Berufliche Vorsorge

Die 2. Säule ist für Travail.Suisse eine sinnvolle Ergänzung zur AHV. Heute steht die berufliche Vorsorge von Seiten der Lebensversicherungen unter Druck. Diese drängen aus Renditeüberlegungen auf einen möglichst tiefen Umwandlungssatz und Mindestzinssatz. Für Travail.Suisse darf der Umwandlungssatz nur bei steigender Lebenserwartung und unter Berücksichtigung des Leistungsziels angepasst werden. Der Mindestzinssatz ist bei guter Performance deutlich zu erhöhen. Die mit der 1. BVG-Revision eingeführte Transparenz- und Überschussbeteiligungsgesetzgebung bei den Lebensversicherungen ist konsequent zu Gunsten der Versicherten umzusetzen

Zukunft 2. Säule: Umfassende Ausgleichsmassnahmen statt Leistungskahlschlag

Travail.Suisse begrüsst die breite Auslegeordnung zur beruflichen Vorsorge, welche der Bundesrat im Bericht zur Zukunft der 2. Säule vornimmt. Im Kern geht es letztlich aber um die Höhe des Mindestumwandlungssatzes und damit um die Höhe der künftigen Renten. Für Travail.Suisse ist eine Senkung des Umwandlungssatzes nur diskutabel, wenn die Rentenhöhen mit substanziellen Ausgleichsmassnahmen gesichert werden. Zudem müssen die überrissenen Gewinne der Lebensversicherer in der 2. Säule gestoppt und die überhöhten Vermögensverwaltungskosten der Finanzindustrie gesenkt werden. 23.01.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

2. Säule: Senkung des Umwandlungssatzes nur mit substanziellen und umfassenden Ausgleichsmassnahmen

Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat im Bericht zur Zukunft der 2. Säule eine umfassende Auslegeordnung zu verschiedenen Themen der Altersvorsorge vornimmt. Im Kern geht es letztlich aber um die Höhe des Mindestumwandlungssatzes. Für Travail.Suisse ist eine Senkung des Umwandlungssatzes nur diskutabel, wenn die Rentenhöhen mit substanziellen Ausgleichsmassnahmen gesichert werden. Zudem müssen die überrissenen Gewinne der Lebensversicherer in der 2. Säule gestoppt und die überhöhten Vermögensverwaltungskosten der Finanzindustrie gesenkt werden. 04.01.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

„Die vergessenen Milliarden – Die Gewinne der Lebensversicherungen in der 2. Säule“

Die Analyse der Gewinne der Lebensversicherungsgesellschaften in der beruflichen Vorsorge zeigt: Jährlich schöpfen die gewinnorientierten Lebensversicherer rund 600 Mio. CHF aus dieser Sozialversicherung ab. Selbst wenn man eine Gewinnorientierung in einer Sozialversicherung akzeptiert, sind diese garantierten Gewinne viel zu hoch. Sie widersprechen der Absicht des Parlaments, welches die Gewinne mit der Mindestquoten-Regelung („Legal quote“) klar begrenzen wollte. Die Gewinne werden hauptsächlich durch stark überhöhte Prämien für Invalidität und Todesfall genährt. 21.11.2011, Matthias Kuert Killer

Überhöhte Gewinne der Lebensversicherer begrenzen

Resultate einer Analyse von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, zeigen, dass die gewinnorientierten Lebensversicherer jährlich rund 600 Mio. Franken aus der 2. Säule abschöpfen. Travail.Suisse fordert, dass die zulässigen Gewinne der Lebensversicherer strikt begrenzt werden. Sie sollen an den Mindestzins gekoppelt werden. 21.11.2011, Martin Flügel

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Bundesrat untergräbt das Vertrauen in die berufliche Vorsorge

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, nimmt den heute vom Bundesrat gefällten Entscheid, den Mindestzins in der 2. Säule auf 1,5 Prozent zu senken, enttäuscht zur Kenntnis. Er hat sich damit einmal mehr über die Interessen der versicherten Arbeitnehmenden hinweggesetzt. 02.11.2011, Matthias Kuert Killer

2. Säule: Es braucht vertrauensfördernde Massnahmen

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert von der Politik, dass sie im Bereich der 2. Säule die nötigen Massnahmen ergreift, um ungerechtfertigte Geldflüsse in Richtung der Lebensversicherer und Vermögensverwalter zu stoppen und die Renten zu sichern. Die Delegierten von Travail.Suisse haben heute an ihrem Kongress in Bern eine entsprechende Resolution verabschiedet. Sie sind überzeugt, dass die Politik nur so aus der Vertrauenskrise in der zweiten Säule finden kann. 10.09.2011, Matthias Kuert Killer

2. Säule: Mindestzins bei 2 Prozent beibehalten

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, hat sich im Rahmen einer Konsultation der Sozialpartner für eine Beibehaltung des Mindestzinssatzes in der beruflichen Vorsorge bei 2 Prozent ausgesprochen. Dies ist ein wichtiges Signal für die Stabilität der zweiten Säule. 30.08.2011, Matthias Kuert Killer

2. Säule: Renten sichern und Vertrauen schaffen

Es besteht in der zweiten Säule ein Widerspruch. Während von den Versicherten von der Politik Leistungskürzungen abverlangt werden, lassen Lebensversicherer und Vermögensverwalter jährlich Milliarden von Franken in die eigenen Taschen fliessen. Die Politik hat dies bis jetzt zugelassen und damit viel Vertrauen der Bevölkerung verspielt. Travail.Suisse hat heute an einer Medienkonferenz in Bern zusammen mit Nationalrätin Marie-Thérèse Weber-Gobet aufgezeigt, wie ungerechtfertigte Geldabflüsse zu stoppen und die Renten zu sichern sind. Nur so kann die Politik der zweiten Säule aus der Vertrauenskrise finden. 30.08.2011, Martin Flügel