Themen – Arbeit – Managerlöhne

Swisscom: Lohnsteigerungen auf allen Ebenen

Die Lohnscheren zwischen dem Höchst- und dem Mindestlohn sowie zwischen dem durchschnittlichen Lohn pro Konzernleitungsmitglied und dem Mindestlohn haben sich bei der Swisscom im letzten Jahr weiter geöffnet. Die Entschädigung pro Konzernleitungsmitglied nahm um 10 Prozent zu, diejenige von CEO Carsten Schloter sogar um 14 Prozent. mehr

Im Laufe der letzten sechs Jahre stiegen die Entschädigungen sowohl der Konzernleitung wie auch des Verwaltungsrates kontinuierlich an. Ein Konzernleitungsmitglied der Swisscom verdiente 2007 mit 894’000 Franken 23 Prozent mehr als noch 2002, die Verwaltungsräte steigerten ihr Einkommen um 26 Prozent auf nun durchschnittlich 238’000 Franken. Auch die Entschädigung für Carsten Schloter ist mit 1.7 Millionen Franken um 14 Prozent höher als noch im Vorjahr und um 22 Prozent höher als diejenige, die Jens Alder 2002 erhielt.

Da im Verlauf der letzten Jahre der Mindestlohn von 39’000 Franken auf 45’500 Franken angehoben wurde, bleiben die Auswirkungen auf die Lohnschere über die Jahre hinweg einigermassen konstant. Seit 2002 hat sich die Lohnschere zwischen dem Höchst- und dem Mindestlohn um 6 Prozent vergrössert, diejenige zwischen der Entschädigung pro Verwaltungsrat und dem Mindestlohn um 10 Prozent.

Allerdings zeigen die Anstiege im letzten Jahr, dass es wenig braucht, bis sich die Lohnscheren wieder stärker öffnen. Travail.Suisse wird daher weiterhin ein wachsames Auge auf die Entschädigungspolitik der Swisscom werfen.

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Entschädigungen Swisscom 2002.doc 54 KB

22. April 2008, Matthias Humbel, transfair und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ascom: Trotz Turbulenzen steigen die Löhne der Konzernleitung

Die Ascom hat bewegte Jahre hinter sich. Der Konzern wurde restrukturiert und Geschäftsbereiche wurden verkauft, der Verwaltungsrat wurde verkleinert, überall wurde gespart. Ausser in einem Bereich: Die Entschädigungszahlungen für die Konzernleitung steigen weiterhin an. mehr

Auch wenn die verschiedenen personellen Veränderungen gerade auf der Position des CEO (seit 2004 hatte die Ascom drei verschiedene CEO’s plus einen Deputy CEO1) einen Vergleich über die Jahre hinweg erschweren, lässt sich für die Entschädigung für die gesamte Konzernleitung eine klare Tendenz feststellen: Steil nach oben!

Seit 2002 hat sich die durchschnittliche Entschädigung für ein Konzernleitungsmitglied um 88 Prozent erhöht. Dies hat jedoch wenig mit der wirtschaftlichen Lage zu tun, denn durch Verkäufe von Unternehmensbereichen verringerte sich der Umsatz im gleichen Zeitraum um 76 Prozent, der Personalbestand um 75 Prozent. Ausserdem resultierte über die letzten sechs Jahre ein Konzernverlust von insgesamt 204 Millionen Franken. Eine erfolgsabhängige Entschädigung sähe da wohl deutlich anders aus.

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Entschädigungen Konzernleitung Ascom 2002.doc 59 KB

15. April 2008, Matthias Humbel, transfair und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Detailhandel: Lohnerhöhungen für die Mitarbeitenden!

Auch wenn das Ergebnis der Migros durch den Rückgang des Reingewinns auf 801 Millionen Franken leicht getrübt wurde, konnten sowohl die Migros als auch Coop gute Jahresergebnisse vorweisen. Die Umsätze steigen, ebenso die Marktanteile. Und auch die Arbeitnehmenden können sich freuen: Als Resultat der jeweiligen Lohnverhandlungen erhöhen beide Konzerne die Löhne.

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14. April 2008, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Detailhandel: Lohnerhöhungen für die Mitarbeitenden!

Auch wenn das Ergebnis der Migros durch den Rückgang des Reingewinns auf 801 Millionen Franken leicht getrübt wurde, konnten sowohl die Migros als auch Coop gute Jahresergebnisse vorweisen. Die Umsätze steigen, ebenso die Marktanteile. Und auch die Arbeitnehmenden können sich freuen: Als Resultat der jeweiligen Lohnverhandlungen erhöhen beide Konzerne die Löhne.

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14. April 2008, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Clariant: Auf dem Weg der Besserung?

Nachdem Clariant 2006 durch den Rückzug von Verwaltungsratspräsident Roland Lösser aus der operativen Geschäftsleitung endlich für eine saubere Trennung der Organe gesorgt hatte, scheint sich nun auch bei der Lohnschere eine Entspannung abzuzeichnen. mehr

Auf den ersten Blick scheint bei Clariant die Vernunft zurückgekehrt zu sein, alle von Travail.Suisse ausgewiesenen Lohnscheren schliessen sich um zwischen 13% bis 22%. Soweit die guten Nachrichten.

Wie nachhaltig diese Kürzungen wirklich sind, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. So beinhaltet die 2006 als höchste Entschädigung ausgewiesene Zahlung an Roland Lösser Entschädigungen als CEO wie auch als Verwaltungsrat1. Die höchste Entschädigung für 2007 aber weist nur das Salär von CEO Jan Secher aus. Ein wesentlicher Teil der „Lohnkürzung“ geht somit auf das Konto der Entflechtung der Ämter bei der Clariant. Wie viel von dieser Lohnkürzung in den nächsten Jahren noch zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten.

Den Gürtel sicherlich nicht enger schnallen mussten die drei ausgetretenen Mitglieder der Konzernleitung. Die Abgangsentschädigung beträgt insgesamt 4.02 Millionen Franken. Dies ist besonders stossend wenn man bedenkt, dass eines der Konzernleitungsmitglieder für gerade mal drei Monate auf der Lohnliste stand.

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Lohnschere.doc 41 KB

10. April 2008, Matthias Humbel, transfair und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon