Themen – Arbeit – Managerlöhne

Aktienrechtsrevision: Arbeitnehmer im Verwaltungsrat – ein europäischer Vergleich

In den vergangenen Jahren ist der Wert der Arbeit in den Schatten eines zu stark auf Rendite und kurzfristige Gewinne ausgerichtetes Denken geraten. Die Folgen solchen von Profitgier und Eigennutz geleiteten Handelns sind heute deutlich sichtbar. Travail.Suisse fordert deshalb ein Umdenken in der Gestaltung der Corporate Governance. Arbeitnehmende müssen ein stärkeres Mitspracherecht bei Unternehmensentscheiden erhalten. Eine Übersicht über die Regelungen zu Arbeitnehmervertretern in Aufsichts- und Verwaltungsräten in sieben europäischen Ländern zeigt auf, dass die Schweiz in dieser Beziehung noch viel aufzuholen hat.

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PD Aktienrecht - Ländervergleich Mitbestimmung.doc 40 KB

20. April 2009, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

UBS: Die Zeche bezahlen die Angestellten

Die UBS befindet sich weiterhin in Schieflage. Anlässlich der gestrigen Generalversammlung musste die Grossbank wiederum katastrophale Zahlen ankünden. Angekündigt wurde auch ein weiterer drastischer Stellenabbau. In der Schweiz sollen 2’500 Stellen verschwinden, bis zu 1’500 davon durch Entlassungen. Unbeeindruckt davon gönnen sich die Top-Manager weiterhin Löhne in Millionenhöhe. Selber abkassieren und die Angestellten dafür bezahlen lassen – für Travail.Suisse ist ein solches Gebaren absolut unakzeptabel. mehr

Die Fieberkurve der UBS schlägt weiterhin deutlich aus, wiederum musste die Bank miserable Resultate ankünden, ein weiteres Mal zerplatzt die Hoffnung auf baldige Genesung einer Seifenblase gleich.

Um endlich wieder Boden unter die Füsse zu kriegen, verschreibt sich die UBS selbst eine drastische Kur und will Einsparungen von 3.5 bis 4 Milliarden Franken realisieren. Die Rechnung dafür geht einmal mehr an die einfachen Angestellten. Bis Ende 2010 will die UBS weltweit 8’700 Stellen abbauen, 2’500 davon in der Schweiz. Dies hat bis zu 1’500 Entlassungen zur Folge. 1’500 Angestellte, die für die Fehler ihrer weiterhin mit Millionengagen bezahlten Top-Manager den Kopf hinhalten müssen.

Denn trotz der Schieflage, in der sich die UBS momentan befindet, erhält ein Konzernleitungsmitglied im Durchschnitt weiterhin 2.5 Millionen Franken an Lohn. Für Travail.Suisse ist dies ein unhaltbarer, skandalöser Zustand. Es kann nicht angehen, dass auf der einen Seite aus Kostengründen 2’500 Stellen gestrichen werden, während sich die Konzernleitung weiterhin solche überrissenen Löhne gönnt.

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Entschädigungen UBS 02-08.doc 70 KB

16. April 2009, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik und Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Zurich: Lohnscheren weiterhin weit geöffnet

Anlässlich der Generalversammlung der Zurich Financial Services präsentiert Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ihre Auswertung des Entschädigungsberichtes der Zurich. Die Löhne der Verwaltungsräte und Topmanager sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, dementsprechend schlossen sich auch die Lohnscheren. Ein Effekt, der jedoch nicht von Dauer sein dürfte und der nicht zuletzt auch durch den Wertverlust des Dollars zustande gekommen ist. mehr

Die von Travail.Suisse präsentierten Zahlen zu den Managerlöhnen der Zurich weisen auf den ersten Blick auf sich schliessende Lohnscheren beim Versicherungskonzern hin. Doch auch wenn die Bonuszahlungen an das Management der Zurich für 2008 tatsächlich etwas geringer ausfielen als zuvor, gibt es auch andere Erklärungen für die tieferen Managerlöhne. Erklärungen, die mit einer Rückkehr zu vernünftigen Managerlöhnen wenig zu tun haben.

Ein wesentlicher Grund für die sich schliessenden Lohnscheren liegt darin, dass die Zurich ihre Zahlen jeweils in Dollar vorlegt, während den von Travail.Suisse ausgewiesenen Lohnscheren Werte in Franken zugrunde liegen. Seit Beginn der von Travail.Suisse durchgeführten Studie im 2002 hat der Dollar kontinuierlich an Wert verloren1. Alleine von 2007 bis 2008 fiel der Kurs des Dollars um 10 Prozent. Dies wirkt sich direkt auf die ausgewiesenen Löhne aus. Bereinigt um die fallenden Wechselkurse wären beispielsweise die Entschädigungszahlungen für die Verwaltungsratsmitglieder nicht um 6 Prozent gesunken, sondern sogar um 4 Prozent gestiegen.

Unabhängig davon bewegen sich die Lohnscheren der Zurich weiterhin in abgehobenen, realitätsfremden Sphären. Die Lohnschere zwischen dem Tiefstlohn und dem Lohn für CEO James Schiro beträgt unglaubliche 1: 210, diejenige zwischen dem Tiefstlohn und dem Durchschnittslohn für ein Konzernleitungsmitglied nicht minder unverschämte 1: 99.

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Entschädigungen Zürich 1.doc 71 KB

02. April 2009, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik und Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Aktienrechtsrevision: Arbeitnehmer in den Verwaltungsrat!

Über die letzten Jahre hinweg hat sich die Wirtschaft mehr und mehr von den Arbeitnehmenden und der von ihnen geleisteten Arbeit entfernt und sich viel zu einseitig auf die Interessen der Manager und Kapitalgeber abgestützt. Der Bedeutung der Arbeit wurde deutlich zu wenig Geltung verliehen auf der Jagd nach immer höheren Renditezielen. Die Finanzkrise hält uns nun die Quittung dafür vor. Doch jede Krise birgt auch eine Chance und diese gilt es nun zu nutzen. Travail.Suisse fordert deshalb Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat, um dem Faktor Arbeit wieder den Wert zu geben, der ihm gebührt. Die laufende Aktienrechtsrevision bietet dafür den idealen Rahmen.

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PD Aktienrecht - Arbeitnehmer in Verwaltungsrat.doc 43 KB

30. März 2009, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon

Aktienrechtsrevision: Arbeitnehmer in den Verwaltungsrat!

Über die letzten Jahre hinweg hat sich die Wirtschaft mehr und mehr von den Arbeitnehmenden und der von ihnen geleisteten Arbeit entfernt und sich viel zu einseitig auf die Interessen der Manager und Kapitalgeber abgestützt. Der Bedeutung der Arbeit wurde deutlich zu wenig Geltung verliehen auf der Jagd nach immer höheren Renditezielen. Die Finanzkrise hält uns nun die Quittung dafür vor. Doch jede Krise birgt auch eine Chance und diese gilt es nun zu nutzen. Travail.Suisse fordert deshalb Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat, um dem Faktor Arbeit wieder den Wert zu geben, der ihm gebührt. Die laufende Aktienrechtsrevision bietet dafür den idealen Rahmen.

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PD Aktienrecht - Arbeitnehmer in Verwaltungsrat.doc 43 KB

30. März 2009, Matthias Humbel, transfair Drucker-icon