Themen – Arbeit – Arbeitsbedingungen

NEIN zu mehr Nachtarbeit!

Unterschreiben Sie das Referendum gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Tankstellenshops! Sie finden eine Unterschriftenkarte im Anhang.

Seit dem Jahr 2006 wurden 90% der kantonalen Abstimmungen zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten verworfen. Längeres Shoppen und Lädele rund um die Uhr wird von der Stimmbevölkerung nicht gewünscht. Doch das Parlament schert sich einen Deut darum. Nun wird versucht durch rund um die Uhr Öffnungszeiten bei Tankstellenshops die Ladenöffnungszeiten auszudehnen. Dagegen wehren wir uns!

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Unterschriftenbogen NEIN zu mehr Nachtarbeit A5 DE - TravailSuisse.pdf 2216 KB

13. Februar 2013, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

NEIN zu mehr Nachtarbeit!

Unterschreiben Sie das Referendum gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Tankstellenshops! Sie finden eine Unterschriftenkarte im Anhang.

Seit dem Jahr 2006 wurden 90% der kantonalen Abstimmungen zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten verworfen. Längeres Shoppen und Lädele rund um die Uhr wird von der Stimmbevölkerung nicht gewünscht. Doch das Parlament schert sich einen Deut darum. Nun wird versucht durch rund um die Uhr Öffnungszeiten bei Tankstellenshops die Ladenöffnungszeiten auszudehnen. Dagegen wehren wir uns!

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Unterschriftenbogen NEIN zu mehr Nachtarbeit A5 DE - TravailSuisse.pdf 2216 KB

13. Februar 2013, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Kündigungen im Spital „La Providence“ : Bundesrat Schneider-Ammann muss intervenieren!

Gestern hat die Direktion des Spitals „La Providence“ in Neuenburg anlässlich einer Medienkonferenz bekannt gegeben, dass sie das Arbeitsverhältnis der 22 Angestellten fristlos kündigt, die sich mit einem Streik für die Fortführung des bestehenden Gesamtarbeitsvertrags wehren. Die Angestellten sind vorab nicht über diesen Schritt informiert worden. Diese Nachricht habe bei dem versammelten Vorstand von Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, grosse Bestürzung ausgelöst. mehr

Es darf in der Schweiz nicht möglich sein – und ist auch rechtlich nicht haltbar –, dass Mitarbeitende mit einer fristlosen Kündigung rechnen müssen, wenn sie sich mit einem verfassungsmässigen Recht für die Sozialpartnerschaft einsetzen. Falls das Spital „La Providence“ mit diesem Vorgehen Erfolg hat, würde dies der Institution Sozialpartnerschaft und damit einem der wichtigsten Trümpfe der Schweiz im internationalen Standortwettbewerb einen immensen und kaum wieder gut zu machenden Schaden zufügen.

Der Vorstand von Travail.Suisse hat Bundesrat Schneider-Ammann heute schriftlich gebeten, bei den Verantwortlichen des Spitals „La Providence“ zu intervenieren, zwischen den Parteien zu vermitteln und sich für eine verlässliche Sozialpartnerschaft einzusetzen.

05. Februar 2013, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Kündigungen im Spital „La Providence“ : Bundesrat Schneider-Ammann muss intervenieren!

Gestern hat die Direktion des Spitals „La Providence“ in Neuenburg anlässlich einer Medienkonferenz bekannt gegeben, dass sie das Arbeitsverhältnis der 22 Angestellten fristlos kündigt, die sich mit einem Streik für die Fortführung des bestehenden Gesamtarbeitsvertrags wehren. Die Angestellten sind vorab nicht über diesen Schritt informiert worden. Diese Nachricht habe bei dem versammelten Vorstand von Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, grosse Bestürzung ausgelöst. mehr

Es darf in der Schweiz nicht möglich sein – und ist auch rechtlich nicht haltbar –, dass Mitarbeitende mit einer fristlosen Kündigung rechnen müssen, wenn sie sich mit einem verfassungsmässigen Recht für die Sozialpartnerschaft einsetzen. Falls das Spital „La Providence“ mit diesem Vorgehen Erfolg hat, würde dies der Institution Sozialpartnerschaft und damit einem der wichtigsten Trümpfe der Schweiz im internationalen Standortwettbewerb einen immensen und kaum wieder gut zu machenden Schaden zufügen.

Der Vorstand von Travail.Suisse hat Bundesrat Schneider-Ammann heute schriftlich gebeten, bei den Verantwortlichen des Spitals „La Providence“ zu intervenieren, zwischen den Parteien zu vermitteln und sich für eine verlässliche Sozialpartnerschaft einzusetzen.

05. Februar 2013, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Mit Pausen am Arbeitsplatz die Leistungsfähigkeit und Gesundheit erhalten

In der letztjährigen Abstimmungskampagne rund um die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ zeigte sich klar, dass die zunehmende Belastung am Arbeitsplatz für die Stimmbevölkerung ein bedeutsames Problem ist. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, will sich für mehr Ausgleich am Arbeitsplatz einsetzen, in Form von Pausen und Kurzpausen. mehr

Vor genau einem Jahr starteten Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände den Abstimmungskampf für die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“. Trotz des negativen Abstimmungsergebnisses zeigte sich klar, dass die zusätzliche Belastung am Arbeitsplatz für die Arbeitnehmenden ein immer bedeutsameres und dringlicheres Problem wird.

Zunehmende Belastung am Arbeitsplatz wird als Problem empfunden

Die VOX-Analyse (Analyse eidgenössischer Urnengänge) über die Abstimmung vom 11. März 2012 bestätigt, dass Travail.Suisse mit der Forderung nach mehr Ausgleich den Nerv der Zeit getroffen hat. Mit dieser wichtigen Rückmeldung fühlen wir uns bestärkt, uns weiterhin für mehr Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einzusetzen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Pro-Argumente bei der Stimmbevölkerung die höchste Zustimmung fanden. Insgesamt 94 Prozent der Ja-Stimmenden waren der Meinung, dass die höhere Gangart in der Arbeitswelt längere Erholungsphasen bedingt. Sogar eine Mehrheit der Nein-Stimmenden war mit unserem Gerechtigkeitsargument einverstanden. Sie bejahten, dass von der gestiegenen Produktivität der letzten Jahre auch die Arbeitnehmenden profitieren sollen.

In den letzten Jahren ist die Produktivitätin der Schweizer Wirtschaft massiv gestiegen. Arbeitnehmende sollen dafür belohnt werden.

Einverstanden: Total: 66 %; JA-Stimmende: 94 %; NEIN-Stimmende: 52 %

Die höhere Gangart in der Arbeitswelt bedingt längere Erholungsfristen.

Einverstanden: Total: 63 %; JA-Stimmende; 94 %, NEIN-Stimmende: 48 %

Das Argument „Ferien vernichtet Arbeitsplätze“ zog nicht

Hingegen fand das Argument, die Initiative schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und gefährde Arbeitsplätze, bei den Befragten die geringste Zustimmung. Das ist umso erstaunlicher, als die ganze kostspielige Gegenkampagne von economiesuisse genau auf dieses einzige Argument abzielte.

Insgesamt zeigt die Vox-Analyse, dass die Bevölkerung die zunehmende Belastung als Problem empfindet. Die Stimmbevölkerung hat allerdings unseren Lösungsansatz „Mehr Ferien für alle“ nicht als angemessen beurteilt.

Die steigende Belastung erhöht das Invaliditätsrisiko

Für Travail.Suisse ist klar. Das Thema Stress und Gesundheit am Arbeitsplatz bleibt hochaktuell und wird sich in den kommenden Jahren mit der demografischen Alterung der Erwerbsbevölkerung noch akzentuieren. Wenn wir wollen, dass die Erwerbstätigen bis zum regulären Rentenalter im Arbeitsprozess bleiben, dann müssen die zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz auch durch zunehmende Erholungszeiten kompensiert werden. Bereits heute steigt das Risiko, invalid zu werden, bei den Erwerbstätigen ab 55 Jahren stark an. Dieses Risiko wird sich einer alternden Arbeitnehmerschaft bei steigender Belastung und gleich bleibender Erholungszeit noch weiter erhöhen.

Mehr Pausen erhalten die Produktivität und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus

Auch in Zukunft will sich Travail.Suisse deshalb für mehr Ausgleichs- und Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einsetzen. Hilfreich sind dabei die Erkenntnisse aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Über die Wechselwirkungen von Arbeitszeit, Ermüdung und Leistung wird seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts intensiv geforscht. Die erholungsfördernde Wirkung von Pausen und Kurzpausen ist wissenschaftlich belegt und breit anerkannt.

Das Verhältnis von Belastung und Erholung ist von entscheidender Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden. Wenn die Belastung nicht mehr genügend kompensiert werden kann durch eine Erholungsphase, dann sinkt die Produktivität der Arbeitnehmenden. Es passieren mehr Fehler und die Unfallquote steigt. Mangelnde Erholung führt auch zu gesundheitlichen Beschwerden und krankheitsbedingten Fehltagen der Arbeitnehmenden.

Travail.Suisse wird sich dem Thema „Pausen am Arbeitsplatz“ in den kommenden Monaten vermehrt annehmen. Ziel ist, dass die Arbeitnehmenden das Recht haben, über den Arbeitstag hinweg genügend Pausen zu machen und so ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität zu erhalten.

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PD Ferien und Pausen.doc 120 KB

28. Januar 2013, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon