Seit 2005 untersucht Travail.Suisse jedes Frühjahr die Entwicklung der Managersaläre in 28 ausgesuchten Schweizer Unternehmen und berechnet die Lohnschere zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen.
In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen.
07.11.2011, Martin Flügel
Zehn Jahre Bonirausch in den Teppichetagen haben die Schweiz verändert. Das gegenseitige Vertrauen als Grundlage für das Erfolgsmodell Schweiz gerät unter die Räder. Unterdessen ist auch die Glaubwürdigkeit der Wirtschaft insgesamt massiv angeschlagen, wie die Diskussion um Einwanderung und Perso-nenfreizügigkeit zeigt. Für Travail.Suisse ist klar. Jetzt reicht die Stärkung der Aktionäre allein nicht mehr, es braucht dringend vertrauensbildende Mass-nahmen gegenüber den Arbeitnehmenden. 20.06.2011, Martin Flügel
Die Lohnschere der Konzernleitung des Bieler Uhrenkonzerns Swatch hat sich um 33 Prozent geöffnet und erreicht einen neuen Höchstwert. CEO Nick Hayek steigerte seine Vergütung erheblich auf stolze 6 Millionen Franken. Die Entwicklung des Mindestlohnes ihrerseits ist klar ungenügend. 31.05.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Obwohl bei Swiss Life die Basissaläre der Konzernleitungsmitglieder gesunken sind, steigt dank höherer Boni die durchschnittliche Vergütung. In der Folge öffnet sich die Lohnschere wieder um bis zu 37 Prozent. 05.05.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Nach der skandalösen Lohnschere im 2009 hat sich diese 2010 wieder geschlossen. Die Credit Suisse hat ihre alten Boniprogramme mit Hebelwirkung abgeschafft. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch es müssen noch weitere folgen, denn noch immer sind die Vergütungen jenseits von Gut und Böse. 29.04.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Für die UBS gehört die Finanzkrise der Geschichte an: Die Grossbank erzielte 7.5 Milliarden Franken Gewinn. Doch das Problem der hohen Managervergütungen bleibt weiterhin bestehen. Die Grossbank verspielt auf diese Art und Weise ihre Glaubwürdigkeit. 28.04.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Seit 2002 kennen die Managersaläre bei der Swisscom grundsätzlich nur eine Richtung: Nach oben. Gegen diesen Trend kontrastiert die sonstige Lohnentwicklung beim ehemaligen Staatsbetrieb. Der Mindestlohn wurde seit fünf Jahren nicht mehr angehoben und die Lohnverhandlungen im 2009 sowie im 2010 standen jeweils kurz vorm Scheitern. In diesem Licht ist die immer grösser werdende Lohnschere nicht zu rechtfertigen. 20.04.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Die Konzernleitungsmitglieder von Nestlé verdienten 2010 im Schnitt deutlich mehr als noch 2009. Die Managerlohnstudie von Travail.Suisse zeigt: Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort und die Lohnschere öffnet sich immer mehr. 14.04.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank
Die Krise bei der Ascom scheint definitiv überwunden. Zum vierten Mal in Folge steigt der Umsatz, und der Konzern kann einen regelrechten Gewinnschub verzeichnen. Doch mit den steigenden Gewinnen steigt ebenfalls das Salär der Manager. Die Lohnschere bei der Ascom öffnet sich um bis zu 57 Prozent. Das ist zu viel. 13.04.2011, Manuel Hubacher & Susanne Blank