Themen – Arbeit – Arbeitsmarkt

Sonntagsarbeit: Es geht um unsere Freizeit, nicht um Arbeitsplätze!

Am 27. November 2005 stimmen wir über die Beibehaltung eines möglichst freien Sonntags und somit mehr Lebensqualität ab. Die Befürworter der Ausweitung der Sonntagsarbeit spielen auf der erwarteten Klaviatur. Sie verbreiten Angst, indem sie behaupten, bei einem Nein würden Arbeitsplätze verloren gehen und die Konsumentinnen und Konsumenten könnten am Sonntag nicht mehr auf Bahnhöfen einkaufen. Diese Argumente sind auch dann falsch, wenn ein Bundesrat und der SBB-Chef sie verkünden.

10. Oktober 2005, Arno Kerst, Vizepräsident Syna

Erwerbslose Jugendliche – jetzt handeln!

Die Jugendarbeitslosenrate ist im September bereits wieder auf 5.4 Prozent. Diese markante Höhe kann nicht mit der Konjunkturlage erklärt werden. Es sind vielmehr demo-graphische und strukturelle Faktoren dafür verantwortlich. Das Problem der jugendlichen Arbeitslosen wird die Schweiz noch die nächsten zehn Jahre weiter beschäftigen – zu lang um zu zuschauen, denn die volkswirtschaftlichen Folgen wären verheerend. Es ist zu prüfen, ob das Volkswirtschaftsdepartement seine Hausaufgaben gemacht hat und die Wirtschaft ist aufgefordert, den Jugendlichen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. mehr

Im September waren 5.4 Prozent der Jugendlichen erwerbslos. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Rate der 20 – 24 Jährigen um 0.1 Prozent auf 6.1 Prozent, die der 15 – 19 Jährigen sank um 0.1 Prozent auf 4.4 Prozent. Es ist zu befürchten, dass die Jugendarbeitslosenrate per Dezember auf einen weiteren erschreckenden Rekordstand – noch höher als Anfang Jahr mit 5.5 Prozent – steigen wird.

Problem Jugendarbeitslosigkeit noch weitere zehn Jahre
Die Konjunktur ist nicht schuld daran – die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt und die Ertragslage ist noch viel versprechender als letztes Jahr. Es sind vor allem demographische und strukturelle Faktoren dafür verantwortlich. Klar ist, dass das Problem Jugendarbeitslosigkeit uns noch die nächsten zehn Jahre beschäftigen wird – zu lange, um zuzuschauen und abzuwarten. Denn eine über Jahre mangelhafte Integration der Jungen in den Arbeitsmarkt ist eine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Zeitbombe.

Travail.Suisse fordert:

- Überprüfen, ob das Volkswirtschaftsdepartement seine Hausaufgaben – Erhöhung der Anzahl Motivationssemester und Praktikaplätze – gemacht hat.

- Generell müssen für alle erwerbslosen Jugendlichen im Rahmen der Arbeitslosenversicherung Beschäftigungs- und Weiterbildungsprogramme angeboten werden, die auf die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen zugeschnitten sind. Damit wird für den Betroffenen eine Tagesstruktur erhalten, und das Risiko, an den Rand der Gesellschaft abgedrängt zu werden, verringert.

- Die Wirtschaft, die mit guten Gewinnaussichten das laufende Jahr beendet, soll ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen: Lehrabgänger weiter beschäftigen und junge Leute anstellen, damit diese erste Berufserfahrungen sammeln können.

07. Oktober 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Jugendliche Arbeitslose: Die Lage spitzt sich dramatisch zu

Seit Juli – gleichzeitig mit den Schul- und Lehrabschlüssen – nimmt die Zahl der Jugendlichen ohne Stelle und Ausbildungsplatz wieder zu. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass die im Februar durch das Volkswirtschaftsdepartement festgelegten Zielsetzungen überprüft werden. Falls diese nicht erreicht wurden, sind weitergehende Massnahmen zu treffen.

12. September 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Sonntagsarbeit: Wir lassen uns keine Bären aufbinden

Am letzten Mai-Sonntag fand in Zürich ein Sonntagsverkauf zum Start in den «Teddy-Summer» statt. Dabei wurde einmal mehr klar: Der Franken kann nur einmal ausgegeben werden.

29. August 2005, Arno Kerst, Vizepräsident Syna

Es droht eine steigende Sockelarbeitslosigkeit

Es ist zu befürchten, dass die Sockelarbeitslosigkeit in der Schweiz in nächster Zeit massiv steigen wird. Die Sockelarbeitslosigkeit steht in Zusammenhang mit der Langzeitarbeitslosigkeit, und diese ist oftmals gekennzeichnet durch ein tiefes Qualifikationsniveau der Betroffenen. Bei der Qualifikation muss deshalb angesetzt werden: Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass der Gefahr der stetig steigenden Sockelarbeitslosigkeit mit Aus- und Weiterbildungsmassnahmen begegnet wird.

20. Juni 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

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