Berufliche Vorsorge

Die 2. Säule ist für Travail.Suisse eine sinnvolle Ergänzung zur AHV. Heute steht die berufliche Vorsorge von Seiten der Lebensversicherungen unter Druck. Diese drängen aus Renditeüberlegungen auf einen möglichst tiefen Umwandlungssatz und Mindestzinssatz. Für Travail.Suisse darf der Umwandlungssatz nur bei steigender Lebenserwartung und unter Berücksichtigung des Leistungsziels angepasst werden. Der Mindestzinssatz ist bei guter Performance deutlich zu erhöhen. Die mit der 1. BVG-Revision eingeführte Transparenz- und Überschussbeteiligungsgesetzgebung bei den Lebensversicherungen ist konsequent zu Gunsten der Versicherten umzusetzen

BVG: Bundesrat muss höheren Mindestzins festlegen

Eine Mehrheit der BVG-Kommission will den Mindestzins auf dem Tiefststand von 2 Prozent halten. Dabei stützt sie sich auf verschiedene Formeln. Offenbar aber immer auf diejenige, welche gerade einen möglichst tiefen Mindestzins ergibt. Anders ist nicht zu verstehen, warum dem Bundesrat ein so tiefer Zinssatz empfohlen wird. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rendite einer Pensionskasse betrug für die letzten 12 Monate gemäss einem Performancevergleich des Pensionskassenverbands ASIP 7.9 Prozent. Travail.Suisse, der Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert vom Bundesrat, dass er bei der Festlegung des Mindestzinssatzes die erzielte Performance der Pensionskassen und die Interessen der versicherten Arbeitnehmenden berücksichtigt und somit den unfair tiefen Zinssatz nach oben korrigiert. 31.08.2010, Matthias Kuert Killer

Eidgenössische Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes: Lebensversicherer müssen das Feld räumen

Das klare Nein des Schweizer Stimmvolkes zur Senkung des Umwandlungssatzes ist eine schallende Ohrfeige für die Lebensversicherer. Diese haben das Vertrauen der Bevölkerung definitiv verspielt. Wenn die 2. Säule bei der Bevölkerung wieder Vertrauen geniessen will, müssen die Lebensversicherer aus dieser Sozialversicherung zurückgebunden werden. 07.03.2010, Martin Flügel, Matthias Kuert Killer

Die rote Karte für das falsche Spiel der Lebensversicherer in der beruflichen Vorsorge

Es sind die Lebensversicherer, die am lautesten nach einer Senkung des Umwandlungssatzes rufen. Trotz allem Gejammer über zu hohe Umwandlungssätze machen sie in der beruflichen Vorsorge seit Jahren satte Gewinne. Und wollen mit tieferen Umwandlungssätzen noch mehr Polster. Selbst während der Finanzkrise gab es für die Lebensversicherer und ihre Manager einiges zu verdienen mit dem Vorsorgegeld der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber. Wie genau? Eine kleine Bedienungsanleitung und warum nur ein Nein am 7. März hilft, etwas dagegen zu tun. 08.02.2010, Matthias Kuert Killer

Leichtfertiger Rentenabbau untergräbt Vertrauen in zweite Säule

Travail.Suisse sagt ganz klar Nein zur vorgesehenen Senkung des Umwandlungssatzes. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeerwartungen können diesen Rentenabbau rechtfertigen. Vielmehr wird mit einer solch leichtfertigen Politik das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die zweite Säule massiv untergraben und deren Sinn grundsätzlich in Frage gestellt. 18.01.2010, Martin Flügel

Überstürzter Rentenabbau stellt berufliche Altersvorsorge in Frage

Für Travail.Suisse steht am 7. März 2010 die Zukunft der beruflichen Vorsorge auf dem Spiel. Ein Zwangssparen in der Grössenordnung von mehreren Dutzend Milliarden Franken jährlich lässt sich nur durchsetzen und aufrecht erhalten, wenn die Bevölkerung auf die Leistungen der Pensionskassen vertrauen kann. Leichtfertiger Rentenabbau stellt die Legitimität der beruflichen Vorsorge in Frage. 06.01.2010, Martin Flügel, Matthias Kuert Killer

Überstürzte Kürzung der Renten untergräbt das Vertrauen in die zweite Säule

Travail.Suisse sagt Nein zu einer weiteren Senkung des Umwandlungssatzes, weil eine solche überstürzt ist. Weder die Lebenserwartung noch die Renditeerwartungen vermögen Zeitpunkt, Tempo und Ausmass der Rentenkürzungen zu rechtfertigen. Mit leichtfertigen Rentenkürzungen ohne flankierende Massnahmen wird das Vertrauen der Arbeitnehmenden in eine planbare zweite Säule untergraben. 23.11.2009, Matthias Kuert Killer

Sanierung von Pensionskassen: Lage ist nicht dramatisch, muss aber ernst genommen werden

Die Börse hat sich in den letzten Monaten erholt. Damit hat sich auch die finanzielle Situation der Pensionskassen etwas verbessert. Bei vielen Pensionskassen reicht dies jedoch nicht, um aus der Unterdeckung heraus zu kommen. Dafür braucht es mancherorts Sanierungsmassnahmen. Die notwendigen gesetzlichen Grundlagen sind vorhanden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, plädiert dafür, nicht zu dramatisieren, aber die Lage ernst zu nehmen. Im beiliegenden Positionspapier beurteilt Travail.Suisse verschiedene Massnahmen und macht Vorschläge für eine gerechte Verteilung der Sanierungslasten. 21.08.2009, Matthias Kuert Killer