Themen – Arbeit – Arbeitsmarkt

Die Botschaft der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ist klar: Sonntagsarbeit muss die Ausnahme bleiben

Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, bedauert die – wenn auch äusserst knappe – Annahme der Revision des Arbeitsgesetzes durch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Der grosse Nein-Anteil sowie die Ablehnung der Vorlage durch die Mehrheit der Kantone zeigt auf, dass jeder weitere Versuch, die Sonntagsarbeit zu liberalisieren, zum Scheitern verurteilt ist. Die Botschaft der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ist eine unmissverständliche: Sonntagsarbeit muss die Ausnahme bleiben. mehr

Das Stimmvolk hat sich heute äusserst knapp für die Ausdehnung der Sonntagsarbeit auf die öffentlichen Zentren des Verkehrs ausgesprochen. Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, bedauert diesen Entscheid. Das sehr knappe Resultat zeigt auf, dass der Widerstand gegen eine Liberalisierung der Sonntagsarbeit gross ist und jede weitergehende Vorlage zum Scheitern verurteilt ist. Dessen muss sich der Nationalrat nächste Woche bewusst sein, wenn es um die Motion geht, welche die totale Liberalisierung der Sonntagsarbeit im Detailhandel und gesamten Dienstleistungssektor verlangt.

Für Travail.Suisse steht fest, dass Sonntagsarbeit die Ausnahme bleiben muss. Der Sonntag hat seinen kulturellen und gesellschaftlichen Wert als kollektiver Ruhetag. Jegliche weitere Ausdehnung der Sonntagsarbeit ist inakzeptabel.

27. November 2005, Therese Schmid, Leiterin Administration Drucker-icon

Rekordarbeitsmangel trotz Rekordgewinnen

Die Schweizer Unternehmen dürfen fürs laufende Jahr mit weiteren Höchstgewinnen rechnen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt indes angespannt. Stellen werden trotz Rekordergebnissen kaum geschaffen. Rund 573’000 Personen haben keine oder ungenügend Arbeit. Das Defizit der Arbeitslosenversicherung steigt weiter an. Eine Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes wird rascher als erwartet notwendig.

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14. November 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Angespannter Arbeitsmarkt trotz guter Konjunktur

Die Arbeitsmarktsituation bleibt trotz guter Konjunktur unverändert angespannt. Schweizweit haben rund 573’000 Personen keine oder ungenügend Arbeit. Die Firmen dürfen für das laufende Jahr wieder mit Rekordergebnissen rechnen, schaffen aber kaum neue Stellen. Das Defizit der Arbeitslosenversicherung steigt, und eine Revision des Ar-beitslosenversicherungsgesetzes kommt schneller als erwartet. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, wehrt sich gegen einen Leistungsabbau und fordert die Wiedereinführung des Solidaritätsprozents. mehr

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) weist für den Oktober 2005 eine mit 3.7 Prozent wieder steigende Arbeitslosigkeit aus. Das Bundesamt für Statistik bestätigt diese Entwicklung: Die Erwerbslosenquote gemäss internationaler Definition erhöhte sich auf 4.5 Prozent. Auch die Unterbeschäftigungsquote – der Teil der Erwerbsbevölkerung, welche ihr Arbeits-pensum erhöhen möchte – stieg auf 9.3 Prozent. Ingesamt machen die Erwerbslosen- und die Unterbeschäftigungsquote rund 13.8 Prozent aus – 0.4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Arbeitsmangel war noch nie so hoch wie heute trotz weiterer Rekordgewinne
Das bedeutet, dass schweizweit 263’000 Vollzeitstellen fehlen, beziehungsweise 573’000 Personen keine oder ungenügend Arbeit haben. Dies ist umso stossender, als dass die Finanzanalysten für das laufende Jahr weitere Rekordgewinne voraussagen.

Finanzielle Situation der Arbeitslosenversicherung verschlechtert sich
Die düstere Arbeitsmarktsituation verschlechtert die Finanzen der Arbeitslosenversicherung. Die Schulden der Arbeitslosenkasse werden schneller als erwartet die 2.5 Prozent – das heisst ungefähr 5.5 bis 6 Milliarden Franken – der von der Beitragspflicht erfassten Lohnsumme erreichen. Damit ist es wahrscheinlich, dass der Bund schon im nächsten Jahr eine neue Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes aufgleisen muss. Für Travail.Suisse steht fest, dass keinesfalls Leistungen abgebaut werden dürfen. Dafür ist das das Solidaritätsprozent wieder einzuführen.

07. November 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ausdehnung der Sonntagsarbeit: ein Verlustgeschäft

Sollen die Arbeitnehmenden künftig mehr Sonntagsarbeit leisten müssen? Sollen sie den Sonntag als Freiraum für Familie und Bekannte, für Erholung und Spiel verlieren? Darüber können wir am 27. November entscheiden. Es geht also nicht nur um die Sonntagsarbeit in den Verkaufsläden innerhalb der Bahnhöfe, es geht um die weitere Liberalisierung der Sonntagsarbeit überhaupt.

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31. Oktober 2005, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 Drucker-icon

Sonntagsarbeit: Es geht um unsere Freizeit, nicht um Arbeitsplätze!

Am 27. November 2005 stimmen wir über die Beibehaltung eines möglichst freien Sonntags und somit mehr Lebensqualität ab. Die Befürworter der Ausweitung der Sonntagsarbeit spielen auf der erwarteten Klaviatur. Sie verbreiten Angst, indem sie behaupten, bei einem Nein würden Arbeitsplätze verloren gehen und die Konsumentinnen und Konsumenten könnten am Sonntag nicht mehr auf Bahnhöfen einkaufen. Diese Argumente sind auch dann falsch, wenn ein Bundesrat und der SBB-Chef sie verkünden.

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PD Es geht um unsere Freizeit nicht um Arbeitsplätze!.doc 36 KB

10. Oktober 2005, Arno Kerst, Vizepräsident Syna Drucker-icon