Themen – Arbeit – Löhne

Gegen Lohnungleichheit und Lohndiskriminierung

Der Monat März steht dieses Jahr im Zeichen verschiedener Events zum Thema Gleichstellung von Frau und Mann. Zwei Fragen stehen dabei im Zentrum: die Lohngleichheit und die Lohndiskriminierung. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, erachtet Lohnungleichheiten als inakzeptabel, auch wenn sie zum Teil erklärbar sind. Lohndiskriminierungen bekämpft Travail.Suisse mit dem «Lohngleichheitsdialog».

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08. März 2010, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Schwierige Lohnrunde im Zeichen der Krise

Die Verbände von Travail.Suisse bewerten die Lohnrunde 2010 als zäh und relativ unergiebig. Insgesamt wird das verfügbare Einkommen der Arbeitnehmenden im nächsten Jahr zurückgehen oder bestenfalls stagnieren. Hauptthema im 2010 wird die steigende Arbeitslosigkeit sein, die es mit Kurzarbeitsverlängerung, Erhöhung der Taggelder auf 520 und Ausbildungszuschüssen für berufliche Erstausbildungen zu bekämpfen gilt. mehr

Die Lohnrunde 2010 gestaltete sich äusserst schwierig. Zwar hellten sich die wirtschaftlichen Aussichten im Verlauf der letzten paar Monate etwas auf, dafür stellten die Arbeitgeber während den Verhandlungen auf ideologisch stur.

Insbesondere im Gewerbe, das im laufenden Jahr von einer guten Auftragslage profitierte, sind die Lohnabschlüsse enttäuschend. Erwartungsgemäss waren die Lohnverhandlungen im Industriesektor unergiebig und daher setzten die Verbände den Schwerpunkt auf den Stellenerhalt. Im Bereich des Service public (Post, SBB, Swisscom) sind die Verhandlungen noch am Laufen und gestalten sich zäh. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage wird im Gastgewerbe die neue Lohnskala erst per 2012 in Kraft gesetzt.

Lohnerhöhungen reichen kaum zur Stützung des privaten Konsums
Aufgrund der negativen Teuerung von 0.4 Prozent (Prognose per Jahresende) haben die Arbeitnehmenden keinen Kaufkraftverlust zu verkraften. Die gewährten Lohnerhöhungen bleiben bescheiden im Bereich von einem Prozent. Diese werden umgehend kompensiert durch steigende Krankenkassenprämien und eine wieder anziehende Teuerung im nächsten Jahr. Insgesamt wird das verfügbare Einkommen der Arbeitnehmenden 2010 zurückgehen oder bestenfalls stagnieren.

Hauptthema 2010: die steigende Arbeitslosigkeit
Die Krise auf dem Arbeitsmarkt ist noch nicht ausgestanden, bereits im Frühjahr wird die Grenze von 200’000 Arbeitslosen überschritten. Priorität hat der Stellenerhalt, die Unternehmen müssen die Möglichkeit der verlängerten Kurzarbeit ausschöpfen. Die bereits Erwerbslosen sollen ihre Arbeitsmarktfähigkeit erhalten können. Dafür ist die Anzahl Taggelder auf 520 zu erhöhen. Zudem muss das Instrument der Ausbildungszuschüsse ausgebaut werden, das den Arbeitslosen ermöglicht, eine berufliche Grundausbildung nachzuholen.

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15. Dezember 2009, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Lohnungleichheiten – Die Lage hat sich verschlechtert und das BFS liefert keine Erklärungen mehr

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Konkrete Hinweise darauf, dass sich die Situation sogar verschlechtert, liefert die aktuellste Lohnstruktur-erhebung (LSE): Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Lohnrückstand der Frauen von 18,9 auf 19,3 Prozent ausgeweitet. Travail.Suisse, die unabhängige Organisation der Arbeitnehmenden, wartete gespannt auf Erklärungen zu dieser schlechten Neuigkeit. Vergeblich, denn wider Erwarten legt das Bundesamt für Statistik (BFS), das diese zuverlässige Statistik erstellt, eine beunruhigende Zurückhaltung an den Tag.

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PD Lohnungleichheiten - Lage hat sich verschlechtert und BFS liefert keine Erklärungen mehr.doc 61 KB

07. Dezember 2009, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Ein Lohngespräch führen, aber wie?

Lohnverhandlungen nehmen eine Schlüsselfunktion bei der Einkommensverteilung ein. Die kollektiven Lohnverhandlungen der Arbeitnehmerverbände mit der Arbeitgeberseite spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie schaffen z.B. einen allgemeinen Lohnrahmen, definieren durchschnittliche Lohnerhöhungen und ein minimales Lohnniveau. Bedeutsam sind aber auch die individuellen Lohngespräche der Arbeitnehmenden. Wer dabei allerdings erfolgreich sein möchte, muss sich gut vorbereiten. Clever 5 unterstützt die Arbeitnehmenden bei dieser Vorbereitung.

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21. September 2009, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Arbeitsplätze, gute Löhne und soziale Sicherheit jetzt!

Die Schweiz befindet sich mitten in einer tiefen Wirtschaftskrise. Und das Schlimmste steht uns noch bevor. Die bisherigen Entlassungen bei sind nur der Vorgeschmack. Die Arbeitslosigkeit wird vermutlich auf 250’000 Arbeitslose steigen. So viel wie noch nie in der Schweiz. Jetzt braucht es eine mutige und wirksame Politik gegen die Krise und für den Schutz der sozialen Sicherheit.

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PD Arbeitsplätze Löhne und soziale Sicherheit jetzt.doc 30 KB

24. August 2009, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon