Themen – Arbeit – Arbeitsbedingungen

Mit Pausen am Arbeitsplatz die Leistungsfähigkeit und Gesundheit erhalten

In der letztjährigen Abstimmungskampagne rund um die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ zeigte sich klar, dass die zunehmende Belastung am Arbeitsplatz für die Stimmbevölkerung ein bedeutsames Problem ist. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, will sich für mehr Ausgleich am Arbeitsplatz einsetzen, in Form von Pausen und Kurzpausen. mehr

Vor genau einem Jahr starteten Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände den Abstimmungskampf für die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“. Trotz des negativen Abstimmungsergebnisses zeigte sich klar, dass die zusätzliche Belastung am Arbeitsplatz für die Arbeitnehmenden ein immer bedeutsameres und dringlicheres Problem wird.

Zunehmende Belastung am Arbeitsplatz wird als Problem empfunden

Die VOX-Analyse (Analyse eidgenössischer Urnengänge) über die Abstimmung vom 11. März 2012 bestätigt, dass Travail.Suisse mit der Forderung nach mehr Ausgleich den Nerv der Zeit getroffen hat. Mit dieser wichtigen Rückmeldung fühlen wir uns bestärkt, uns weiterhin für mehr Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einzusetzen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Pro-Argumente bei der Stimmbevölkerung die höchste Zustimmung fanden. Insgesamt 94 Prozent der Ja-Stimmenden waren der Meinung, dass die höhere Gangart in der Arbeitswelt längere Erholungsphasen bedingt. Sogar eine Mehrheit der Nein-Stimmenden war mit unserem Gerechtigkeitsargument einverstanden. Sie bejahten, dass von der gestiegenen Produktivität der letzten Jahre auch die Arbeitnehmenden profitieren sollen.

In den letzten Jahren ist die Produktivitätin der Schweizer Wirtschaft massiv gestiegen. Arbeitnehmende sollen dafür belohnt werden.

Einverstanden: Total: 66 %; JA-Stimmende: 94 %; NEIN-Stimmende: 52 %

Die höhere Gangart in der Arbeitswelt bedingt längere Erholungsfristen.

Einverstanden: Total: 63 %; JA-Stimmende; 94 %, NEIN-Stimmende: 48 %

Das Argument „Ferien vernichtet Arbeitsplätze“ zog nicht

Hingegen fand das Argument, die Initiative schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und gefährde Arbeitsplätze, bei den Befragten die geringste Zustimmung. Das ist umso erstaunlicher, als die ganze kostspielige Gegenkampagne von economiesuisse genau auf dieses einzige Argument abzielte.

Insgesamt zeigt die Vox-Analyse, dass die Bevölkerung die zunehmende Belastung als Problem empfindet. Die Stimmbevölkerung hat allerdings unseren Lösungsansatz „Mehr Ferien für alle“ nicht als angemessen beurteilt.

Die steigende Belastung erhöht das Invaliditätsrisiko

Für Travail.Suisse ist klar. Das Thema Stress und Gesundheit am Arbeitsplatz bleibt hochaktuell und wird sich in den kommenden Jahren mit der demografischen Alterung der Erwerbsbevölkerung noch akzentuieren. Wenn wir wollen, dass die Erwerbstätigen bis zum regulären Rentenalter im Arbeitsprozess bleiben, dann müssen die zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz auch durch zunehmende Erholungszeiten kompensiert werden. Bereits heute steigt das Risiko, invalid zu werden, bei den Erwerbstätigen ab 55 Jahren stark an. Dieses Risiko wird sich einer alternden Arbeitnehmerschaft bei steigender Belastung und gleich bleibender Erholungszeit noch weiter erhöhen.

Mehr Pausen erhalten die Produktivität und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus

Auch in Zukunft will sich Travail.Suisse deshalb für mehr Ausgleichs- und Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einsetzen. Hilfreich sind dabei die Erkenntnisse aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Über die Wechselwirkungen von Arbeitszeit, Ermüdung und Leistung wird seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts intensiv geforscht. Die erholungsfördernde Wirkung von Pausen und Kurzpausen ist wissenschaftlich belegt und breit anerkannt.

Das Verhältnis von Belastung und Erholung ist von entscheidender Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden. Wenn die Belastung nicht mehr genügend kompensiert werden kann durch eine Erholungsphase, dann sinkt die Produktivität der Arbeitnehmenden. Es passieren mehr Fehler und die Unfallquote steigt. Mangelnde Erholung führt auch zu gesundheitlichen Beschwerden und krankheitsbedingten Fehltagen der Arbeitnehmenden.

Travail.Suisse wird sich dem Thema „Pausen am Arbeitsplatz“ in den kommenden Monaten vermehrt annehmen. Ziel ist, dass die Arbeitnehmenden das Recht haben, über den Arbeitstag hinweg genügend Pausen zu machen und so ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität zu erhalten.

28. Januar 2013, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Mit Pausen am Arbeitsplatz die Leistungsfähigkeit und Gesundheit erhalten

In der letztjährigen Abstimmungskampagne rund um die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ zeigte sich klar, dass die zunehmende Belastung am Arbeitsplatz für die Stimmbevölkerung ein bedeutsames Problem ist. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, will sich für mehr Ausgleich am Arbeitsplatz einsetzen, in Form von Pausen und Kurzpausen. mehr

Vor genau einem Jahr starteten Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände den Abstimmungskampf für die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“. Trotz des negativen Abstimmungsergebnisses zeigte sich klar, dass die zusätzliche Belastung am Arbeitsplatz für die Arbeitnehmenden ein immer bedeutsameres und dringlicheres Problem wird.

Zunehmende Belastung am Arbeitsplatz wird als Problem empfunden

Die VOX-Analyse (Analyse eidgenössischer Urnengänge) über die Abstimmung vom 11. März 2012 bestätigt, dass Travail.Suisse mit der Forderung nach mehr Ausgleich den Nerv der Zeit getroffen hat. Mit dieser wichtigen Rückmeldung fühlen wir uns bestärkt, uns weiterhin für mehr Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einzusetzen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Pro-Argumente bei der Stimmbevölkerung die höchste Zustimmung fanden. Insgesamt 94 Prozent der Ja-Stimmenden waren der Meinung, dass die höhere Gangart in der Arbeitswelt längere Erholungsphasen bedingt. Sogar eine Mehrheit der Nein-Stimmenden war mit unserem Gerechtigkeitsargument einverstanden. Sie bejahten, dass von der gestiegenen Produktivität der letzten Jahre auch die Arbeitnehmenden profitieren sollen.

In den letzten Jahren ist die Produktivitätin der Schweizer Wirtschaft massiv gestiegen. Arbeitnehmende sollen dafür belohnt werden.

Einverstanden: Total: 66 %; JA-Stimmende: 94 %; NEIN-Stimmende: 52 %

Die höhere Gangart in der Arbeitswelt bedingt längere Erholungsfristen.

Einverstanden: Total: 63 %; JA-Stimmende; 94 %, NEIN-Stimmende: 48 %

Das Argument „Ferien vernichtet Arbeitsplätze“ zog nicht

Hingegen fand das Argument, die Initiative schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und gefährde Arbeitsplätze, bei den Befragten die geringste Zustimmung. Das ist umso erstaunlicher, als die ganze kostspielige Gegenkampagne von economiesuisse genau auf dieses einzige Argument abzielte.

Insgesamt zeigt die Vox-Analyse, dass die Bevölkerung die zunehmende Belastung als Problem empfindet. Die Stimmbevölkerung hat allerdings unseren Lösungsansatz „Mehr Ferien für alle“ nicht als angemessen beurteilt.

Die steigende Belastung erhöht das Invaliditätsrisiko

Für Travail.Suisse ist klar. Das Thema Stress und Gesundheit am Arbeitsplatz bleibt hochaktuell und wird sich in den kommenden Jahren mit der demografischen Alterung der Erwerbsbevölkerung noch akzentuieren. Wenn wir wollen, dass die Erwerbstätigen bis zum regulären Rentenalter im Arbeitsprozess bleiben, dann müssen die zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz auch durch zunehmende Erholungszeiten kompensiert werden. Bereits heute steigt das Risiko, invalid zu werden, bei den Erwerbstätigen ab 55 Jahren stark an. Dieses Risiko wird sich einer alternden Arbeitnehmerschaft bei steigender Belastung und gleich bleibender Erholungszeit noch weiter erhöhen.

Mehr Pausen erhalten die Produktivität und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus

Auch in Zukunft will sich Travail.Suisse deshalb für mehr Ausgleichs- und Erholungszeit für die Arbeitnehmenden einsetzen. Hilfreich sind dabei die Erkenntnisse aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Über die Wechselwirkungen von Arbeitszeit, Ermüdung und Leistung wird seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts intensiv geforscht. Die erholungsfördernde Wirkung von Pausen und Kurzpausen ist wissenschaftlich belegt und breit anerkannt.

Das Verhältnis von Belastung und Erholung ist von entscheidender Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden. Wenn die Belastung nicht mehr genügend kompensiert werden kann durch eine Erholungsphase, dann sinkt die Produktivität der Arbeitnehmenden. Es passieren mehr Fehler und die Unfallquote steigt. Mangelnde Erholung führt auch zu gesundheitlichen Beschwerden und krankheitsbedingten Fehltagen der Arbeitnehmenden.

Travail.Suisse wird sich dem Thema „Pausen am Arbeitsplatz“ in den kommenden Monaten vermehrt annehmen. Ziel ist, dass die Arbeitnehmenden das Recht haben, über den Arbeitstag hinweg genügend Pausen zu machen und so ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität zu erhalten.

28. Januar 2013, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Gegen Salamitaktik bei Nacht- und Sonntagsarbeit

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, unterstützt das Referendum gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops. Das hat der Vorstand an seiner gestrigen Sitzung entschieden. Er hat zudem sowohl für den Verfassungsartikel zur Familienpolitik wie für das revidierte Raumplanungsgesetz, die am 3. März 2013 zur Abstimmung kommen werden, die Ja-Parole beschlossen. mehr

Der Vorstand von Travail.Suisse will keine zusätzliche Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops. Dieses Vorhaben ist ein weiterer Schritt in Richtung der totalen Liberalisierung der Nacht- und Sonntagsarbeit. Sonntags- und Nachtarbeit führen erwiesenermassen zu gesundheitlichen Problemen und schränken das soziale Leben der betroffenen Arbeitnehmenden und ihrer Familien stark ein. Mit dem Detailhandel ist zudem eine Branche betroffen, in welcher es kaum Gesamtarbeitsverträge gibt und wo die Beschäftigten bereits heute in teilweise prekären Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.

In vielen Kantonen wurde in den letzten Jahren die Liberalisierung der Öffnungszeiten im Detailhandel von der Stimmbevölkerung abgelehnt. Auch in Bezug auf die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Tankstellenshops soll das Volk das letzte Wort haben.

Abstimmungen vom 3. März 2013: Ja zum Familienartikel und zum Raumplanungsgesetz

Der Vorstand von Travail.Suisse sagt Ja zum Verfassungsartikel über die Familienpolitik. Eine aktivere Rolle des Bundes in der Familienpolitik und insbesondere bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist angesichts der demografischen Entwicklung dringend angezeigt. Mit dem Verfassungsartikel wird ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer umfassenden Familienpolitik getan.

Bezüglich der Revision des Raumplanungsgesetzes hat sich der Vorstand von Travail.Suisse ebenfalls für ein Ja ausgesprochen. Das revidierte Raumplanungsgesetz bremst die Zersiedelung, bewahrt die landschaftliche Qualität der Schweiz und sichert gleichzeitig ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hat der Vorstand von Travail.Suisse zur Abzockerinitiative die Nein-Parole beschlossen.

13. Dezember 2012, Therese Schmid, Leiterin Administration

Totalangriff auf Detailhandelsangestellte geht weiter – Referendum ist unausweichlich

Die bürgerliche Mehrheit des Nationalrats führt in den Tankstellenshops den 24-Stunden Betrieb ein. Das ist ein unnötiger Deregulierungsschritt im ganzen Detailhandel mit negativen Folgen für die Angestellten. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, wehrt sich dagegen. Das Referendum wird unausweichlich.
mehr

Mit den 24-Stunden Öffnungszeiten in den Tankstellenshops ist es den Bürgerlichen im Nationalrat gelungen, den Arbeitnehmerschutz, insbesondere bei Nacht und Sonntagsarbeit, weiter zu verwässern.

Unnötige Liberalisierung zu Lasten der Angestellten

Für Travail.Suisse ist dieser Deregulierungsschritt aus wirtschaftlicher und Konsumenten-Sicht nutzlos und schadet den Angestellten. Es ist erwiesen, dass Sonntags- und Nachtarbeit zu gesundheitlichen Problemen führen. Das soziale Leben der betroffenen Arbeitnehmenden und ihren Familien wird dadurch stark eingeschränkt. Mit dem Detailhandel ist eine Branche betroffen, in welchen es kaum Gesamtarbeitsverträge gibt und wo die Beschäftigten bereits heute in teilweise prekären Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.

Weitere parlamentarische Vorstösse führen zu Dammbruch

Die Salamitaktik geht weiter: Mit der Motion Lombardi (nationale Zwangsharmonisierung der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Freitag 6-20 Uhr und samstags 6-19 Uhr) und der Motion Abate (neue Fremdenverkehrsdefinition im Arbeitsgesetz mit mehr Sonntagsarbeit zur Folge) befindet das Parlament bereits über die nächsten Deregulierungsvorstösse. Travail.Suisse wehrt sich entschieden dagegen.

In letzter Zeit wurde in vielen Kantonen eine weitere Liberalisierung der Öffnungszeiten vom Volk abgelehnt. Auch zur Tankstellenshopliberalisierung soll das Volk das letzte Wort haben. Für Travail.Suisse ist ein Referendum unumgänglich.

05. Dezember 2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Ganzjährige schweizweite Sonntagsverkäufe braucht es nicht!

Nur einen Tag vor der abschliessenden Nationalratsdebatte über die 24-Stunden-Öffnungszeiten von Tankstellenshops stimmt der Ständerat dem nächsten Deregulierungsschritt im Detailhandel zu. Mit der Annahme der Motion Abate werden die Fremdenverkehrsgebiete neu definiert, sprich ausgedehnt auf Regionen, Städte und Orte, wo bisher kein Sonntagsverkauf erlaubt war. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, wird die ganzjährige flächendeckende Sonntagsarbeit der Detailhandelsangestellten so nicht akzeptieren. mehr

Nächster Akt im Deregulierungstheater der Bürgerlichen: Der Ständerat nimmt die Motion Abate nur einen Tag vor der abschliessenden Nationalratsdebatte über die 24-Stunden-Öffnungszeiten von Tankstellenshops an.

Neudefinition führt zu Dammbruch

Nationalrat Abate verlangt eine Neudefinition des Begriffs Fremdenverkehrsgebiete in Richtung funktionale Wirtschaftsräume. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Sonntagsarbeit im Detailhandel auf Regionen, Städte und Orte ausgedehnt wird, wo bisher keine Sonntagsarbeit erlaubt war. Auch die Begrenzung der Sonntagsarbeit auf die Saisons sollen abgeschafft werden. Ganzjahressaison bedeutet durchgehende Sonntagsarbeit.

Arbeitnehmerschutz ist zu erhalten

Der Sonntag ist der einzige Tag der Woche, der für das Familien- und Sozialleben genutzt werden kann. Das soll auch für die Detailhandelsangestellten so bleiben. Noch mehr Sonntagsarbeit im Detailhandel wird eine Kettenreaktion auslösen auf andere Branchen, beispielsweise die Transport-, Reinigungs-, Informatik- oder Sicherheitsbranchen, die eng mit dem Verkauf verknüpft sind. Mit dem Detailhandel ist abermals eine Branche betroffen, in welchen es kaum Gesamtarbeitsverträge gibt und wo die Beschäftigten bereits heute in teilweise prekären Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.

Die Motion Abate geht zu weit. Travail.Suisse wird diesen einschneidenden Liberalisierungsschritt nicht akzeptieren.

04. Dezember 2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

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