KB

11. September 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Berufsbildung: Wer befiehlt, bezahlt nicht unbedingt

Anfang 2004 ist das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten. Es sieht vor, dass der Bund ab dem Jahr 2008 einen Viertel der Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Berufsbildung trägt. Bis dahin sollte der Bundesbeitrag schrittweise erhöht werden. Nun will sich Bundesrat Couchepin über den erst vor kurzem geäusserten Willen des Parlaments hinwegsetzen und auf dem Buckel der Berufsbildung sparen. Er versucht, das Vakuum im eigentlich für das Dossier zuständigen Volkswirtschaftsdepartement auszunützen. Für Travail.Suisse ist klar, dass er damit gegen die Allianz der Kantone und Sozialpartner nicht durchkommen wird.

Anhang Grösse

PD Bundesausgaben Berufsbildung.doc 38 KB

28. August 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Medienkonferenz: Es braucht mehr Lehrstellen für die geburtenstarken Jahrgänge – 5000 Franken für jede zusätzliche Lehrstelle!

Die Anzahl Schulabgängerinnen und Schulabgänger befindet sich 2006 auf einem Höhepunkt. Vier Monate vor Beginn des Lehrjahres waren noch 27’000 interessierte Jugendliche ohne Lehrvertrag. Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, fordert, dass bewährte Betriebe, die kurzfristig eine zusätzliche Lehrstelle anbieten, während den Lehrbeginnsjahren 2006 bis 2009 mit 5000 Franken pro Ausbildungsjahr unterstützt werden. mehr

Anlässlich eines Mediengesprächs hat Travail.Suisse heute Vormittag in Bern auf den dringenden Handlungsbedarf beim Lehrstellenproblem hingewiesen. Die geburtenstarken Jahrgänge sind jetzt auf Lehrstellensuche. Für sie braucht es zwischen 2006 und 2009 jährlich 5’000 bis 10’000 zusätzliche Lehrstellen. Nur knapp ein Drittel aller Betriebe bildet aber gemäss letztem Lehrstellenbarometer noch aus. Dies hat fatale Folgen: Jugendliche ohne Abschluss werden zu einer Risikogruppe auf dem Arbeitsmarkt. In der Dienstleistungsgesellschaft gibt es immer weniger Jobs für Unqualifizierte. Aber die Wirtschaft erweist sich auch selber einen Bärendienst. Da die Anzahl Jugendliche auf dem Lehrstellenmarkt in ein paar Jahren wieder abnimmt, droht ein Fachkräftemangel.

Die Forderung von Travail.Suisse zur kurzfristigen Behebung des Lehrstellenmangels
Travail.Suisse fordert den Bundesrat und das Parlament deshalb auf, folgende Massnahme zu treffen: Ein Betrieb, der seit mindestens drei Jahren in der Lehrlingsausbildung tätig ist, soll – wenn er im Verhältnis zu den vorangegangenen Jahren mehr Lehrlinge ausbildet – für jede neue Lehrstelle vorübergehend mindestens 5’000 Franken pro Ausbildungsjahr erhalten. Eine entsprechende Motion wurde von Nationalrat Hugo Fasel eingereicht. Die gesetzliche Grundlage (neues Berufsbildungsgesetz Art. 13) und das Geld sind vorhanden: Aus dem Innovationsfonds des Bundes für die Berufsbildung stehen erfahrungsgemäss 15 bis 20 Millionen Franken schnell zur Verfügung, die für Projekte nicht abgeholt werden. Die Vorteile einer solchen Lösung liegen auf der Hand:

- Die Massnahme ist sofort realisierbar und nach dem Höchststand der Schulabgänger wieder abbaubar.

- Die Massnahme ist einfach und klar. Es braucht keine neuen Strukturen.

- Die Massnahme konkurrenziert das bisherige System nicht (duale Lösung).

- Die Massnahme ist kostengünstig: Die Brückenangebote der Kantone kosten 10’000 bis 20’000 Franken pro Jahr und Person.

Anhang Grösse

060706 PK Bildung Grundlagentext.doc 64 KB

Motion Hugo Fasel.doc 22 KB

06. Juli 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Kein dringender Reformbedarf für Erfolgsmodell Berufsmatura

Zur Zeit wird die Reform der Berufsmatura vorbereitet. Travail.Suisse sieht keinen Anlass, grundlegende Änderungen am Erfolgsmodell Berufsmatura vorzunehmen. Die Dachorganisation der Arbeitnehmenden hat ihre Position in 10 Thesen formuliert.

Anhang Grösse

PD Thesen Berufsmaturität.doc 42 KB

26. Juni 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon