Der Mangel an Gesundheitspersonal zeigt, dass die Migrationspolitik an Bedingungen geknüpft werden muss

Das Manifest, das der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) und das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz angesichts des Gesundheitspersonalmangels lanciert haben, zeigt hervorragend die Bedingungen auf, die auch Travail.Suisse für die Zulassungspolitik für Arbeitnehmende aus Drittstaaten fordert. 23.01.2012, Denis Torche, Leiter Ausländerpolitik

Zuwanderung muss gesellschaftlichen Bedürfnissen dienen

Der Arbeitskräftemangel ist die zentrale demografische Herausforderung für die Schweiz. Der Stärkung und Förderung der Arbeitnehmenden in der Schweiz muss deshalb höchste Priorität zukommen. Ebenfalls wichtig sind der freie Personenverkehr und die Zulassungspolitik gegenüber Drittstaaten. In beiden Bereichen sind jedoch Massnahmen nötig, welche die Übereinstimmung der Zuwanderung mit den Interessen der Gesamtbevölkerung sicherstellen. Nur wenn Löhne, Bildung und Integration nicht unter die Räder kommen, kann auch die Akzeptanz der Migrationspolitik in breiten Bevölkerungskreisen erhalten werden. 19.12.2011, Martin Flügel, Präsident

Zuwanderung aus Drittstaaten: Vertiefte Debatte über die Zulassungspolitik im Jahr 2012

Die Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zum neuen Ausländer- und Integrationsgesetz hat die Festlegung von Kontingenten für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten für 2012 in den Hintergrund gedrängt. Diese Thematik verdient jedoch, dass man sich schon jetzt damit befasst, denn der Bundesrat hat für nächstes Jahr eine vertiefte Debatte dazu angekündigt. 05.12.2011, Denis Torche

Integrationsbericht: Wenig Konkretes im Kampf gegen die Diskriminierung

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170'000 Arbeitnehmenden, nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die Umsetzung der Integrationsmassnahmen Fortschritte macht. Es fehlen allerdings Massnahmen gegen die Diskriminierung von Migrantinnen und Migranten. 16.02.2011, Denis Torche

Die Fragen, die 2011 im Zentrum der Diskussionen stehen müssen

Die Initiative der SVP zur Ausschaffung «krimineller» Ausländer hat die wichtigste Frage, die sich die Schweiz im Bereich der Migration in den kommenden Jahren stellen muss, völlig in den Hintergrund gedrängt: Die Frage, wie die künftige Zulassungspolitik aussehen soll, damit es durch die Alterung der Bevölkerung nicht zu einem Mangel an qualifiziertem, aber auch an weniger qualifiziertem Personal kommt. 13.12.2010, Denis Torche

Bundesrat macht vor allem Kosmetik

Im Hinblick auf die Sondersession „Einwanderung“ im März präsentiert der Bundesrat ein Massnahmenpaket gegen Missbräuche im Rahmen der Personenfreizügigkeit. Die Massnahmen sind vor allem kosmetischer Art. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert vom Bundesrat, dass er auf die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik und einer weiteren Verbesserung des Schutzinstrumentariums für die hiesigen Arbeitsbedingungen reagiert. 24.02.2010, Susanne Blank

Die Schweiz ist und bleibt ein Einwanderungsland

Trotz steigender Arbeitslosigkeit wanderten im vergangenen Jahr weiterhin Arbeitskräfte aus der EU in die Schweiz ein. Diese Tatsache erzeugt Abwehrreaktionen. Im folgenden Artikel wird versucht, zwischen der kurz- und der langfristigen Entwicklung der Erwerbstätigkeit in der Schweiz zu unterscheiden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, kommt zum Schluss, dass die Schweiz ein Einwanderungsland ist und bleibt. Wir sind auf die Arbeit ausländischer Arbeitskräfte angewiesen, damit unsere Wirtschaft wachsen und unser Wohlstandsniveau gehalten werden kann. 22.02.2010, Susanne Blank

Immigration: Die Fragen, die wir uns wirklich stellen sollten

Das Thema Missbrauch, das im Zentrum der vorgesehenen Änderungen im Asyl- und Ausländergesetz steht, verstellt die Sicht auf die echten Fragen, die sich in der Migrations- und Integrationspolitik stellen. Der nationalistische Übereifer der SVP verstärkt noch die Tendenz, das Migrationsphänomen ausschliesslich unter dem Aspekt von Problemen und Missbrauch zu beurteilen. 11.05.2009, Denis Torche