Der steinige Weg zurück in den Beruf

Die Rückkehr ins Berufsleben nach einem längeren Erwerbsunterbruch ist eine Thematik, die überwiegend Frauen betrifft. Eine Mehrheit der Familienfrauen integriert sich erfolgreich wieder in den Arbeitsmarkt. Eine Minderheit hingegen hat Schwierigkeiten, ins Berufsleben zurückzukehren. Travail.Suisse untersucht im Projekt „Expérience ReProf“ diese Gruppe. Das Projekt will in einem ersten Schritt die Merkmale und Bedürfnisse dieser Gruppe feststellen. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die bestehenden Angebote im Bereich Wiedereinstieg den Bedürfnissen dieser Zielgruppe entsprechen. 19.12.2011, Angela Zihler, Co-Leiterin Projekt «Expérience ReProf»

Nur wer Pause macht, bleibt produktiv

Der ständige Wechsel zwischen Belastung und Erholungszeit ermöglicht es den Arbeitnehmenden, produktiv und längerfristig leistungsfähig zu bleiben. Der steigende Stress und Termindruck verleiten dazu, die Pausen zu streichen, bis spätabends zu arbeiten und auch am Wochenende für den Betrieb da zu sein. Die fehlenden Erholungszeiten sind für die Gesundheit gravierend. Mit einer pausenfreundlichen Arbeitskultur und einem sorgsamen Umgang mit den eigenen Ressourcen kann dem entgegengewirkt werden. Mit der Annahme der Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ kann ein weiteres Element hinzugefügt werden, damit die Arbeitnehmenden in der Schweiz längerfristig leistungsfähig bleiben. 24.10.2011, Angela Zihler

Leporello „Vier Wege, ein Ziel — den Berufsabschluss nachholen“

Erwachsene ohne Erstausbildung sollen einen Berufsabschluss nachholen können. Damit die angeschlossenen Verbände ihre Mitglieder informieren können, hat Travail.Suisse ein Leporello zur Nachholbildung hergestellt. Das Leporello vermittelt die wichtigsten Informationen und ermutigt Interessierte, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. 11.04.2011, Angela Zihler

Attestlehre hat Praxistest bestanden

Eine erste Auswertung zeigt, dass sich die Attestlehre (EBA-Lehre) in der Praxis bewährt hat. Lernende, Lehrbetriebe und Berufsschullehrkräfte sind mit der Ausbildung zufrieden. Jeder fünfte Jugendliche tritt nach Lehrabschluss direkt in eine Lehre zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ein. Diese Übertrittsquote sollte erhöht werden. Ebenso sollte die längerfristige Eingliederung in den Arbeitsmarkt sorgfältig beobachtet werden. Viele Betriebe wissen zu wenig über die neue Ausbildung und wie sie EBA-Lehrabgänger und –abgängerinnen einsetzen können. Hier besteht Handlungsbedarf bei den Brachenorganisationen. 07.02.2011, Angela Zihler

Validierungsverfahren in der Nachholbildung etablieren

Die Kantone sind jetzt gefordert, die Validierung von Bildungsleistungen als neuen Weg in der Nachholbildung zu etablieren. Dabei müssen die interkantonale Zusammenarbeit verstärkt, das Angebot an Berufen ausgebaut und die Zielgruppen der Nachholbildung mit geeigneten Mitteln informiert werden. Die Qualifizierung von Erwachsenen ohne anerkannten Berufsabschluss ist neben einem attraktiven Lehrstellenangebot ein wichtiges Instrument, um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften auch in Zukunft zu decken. Für Ausbildungslose hingegen ist der Erwerb eines Berufsabschlusses eine wirksame Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut. 25.10.2010, Angela Zihler

Validierung von Bildungsleistungen: Für Jugendliche keine Alternative zur Berufslehre

Ein Validierungsverfahren, das zu einem Berufsabschluss führt, ist keine Alternative zur ordentlichen Lehre für Jugendliche. Die Befürchtung, Jugendliche könnten nach der Schule den direkten Einstieg in die Arbeitswelt suchen und erst nach fünf Jahren Berufspraxis mit einem Validierungsverfahren einen Abschluss nachholen, ist unbegründet. Das Validierungsverfahren ist ein Bildungsangebot, das sich an Erwachsene richtet und hohe Anforderungen an die Selbstkompetenz und Reflexionsfähigkeit stellt. 06.09.2010, Angela Zihler

Mit einem Validierungsverfahren zu einem gleichwertigen Berufsabschluss

Erwachsene mit der erforderlichen Berufserfahrung können über ein Validierungsverfahren einen Berufsabschluss erlangen. Dieser Berufsabschluss besitzt den gleichen Wert wie ein Abschluss nach einer „ordentlichen“ Lehre. Aufgabe der zuständigen Organisationen der Arbeitwelt — d.h. der Berufsverbände und Branchenorganisationen — ist es, diese Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses herzustellen. Sie bestimmen die Bildungsinhalte, stellen die Prüfungsexperten und nehmen Einsitz im Validierungsorgan. Damit sorgen die zuständigen Berufsverbände und Branchenorganisationen selbst für die inhaltliche Qualität ihrer Validierungsverfahren. 21.06.2010, Angela Zihler

Projekt „Zukunft statt Herkunft“ gut aufgegleist

Ende 2008 wurde die Webseite www.zukunftstattherkunft.ch aufgeschaltet. Sie richtet sich an Lehrbetriebe, insbesondere an Klein- und Kleinstbetriebe, die den Grossteil der Lehrstellen anbieten. Die Webseite thematisiert zum einen die Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellenvergabe. Zum anderen stellt sie den Lehrbetrieben einen Leitfaden für eine faire Selektion zur Verfügung (siehe Infobox). Im 2009 hat Travail.Suisse das Projekt mit Erfolg bei den anvisierten Lehrbetrieben bekannt gemacht. 08.03.2010, Angela Zihler

Lehrstellensituation stabil — Berufseinstieg für Jugendliche mit Migrationshintergrund weiterhin erschwert

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist laut Lehrstellenumfrage des BBT weiterhin stabil. Es ist erfreulich, dass die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe trotz wirtschaftlicher Krise nicht nachgelassen hat. Dass sich die Lage auf dem Lehrstellenmarkt so stabil präsentiert, ist auch auf die sinkende Zahl der Schulabgänger und Schulabgängerinnen zurückzuführen. In Zukunft wird mindestens ein Viertel der Schulabgänger und Schulabgängerinnen Jugendliche mit Migrationshintergrund sein. Diese werden bei der Lehrstellenvergabe nachweislich benachteiligt. 08.09.2009, Angela Zihler