Themen – Arbeit – Managerlöhne

Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten: Warten bis zum Nimmerleinstag?

Die Managerlohnuntersuchung von Travail.Suisse bringt es an den Tag: Frauen in Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsfunktionen bilden die Ausnahme. Die gläserne Decke scheint aus Panzerglas zu sein; die Frauen haben zu den bestehenden Männerseilschaften keinen Zugang.

Anhang Grösse

PD Frauen in Geschäftsleitung und Verwaltungsrat.doc 358 KB

23. Juni 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Das Kartell der Lohnhaie: Diese Manager verdienen über 100mal mehr als ihre Mitarbeitenden

Zum vierten Mal in Folge hat Travail.Suisse eine Untersuchung zu den Managerlöhnen in 28 Schweizer Unternehmen durchgeführt. Zum ersten Mal präsentiert Travail.Suisse in diesem Zusammenhang das Kartell der Lohnhaie. Mitglieder in diesem Kartell sind die 55 Manager, deren Salär über 100mal höher ist als der tiefste in ihrem Unternehmen bezahlte Lohn.

Anhang Grösse

PD Lohnhaie.doc 150 KB

23. Juni 2008, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Managerlöhne 2007: Von Mässigung keine Spur

Die Kluft zwischen den Löhnen der Topmanager und jenen der normalen Arbeitnehmer wird nicht kleiner. Im Gegenteil. Immer deutlicher zeigt sich, dass die Topmanager in einer eigenen Welt mit eigenen Regeln leben, wo Leistung, Fleiss und Anstand keine Rolle mehr spielen. So sind denn auch Lohnerhöhungen von über 20 Prozent in diesem Umfeld gang und gäbe. mehr

Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hat heute die Resultate ihrer Managerlohnstudie präsentiert. Auch in diesem Jahr weisen die Managerlöhne im Sample von 28 Schweizer Unternehmen ganz klar in eine Richtung: steil nach oben. Lohnerhöhungen von über 10 Prozent sind die Regel, Lohnerhöhungen von über 20 Prozent keine Seltenheit – von Mässigung weit und breit keine Spur.

Helvetia Patria erhält die „Travail.Suisse-Lohnschere 2007“

Die Travail.Suisse-Lohnschere wird jeweils an das Unternehmen verliehen, in dem sich die Lohnschere zwischen dem tiefsten Lohn und dem durchschnittlichen Lohn für ein Konzernleitungsmitglied am weitesten geöffnet hat. Dieses Jahr führt die Helvetia Patria mit einer Lohnscherenöffnung von 69 Prozent die Rangliste an und tritt somit die Nachfolge der Oerlikon, dem letztjährigen Gewinner, an. Wie bereits im letzten Jahr ist somit auch dieses Jahr der Gewinner nicht unter den üblichen Verdächtigen zu finden, sondern inmitten bisher unbescholtener Unternehmen.

Travail.Suisse präsentiert das „Kartell der Lohnhaie“

Wenn es um Managerlöhne geht, kann längst nicht mehr von freiem Markt und Lohn-Wettbewerb gesprochen werden, sondern von einem Kartell der Lohnhaie, einer eigenen Kaste von Managern fern der Realität der Arbeitnehmenden. Travail.Suisse listet all jene Manager auf, deren Lohn den Tiefstlohn in ihrem Unternehmen um mindestens das Hundertfache übersteigt. Die 55 Topmanager aus 12 Unternehmen zeigen mehr als deutlich, dass sich Lohnexzesse nicht nur auf einzelne schwarze Schafe konzentrieren, sondern dass im Windschatten der bekannten Abzocker ganze Konzernleitungen nahezu unbemerkt ebenfalls im grossen Stil absahnen.

Für weitere Auskünfte:
Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik, Tel: 031/370 21 11 oder 078 850 91 19
Martin Flügel, Präsident (ab 1. September), Tel: 031/370 21 46 oder 079 743 90 05

Anhang Grösse

Text M. Flügel.doc 43 KB

Text S. Blank.doc 51 KB

Text M. Humbel.doc 43 KB

Beilagen.pdf 98 KB

23. Juni 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Versicherungen: Ungebremste Lohnexzesse

Seit Travail.Suisse die Entschädigungszahlungen des Topmanagements von 28 Schweizer Unternehmungen unter die Lupe nimmt, kennen die Managerlöhne in der Versicherungsbranche nur eine Richtung: Es geht steil aufwärts! Lohnerhöhungen von über 100 Prozent innerhalb von nur sechs Jahren sind bei weitem keine Ausnahme.

Anhang Grösse

PD Managerlöhne Versicherungen 0.doc 157 KB

02. Juni 2008, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Swatch: Rekordjahr auf dem Buckel der Angestellten

Der Swatch-Gruppe geht es wirtschaftlich gut. 2007 war ein weiteres starkes Jahr für den Bieler Uhrenkonzern. Zustande kommt der Gewinn von 1.2 Milliarden Franken aber nicht zuletzt auch wegen skandalös tiefen Löhnen für den einfachen Angestellten. Nicht von der Misere betroffen sind die Manager, deren Entschädigungen steigen weiterhin munter an. So hat sich die Entschädigung pro Konzernleitungsmitglied seit 2002 mehr als verdoppelt. mehr

2002 lag die durchschnittliche Entschädigung pro Konzernleitungsmitglied noch bei 0.8 Millionen Franken. Nur 6 Jahre später beträgt die Entschädigung pro Konzernleitungsmitglied bereits 1.7 Millionen Franken, eine Zunahme von 103 Prozent. Damit verdient ein Konzernleitungsmitglied bei Swatch 40mal mehr als ein einfacher Angestellter.

Gutgehen lässt es sich auch die Familie Hayek. Vater Nicolas G. Hayek kassierte als exekutiver Verwaltungsratspräsident 2.5 Millionen Franken, 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Entschädigung für seinen Sohn Nick Hayek wurde dieses Jahr erstmals ausgewiesen. Seine 5.6 Millionen Franken Lohn sind 133mal höher als der Mindestlohn. Ein weiterer Rekordwert für Swatch.

Gerade die Mindestlöhne in der Uhrenindustrie sind ein Ärgernis. Es gibt keinen national verbindlichen Mindestlohn, sondern regional ausgehandelte Mindestlöhne, deren Höhe auf äusserst tiefem Niveau beträchtlich schwankt. So beträgt dieser Mindestlohn im Tessin 2’400.- im Monat. In dem für Swatch wichtigen Standortkanton Neuenburg waren es 3’300.- brutto pro Monat. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, es ist Zeit, dass die Uhrenindustrie auch die Mitarbeitenden am Erfolg partizipieren lässt.

Anhang Grösse

Entschädigungen Swatch 02-07.doc 67 KB

21. Mai 2008, Matthias Humbel, transfair und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon