Themen – Bildung – Berufliche Grundbildung

Travail.Suisse zur Sozialhilfestatistik: Nachholbildung muss gefördert werden

Die erste gesamtschweizerische Sozialhilfestatistik zeigt, dass junge Erwachsene ohne beruflichen Ausbildungsabschluss ein besonders hohes Sozialhilferisiko haben. Für Travail.Suisse ist das ein ernstzunehmender Hinweis dafür, dass die Nachholbildung gefördert werden muss. mehr

Bildung ist heute das A und O, um in der Berufswelt eine Chance zu haben. Es ist deshalb verständlich, dass alles unternommen werden muss, dass Jugendliche eine Berufslehre machen können. Der Bund stellt diesbezüglich den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt über den Innovationsfonds Geld für Projekte zur Lehrstellenförderung zur Verfügung. Zugleich führt er selber ein grosses Lehrstellenprojekt unter dem Titel „Chance 06“.

In den letzten Jahren haben aber viele Jugendliche trotz Anstrengungen von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt und trotz Ausbau des Lehrstellenangebots um mehr als 10 Prozent den Weg in die Berufsausbildung nicht gefunden. Für die jungen Erwachsenen über 20 Jahre muss die Nachholbildung gefördert werden. Ihnen muss eine zweite Chance gegeben werden, in die Berufsbildung einzusteigen zu können. Travail.Suisse fordert daher ein mehrjähriges Aktionsprogramm für wenig Qualifizierte Personen in der Schweiz.

15. Mai 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Integrationsbericht: Der Zugang zur Berufsbildung ist zentral für die Integration der Migrantinnen und Migranten

Bis zu 20 Prozent eines Jahrgangs ausländischer Jugendlicher – rund 3’000 junge Menschen jährlich – machen keine berufliche Ausbildung. So erstaunt es nicht, dass 25’000 ausländische Jugendliche erwerbslos sind. Der Zugang zur Berufsbildung ist für Migrantinnen und Migranten nicht nur erschwert, weil sie eine tiefere Schulbildung mitbringen, sondern auch weil sie bei der Lehrstellenselektion diskriminiert werden. Travail.Suisse fordert deshalb von der Politik Massnahmen, die ausländische Jugendliche besser an die Berufsbildung heran führen, und von der Wirtschaft faire Bewerbungsverfahren für ausländische Jugendliche.

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PD Berufsbildung als wichtiger Integrationsfaktor.doc 37 KB

08. Mai 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Die gesellschaftlichen Folgen der Ausbildungslosigkeit

Wenn nicht genügend Lehrstellen angeboten werden, hat dies langfristige gesellschaftliche Folgen, die in der aktuellen Diskussion zu wenig beachtet werden. Heute allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu bieten, ist eine Investition in die Zukunft, die sich in mehrfacher Hinsicht auszahlt.

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PD Gessellschaftliche Folgen der Ausbildungslosigkeit.doc 44 KB

03. April 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Nationale Bildungsstandards? – Ja, aber Abstimmung mit den Anforderungen der Berufsbildung notwendig

Im Rahmen eines Staatsvertrages (Harmos-Konkordat) wollen die Kantone untereinander national verbindliche Bildungsziele und Bildungsstandards schaffen. Travail.Suisse begrüsst diese Harmonisierungsbestrebungen der obligatorischen Schule. Die Dachorganisation der Arbeitnehmenden kritisiert aber, dass es bis jetzt verpasst wurde, die Anforderungen der obligatorischen Schule auch mit denjenigen der Berufsbildung abzustimmen.

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PD Nationale Bildungsstandards.doc 46 KB

27. Februar 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Lehrstellenkampagne 2006: Es gibt viele gute Gründe, Lehrlinge auszubilden

Warum sollen Betriebe Lehrlinge ausbilden? An sich sind die Gründe allen bekannt. Und trotzdem müssen sie immer wieder genannt werden. Denn Lehrstellen sind dermassen wichtig für die jungen Menschen und für eine funktionierende Wirtschaft, dass immer wieder Werbung gemacht werden muss für das Erhalten und Schaffen von Ausbildungsplätzen in Betrieben. Gerade in diesem Jahr, in dem noch einmal mehr Jugendliche die Schule verlassen und eine Lehrstelle suchen werden, ist ein erhöhtes Engagement von Seiten der Unternehmen gefragt.

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PD Lehrstellenkampagne 2006.doc 37 KB

13. Februar 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon