Themen – Bildung – Berufliche Grundbildung

Recht und Pflicht auf Ausbildung bis 18? Der Staat und die Wirtschaft müssen ihre Verantwortung wahrnehmen

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) sieht in einem staatlich garantierten Recht und einer Pflicht auf eine berufliche Grundausbildung eine Antwort auf die steigenden Sozialhilfequoten junger Erwachsener. Auch für Travail.Suisse ist klar, dass sich der Staat früher, koordinierter und verbindlicher um Risikogruppen von Jugendlichen kümmern muss. Es muss jedoch verhindert werden, dass sich die Wirtschaft aus ihrer Ausbildungsverantwortung stiehlt.

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12. Februar 2007, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Verhältnis Schweizer-Ausländer: Ein Theater für bessere Lösungen

Travail.Suisse hat ein Lehrlingsprojekt zum Thema „Verschiedene Nationalitäten im Lehrlingsalltag“ angestossen. Zu diesem Projekt gehört ein Forumtheater, das in den nächsten drei Jahren an den Berufsfachschulen gezeigt wird. Partner in diesem Projekt ist der Dachverband der Berufsfachlehrer/innen.

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27. November 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Motivationssemester: Gedanken zu einer Neuausrichtung

Motivationssemester sind ein viel nachgefragtes Angebot der Arbeitslosenversicherung an Jugendliche. Gegenwärtig wird über eine Optimierung nachgedacht. Travail.Suisse fordert unter anderem ein gesamtschweizerisches Konzept und einen neuen Namen.

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27. November 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Wieso es mehr Attestlehrstellen braucht

Zwischenlösungen nach der Schule sind für viele Jugendliche wichtig. Sie bilden aber auch eine Warteschlaufe mit ungewissem Ausgang. Mit der Einführung von mehr Attest-Lehrstellen könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

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PD Wieso es mehr Attestlehrstellen braucht.doc 38 KB

13. November 2006, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Statistische Verbesserung auf Lehrstellenmarkt, aber Grundproblem bleibt

Der Lehrstellenbarometer zeigt eine leicht verbesserte Situation. Allerdings muss von einer Verbesserung auf tiefem Niveau gesprochen werden: Für viele Jugendliche ist der Übergang in ein Lehrverhältnis immer noch sehr problematisch. Praktisch unverändert befinden sich 22’000 Jugendliche in der Warteschlaufe, 10’000 Jugendliche, die aus der Schule gekommen sind, haben noch keine Anschlusslösung. mehr

Travail.Suisse ist als Dachverband der Arbeitnehmenden froh, dass die Negativentwicklung auf dem Lehrstellenmarkt gestoppt werden konnte. Erstmals präsentiert sich eine leicht verbesserte Situation. Von einer Entwarnung kann allerdings nicht gesprochen werden. Trotz guter Konjunktur ist es nicht gelungen, allen Jugendlichen gute Perspektiven zu bieten. Über 10’000, die dieses Jahr eine Lehre beginnen wollten, befinden sich stattdessen in einer Übergangslösung. Ursprünglich gedacht zur Behebung individueller Defizite, sind solche Übergangslösungen (Brückenangebote, Motivationssemester, 10. Schuljahre, etc.) immer mehr zu Warteschlaufen geworden.

Dass es nicht mehr Jugendliche in den Warteschlaufen sind, ist auch den Jugendlichen selbst zu verdanken. Diese zeigen sich – entgegen den gängigen Unterstellungen – zunehmend kompromissbereit und nehmen offenbar auch Lehrstellen an, die nicht ihren ursprünglichen Berufswünschen entsprechen. Dies zeigt die sinkende Anzahl unbesetzter Lehrstellen. Hier ist Vorsicht geboten. Denn wer zu stark nach dem Motto „Hauptsache eine Lehrstelle“ vorgeht, bricht seine Lehre häufiger ab. Dies hat sich beispielsweise im Kanton Bern gezeigt.

Vom Ziel, dass alle Jugendlichen die Möglichkeit haben sollen, einen ihren Fähigkeiten und Wünschen angepassten Abschluss zu erreichen, ist man nach wie vor weit entfernt. Travail.Suisse erwartet deshalb von der nationalen Lehrstellenkonferenz vom 13. November, dass die gegenwärtigen Probleme noch stärker angepackt werden. Insbesondere sollten niederschwellige Angebote, wie die neue zweijährige Grundbildung (Attestlehre) stärker ausgebaut werden und das Modell der Ausbildungsverbünde stärker bekannt gemacht werden. Zudem müssen diejenigen Betriebe, die keine Ausbildungsplätze anbieten, stärker zur Kasse gebeten werden.

Zu denken geben sollte auch, dass die Berufsbildung offenbar an Attraktivität verliert. Der Lehrstellenbarometer zeigt, dass sich weniger Jugendliche für eine Lehrstelle interessieren. Hier sind vor allem die Berufsverbände aufgefordert, sich vermehrt um ihren Nachwuchs an Fachkräften zu kümmern.

30. Oktober 2006, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon