Themen – Arbeit – Managerlöhne

Managerlöhne: Es ist höchste Zeit für stärkere Regulierungen

Seit einiger Zeit ist die globale Wirtschaft in den Klauen der Finanzkrise gefangen. Einer der wichtigsten Auslöser für diese Krise ist das Entschädigungssystem für Manager. Ein System, dass die Gier einer Managerklasse bedient und durch falsche Anreize Bonusmaximierungen gefördert hat. Doch diese Lohnexzesse sind bei weitem kein neues Phänomen. Bereits seit 2004 prangert Travail.Suisse die Lohnexzesse der Topmanager an. Und anzuprangern gibt es einiges, stiegen doch die Löhne der Konzernleitungsmitglieder innerhalb der letzten sechs Jahre um 89 Prozent an.

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PD Managerlöhne und Finanzkrise.doc 110 KB

10. November 2008, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Impulsprogramm umsetzen – Managersaläre kontrollieren

Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, bekräftigt seine Forderung, dass mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe sofort ein Gebäudesanierungsprogramm umgesetzt werden muss. Zudem muss in der Aktienrechtsrevision auch eine griffige Kontrolle der Managerlöhne vorgesehen werden. Sonst bleibt die Abzockerinitiative ohne realen Gegenvorschlag. mehr

Gestern hat der Bundesrat die Botschaft zu dem 70-Milliarden-Rettungspaket für die UBS dem Parlament zum Abnicken übergeben. Zum Paket selbst hat das Parlament nichts mehr zu sagen. Umso wichtiger ist für Travail.Suisse, dass die vom Volk gewählten Parlamentarier/innen nicht nur eine Bank retten, sondern auch etwas für die normalen Arbeitnehmenden und gegen die horrenden Managerlöhne unternehmen.

Gebäudesanierungsprogramm sofort umsetzen

Mit der nachträglichen Genehmigung des Rettungspaketes für die UBS muss das Parlament zusätzlich ein sofortiges Impulsprogramm im Bereich der Gebäudesanierung und Energietechnologie beschliessen. Das Geld dazu ist vorhanden und das Programm kann bereits im Jahr 2009 Wirkung entfalten. Es kommt also nicht zu spät, wie so oft behauptet wird. Zudem kommt ein Gebäudesanierungsprogramm grossen, wichtigen und zukunftsträchtigen Branchen der Schweizer Wirtschaft zugute (MEM-Branche, Baugewerbe, Solarindustrie). Mit den 200 bis 400 Millionen Franken, die sofort dafür eingesetzt werden können, werden Investitionen im Umfang von gegen 2 Milliarden Franken ausgelöst.

Managersaläre sind das Problem, nicht Verwaltungsratshonorare

Die Vorschläge des Bundesrates in Bezug auf die Ergänzung der Aktienrechtsrevision sind völlig ungenügend, weil sie sich nur auf den Verwaltungsrat beziehen. Wie die Managerlohnstudien von Travail.Suisse zeigen, betreffen die horrenden Entschädigungen und die falschen Anreize vor allem das Management und nicht den Verwaltungsrat. Ohne Regelung zu den Managersalären bleibt die Aktienrechtsrevision ein zahnloser Papiertiger und ist kein valabler Gegenvorschlag zur Abzockerinitiative.

06. November 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Managerlöhne – ein ernsthaftes Problem

Die Aussage von Daniel Vasella, bei der aktuellen Diskussion über die Managerboni handle es sich um Populismus pur, greift zu kurz. Travail.Suisse zeigt seit dem Jahr 2002 mit der Managerlohnstudie, dass die explodierenden Managerlöhne und damit verbunden die sich öffnende Lohnschere ein ernsthaftes Problem sind. Die Finanzkrise trägt einzig dazu bei, den Prozess für die Einführung neuer Regulierungen zu beschleunigen. mehr

Das fehlte uns gerade noch: Daniel Vasella, der Novartis-CEO und -Verwaltungspräsident in Personalunion, meldet sich zu Wort und bezeichnet die aktuelle Diskussion über Managerboni als Populismus pur. Er täte besser daran, sich still zu verhalten. Denn die exorbitanten Managerlöhne sind seit Langem ein ernsthaftes Problem, und nicht erst seit der Finanzkrise.

Explodierende Managerlöhne: seit Jahren ein ernsthaftes Problem

Die Managerlohnstudie von Travail.Suisse zeigt jahrjährlich, auf welche unverschämte Weise die Entschädigungen in der Teppichetage explodieren. So hat Herr Vasella im Jahr 2002 20.2 Mio. Franken erhalten, im Jahr 2007 waren es bereits 34.8 Mio Franken. Die Lohnschere öffnete sich damit um 72 Prozent. Im Jahr 2007 verdiente der Novartis-Boss unfassbare 643mal mehr als sein Angestellter mit dem Tiefstlohn.

Das Salär des ehemaligen UBS-Verwaltungsratspräsidenten Marcel Ospel betrug im Jahr 2002 12.6 Mio. Franken, im Jahr 2006 26.6 Mio. Franken. Die Lohnschere hat sich innert fünf Jahren um 96 Prozent, von 1: 282 auf 1: 554 geöffnet. 1

Zurück zu Fixlöhnen und Arbeitnehmervertretung im Verwaltungsrat

Im Lichte der Finanzkrise sind die Forderungen von Travail.Suisse aktueller denn je: Zurück zu Fixlöhnen im Management und eine Arbeitnehmervertretung im Verwaltungsrat beziehungsweise im Compensation Comittee. Denn eines ist klar: Wer mit Freiheiten nicht umgehen kann, dessen Freiheit wird eingeschränkt: Jetzt kommen die Regulierungen, die kommen müssen.

1 Managerlohnstudie auf www.travailsuisse.ch

21. Oktober 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Managerlöhne 2007: Von Mässigung keine Spur

Die Kluft zwischen den Löhnen der Topmanager und jenen der normalen Arbeit-nehmer wird nicht kleiner. Im Gegenteil. Immer deutlicher zeigt sich, dass die Topmanager in einer eigenen Welt mit eigenen Regeln leben, wo Leistung, Fleiss und Anstand keine Rolle mehr spielen. So sind denn auch Lohnerhöhungen von über 20 Prozent in diesem Umfeld gang und gäbe. mehr

Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hat heute die Resultate ihrer Managerlohnstudie präsentiert. Auch in diesem Jahr weisen die Managerlöhne im Sample von 28 Schweizer Unternehmen ganz klar in eine Richtung: steil nach oben. Lohnerhöhungen von über 10 Prozent sind die Regel, Lohnerhöhungen von über 20 Prozent keine Seltenheit – von Mässigung weit und breit keine Spur.

Helvetia Patria erhält die „Travail.Suisse-Lohnschere 2007“

Die Travail.Suisse-Lohnschere wird jeweils an das Unternehmen verliehen, in dem sich die Lohnschere zwischen dem tiefsten Lohn und dem durchschnittlichen Lohn für ein Konzernleitungsmitglied am weitesten geöffnet hat. Dieses Jahr führt die Helvetia Patria mit einer Lohnscherenöffnung von 69 Prozent die Rangliste an und tritt somit die Nachfolge der Oerlikon, dem letztjährigen Gewinner, an. Wie bereits im letzten Jahr ist somit auch dieses Jahr der Gewinner nicht unter den üblichen Verdächtigen zu finden, sondern inmitten bisher unbescholtener Unternehmen.

Travail.Suisse präsentiert das „Kartell der Lohnhaie“

Wenn es um Managerlöhne geht, kann längst nicht mehr von freiem Markt und Lohn-Wettbewerb gesprochen werden, sondern von einem Kartell der Lohnhaie, einer eigenen Kaste von Managern fern der Realität der Arbeitnehmenden. Travail.Suisse listet all jene Manager auf, deren Lohn den Tiefstlohn in ihrem Unternehmen um mindestens das Hun-dertfache übersteigt. Die 55 Topmanager aus 12 Unternehmen zeigen mehr als deutlich, dass sich Lohnexzesse nicht nur auf einzelne schwarze Schafe konzentrieren, sondern dass im Windschatten der bekannten Abzocker ganze Konzernleitungen nahezu unbemerkt ebenfalls im grossen Stil absahnen.

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250607 PK Managerlöhne Text H. Fasel.doc 32 KB

250607 PK Managerlöhne Text S. Blank.doc 50 KB

250607 PK Managerlöhne Text B. Keller.doc 46 KB

Beilagen gesamt.pdf 246 KB

23. Juni 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten: Warten bis zum Nimmerleinstag?

Die Managerlohnuntersuchung von Travail.Suisse bringt es an den Tag: Frauen in Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsfunktionen bilden die Ausnahme. Die gläserne Decke scheint aus Panzerglas zu sein; die Frauen haben zu den bestehenden Männerseilschaften keinen Zugang.

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PD Frauen in Geschäftsleitung und Verwaltungsrat.doc 358 KB

23. Juni 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon