Ferientage in der Schweiz: Ungerecht und ungenügend

Die Ferienstatistik 2010 zeigt Unterschiede beim Ferienanspruch zwischen Branchen, Altersgruppen und Einkommen auf. Folgende Ungerechtigkeiten fallen ins Auge: Vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen profitieren von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese braucht eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen. 07.02.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Der Scheinselbständigkeit einen Riegel schieben!

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist besorgt. Um die schweizerischen Lohnbestimmungen zu umgehen, schicken viele ausländische Bauunternehmer ihre Angestellten als Scheinselbständige in die Schweiz. Diese Praktik ist gefährlich: Sie wirkt stark wettbewerbsverzerrend und kann das Lohngefüge der ganzen Branche untergraben. Travail.Suisse fordert deshalb griffige Massnahmen zur Bekämpfung der Scheinselbständigkeit, darunter die Möglichkeit eines sofortigen Arbeitsunterbruchs. 07.02.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

1:12 Initiative: Berechtigte Notbremse gegen unverschämte Abzockerei

Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist klar: In Sachen Managerlöhne haben die Selbstregulierung der Wirtschaft und die Politik total versagt. Die 1:12 Initiative ist eine berechtigte Antwort auf die ungebrochene Selbstbedienungsmentalität in der Chefetage. Travail.Suisse ist über deren schroffe Ablehnung durch den Bundesrat enttäuscht. 18.01.2012, Susanne Blank

6 Wochen Ferien für alle: einzige Möglichkeit für besseren Ausgleich und mehr Erholung

Bundesrätin Sommaruga anerkennt die Wichtigkeit von Erholung und Wohlbefinden auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden. Das hat sie an ihrer heutigen Medienkonferenz zur Abstimmung vom 11. März 2012 unterstrichen. Leider hat es der Bundesrat aber versäumt, Alternativen zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ auszuarbeiten. Die Initiative von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, bleibt der einzige Weg zu einer gesünderen Arbeitswelt mit effizienten und motivierten Arbeitnehmenden. 17.01.2012, Susanne Blank

Umfrage: Bevölkerung wünscht mehr Ferien

Drei Viertel der Bevölkerung und fast 90 Prozent der Erwerbstätigen wünschen sich mehr Ferien als die heute gesetzlichen vier Wochen. Besonders stark ist der Wunsch nach mehr Ferien bei den Familien mit Kindern (83%), bei Personen mit mittleren Einkommen (88%) und bei den Jungen (89%). Die Zustimmung zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ liegt trotz Krisenstimmung stabil bei ungefähr 60 Prozent. 08.01.2012, Martin Flügel, Susanne Blank

Weniger Ferien bis 40, mehr Ferien ab 60

Travail.Suisse hat die Veränderungen der Ferienansprüche in Gesamtarbeitsverträgen und bei der öffentlichen Hand analysiert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Viel Stillstand, ein paar Verschlechterungen für Arbeitnehmende unter 40 Jahre und nur wenige Verbesserungen für ältere Arbeitnehmende ab 60 Jahren. 28.12.2011, Martin Flügel, Susanne Blank

Heterogene Lohnresultate in unsicheren Zeiten

Die Lohnverhandlungen 2011 spielten sich vor dem Hintergrund steigender wirtschaftlicher Unsicherheit ab. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, beurteilt die Ergebnisse der Lohnrunde als durchzogen. Die Löhne der Arbeitnehmenden steigen auf Anfang 2012 zwischen nominal 0.3 und 2.5 Prozent. 21.12.2011, Susanne Blank

6 Wochen Ferien für alle: gut und nachhaltig

Wie er an seiner heutigen Medienkonferenz bekannt gegeben hat, lehnt der Arbeitgeberverband die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“ ab. Er begründet seine Ablehnung allerdings mit sehr kurzsichtigen und einseitigen Argumenten. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, nimmt mit Befremden zur Kenntnis: Die zunehmende Belastung und den krankmachende Stress am Arbeitsplatz blendet der Arbeitgeberverband völlig aus. 07.11.2011, Susanne Blank

Flankierende Massnahmen stärken – Personenfreizügigkeit schützen

Die Rolle des Bundes bei der Umsetzung der flankierenden Massnahmen ist absolut ungenügend. Das Gesetz hat immer noch Lücken, die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, fordert den Erlass von regionalen oder branchenweiten Mindestlöhnen, die Einführung einer Solidarhaftung von General- gegenüber ihren Subunternehmen und endlich Transparenz und Koordination zwischen den verschiedenen Vollzugsbehörden. 21.10.2011, Susanne Blank