Den Service Public stärken

Travail.Suisse fordert einen guten Service Public für die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung des ganzen Landes. Selbst wenn der Staat nicht zwingend selbst die Leistungen des Service Public erbringen muss, so muss er doch Garant dafür sein, dass die notwendigen Infrastrukturen und Dienstleistungen auch langfristig sichergestellt werden. Der Service Public ist unter anderem der Garant für den sozialen und regionalen Zusammenhalt der Schweiz. Die Liberalisierung des Service Public ist nur akzeptabel, wenn dafür gesorgt wird, dass die Leistungen weiterhin für die gesamte Bevölkerung auf hohem Niveau, zu erschwinglichen Preisen und unter guten Arbeits- und Lohnbedingungen erbracht werden. Travail.Suisse lehnt Privatisierungen beim Service Public ab.

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Finanzen, soziale Sicherheit und Service public

Für Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, stehen die wichtigsten Geschäfte der anstehenden Wintersession unter einem schlechten Stern. Vom Sparprogramm des Bundesrates über die Revisionen von AHV und AVIG bis hin zur geplanten Liberalisierung des Postmarktes kommen Geschäfte ins Parlament, die verfehlt oder so gut wie gescheitert sind. Einziger Lichtblick ist die parl. Initiative „Ein Kind – eine Zulage“, die endlich allen Kindern eine Kinderzulage bescheren soll. 23.11.2009, Martin Flügel

Finanzkrise und wirtschaftliche Abkühlung: Der Service public hat eine wichtige Rolle zu spielen

Kurzfristig muss der Service public zu einem konjunkturellen Aufschwung beitragen. Mittelfristig müssen Lehren aus der Finanzkrise gezogen und die regulierende Rolle des Staates verstärkt werden. Zudem ist definitiv auf eine Privatisierung der öffentlichen Dienste zu verzichten. 10.11.2008, Denis Torche

Vollständige Liberalisierung des Postmarktes: Sehr gemischte Erfahrungen in der EU!

Der Bundesrat will eine vollständige Liberalisierung des Postmarktes ab 2012. In den EU-Ländern, die den Postmarkt bereits vollständig geöffnet haben, sind jedoch ein allgemeiner Rückgang der Arbeitsplätze in diesem Sektor, ein Preisanstieg für die Privatkunden und manchmal auch negative Auswirkungen auf die Qualität der erbrachten Leistungen zu beobachten. 23.06.2008, Denis Torche

Liberalisierung erfolgt zu rasch, geht zu weit und ist unausgewogen

Travail.Suisse lehnt die vollständige Liberalisierung des Postmarktes sowie das vorgeschlagene Tempo für die weitere Marktöffnung ab. Bedingung für jede weitere Liberalisierung des Postmarktes ist die Einrichtung eines Branchen-Gesamtarbeitsvertrags. 10.06.2008, Denis Torche

Kostenpflicht in der Berufsberatung: Fataler Rückzug aus dem Service Public!

Die Ausbildungs- und Berufslandschaft wird immer komplizierter, der Arbeitsmarkt immer vielfältiger. Das lebenslange Lernen ist in aller Munde. Noch nie war der Beratungsbedarf für berufliche Entscheide so gross wie heute. Völlig quer in der Landschaft liegt deshalb die Tendenz mancher Kantone, für berufsberaterische Leistungen an Erwachsene kostendeckende Gebühren zu verlangen. Eine solche Politik, die bestimmte Gruppen von Arbeitnehmenden systematisch von Beratung ausschliesst, ist für Travail.Suisse fatal und kurzsichtig. 16.04.2007, Matthias Kuert Killer

Service Public: Quo vadis?

Der Service Public befindet sich im Umbruch. Die radikale Umstrukturierung des Poststellennetzes sollte zum Nachdenken anregen und dazu veranlassen, demokratische und moderne Bedingungen für den Service Public festzulegen. 13.11.2006

Auslagerung von Polizeiaufgaben auf private Sicherheitsunternehmen

Der Verband Schweizerischer Polizeibeamter VSPB verfolgt seit Jahren mit Sorge, dass auf Grund wachsenden Spardrucks und der Zunahme der polizeilichen Aufgaben vermehrt private Sicherheitsunternehmen mit Polizeiaufgaben betraut werden. 26.06.2006, Verband Schweizerischer Polizei-Beamter

Aktive Beschäftigungspolitik steht im Vordergrund

Travail.Suisse gratuliert Doris Leuthard zu ihrer Wahl in den Bundesrat und freut sich, dass endlich eine weitere Frau Einsitz in die Schweizer Landesregierung nimmt. Nach der Wahl steht jetzt die Frage im Raum, wer das Volkswirtschaftsdepartement übernehmen wird. Auf die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Joseph Deiss im EVD warten grosse Herausforderungen. Travail.Suisse fordert Massnahmen im Bereich der Beschäftigungspolitik, Weiterbildung und Einkommensverteilung. 14.06.2006, Susanne Blank