Die Schweiz braucht ein Weiterbildungsgesetz

Kommt es oder kommt es nicht? Die Rede ist vom Weiterbildungsgesetz. Seit der Annahme der neuen Bildungsverfassung 2006 ist der Bundesrat beauftragt, ein Weiterbildungsgesetz zu schaffen. Man darf skeptisch sein, ob er diese Aufgabe wirklich anpackt. Travail.Suisse hat daher begonnen, eine Unterstützungsgruppe „Weiterbildungsgesetz“ aufzubauen. Erste Stellungnahmen sind auf unserer Homepage zu finden. 22.10.2008, Bruno Weber-Gobet

Ferien: Raum und Zeit für Vernachlässigtes

Ferien schaffen Zeit und Raum für Tätigkeiten, die sonst im Alltag vernachlässigt werden müssen. Ferien sind allerdings in der Schweiz ungleich verteilt. Am 11. März 2012 stimmen wir darüber ab, ob allen Arbeitnehmenden neu mindestens sechs Wochen Ferien pro Jahr zustehen sollen oder nicht. Travail.Suisse ist überzeugt, dass es Zeit ist, die Unterschiede zwischen den Arbeitnehmenden in den nächsten Jahren Schritt für Schritt zu verkleinern und gesetzlich das neue Minimum von sechs Wochen einzuführen. 21.11.2011, Bruno Weber-Gobet

Problem des Zugangs zur Weiterbildung bleibt ungelöst

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, begrüsst, dass der Bundesrat endlich einen Vorschlag zu einem Weiterbildungsgesetz unterbreitet. Einige Probleme könnten mit diesem Gesetzesvorschlag sicher gelöst werden. Ob der Gesetzesvorschlag das grundlegende Problem des Zugangs zur Weiterbildung für Weiterbildungsferne zu lösen vermag, bleibt allerdings fraglich. 09.11.2011, Bruno Weber-Gobet

Berufsbildung: Übersehene Veränderungen

Die Berufsbildung hat in den letzten zwei Jahrzehnten grosse Veränderungen erfahren. Nicht alle haben diese Veränderungen in ihrem Denken nachvollzogen. So kommt es leider immer wieder vor, dass gut gemeinte Denkanstösse oder Provokationen ihr Ziel massiv verfehlen. Vor allem drei Reformen werden nicht richtig wahrgenommen oder sogar übersehen. 07.11.2011, Bruno Weber-Gobet

Bildungsverachtung oder Verachtung der Berufsbildung?

In seinem Artikel vom 8. Oktober (Tagesanzeiger und Bund) ortet Prof. Philipp Sarasin das Hauptproblem der Bildungspolitik in einer zu tiefen Maturitätsquote. Die vorgebrachten Argumente sprechen aber kaum für eine Erhöhung der gymnasialen Maturitätsquote. Der ganze Artikel bringt zudem eine an Verachtung grenzenden Geringschätzung der Berufsbildung, inklusive Fachhochschulen und höherer Berufsbildung zum Ausdruck. Dies darf nicht unwidersprochen bleiben. 13.10.2011, Bruno Weber-Gobet, Martin Flügel

Höhere Fachschulen anerkennen ist ein Gebot der Stunde

„Höhere Fachschulen“ gibt es im Berufsbildungssystem nicht mehr. Seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes gibt es nur noch eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge der höheren Fachschulen. Diese Lösung führt zu unnötigen administrativen Aufwendungen. Nach Meinung von Travail.Suisse ist es ein Gebot der Stunde, wieder zur Anerkennung von höheren Fachschulen zurückzukehren. 03.10.2011, Bruno Weber-Gobet

Gerechte Verteilung der frei zur Verfügung stehenden Lebenszeit

Im März 2012 stimmen wir über die Initiative „Sechs Wochen Ferien für alle“ ab. Nicht alle Stimmenden werden sich leichttun beim Ausfüllen des Stimmzettels. Denn einige stecken in einem Dilemma. Sie möchten zwar dagegen sein, wissen aber, dass sie selber mehr Ferien als die heute gesetzlich festgelegten vier Wochen haben und zudem auch die vielgepriesene Sozialpartnerschaft nicht leben. 29.08.2011, Bruno Weber-Gobet

Neue Regelung ist finanzierbar

Travail.Suisse fordert, dass die Studierenden der höheren Berufsbildung für ihren Bildungsabschluss nicht mehr bezahlen müssen als Studierende an Hochschulen für einen Bachelor-Abschluss, das heisst etwa Fr. 4680.00 . Die Frage stellt sich: Ist eine solche Regelung überhaupt finanzierbar? Berechnungen von Travail.Suisse zeigen, dass dies überraschenderweise der Fall ist. 16.05.2011, Bruno Weber-Gobet