Die Hochschulen stärken

Die Hochschulen tragen mit ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit entscheidend zur Wissensgesellschaft Schweiz bei. Gut ausgebildete Hochschulabgängerinnen und -abgänger sowie starke Hochschulen sind heute von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.Travail.Suisse setzt sich dafür ein, dass den Hochschulen und insbesondere den stark wachsenden Fachhochschulen die nötigen Mittel und professionelle Strukturen zur Verfügung gestellt werden.

Autonomie: Für wen?

Autonomie ist das grosse Schlagwort der Hochschulpolitiker. Wer es verwendet, darf sich zu den Vernünftigen zählen, die wissen, worum es in der Hochschulpolitik geht. Dabei ist dieser Begriff überaus schwammig. Er bildet weder etwas ab, was in der Realität möglich ist noch löst er eines der Probleme, welche in der Hochschulpolitik zur Lösung anstehen. Travail.Suisse ist daher überzeugt, dass sich viele Diskussionen versachlichen würden, wenn dieses Schlagwort aus der Hochschulpolitik verschwinden würde. 08.03.2010, Bruno Weber-Gobet

Neue Hochschulkonferenz ohne Sitz für Dozierende?

Die Dozierenden sind die Garanten für die Qualität der Lehre und Forschung an den Fachhochschulen. Sie stellen aber nicht nur die Qualität sicher, sondern bringen in diese Bereiche auch ihre Praxis- und Wirtschaftserfahrung ein. Weshalb ihnen in der zu etablierenden Hochschulkonferenz kein Sitz zugestanden wird, ist unverständlich. 09.12.2008, Denise Martin, Robert Ruprecht

Ohne attraktive Rahmenbedingungen keine Spitzenleistungen an Fachhochschulen

Optimale Rahmenbedingungen für die Dozierenden sind die Voraussetzung für eine hohe Qualität in der Lehre und Forschung. Weder die Arbeitsbedingungen an den Fachhoch-schulen noch die Hochschulstrukturen noch die Mitwirkungsrechte der Dozierenden sind heute so ausgestaltet, dass sie befriedigen können. Die Fachhochschulen müssen, was die Rahmenbedingungen für die Dozierenden betrifft, noch einmal über die Bücher gehen. 28.10.2008

Stipendien: Kurswechsel dringend notwendig

Trotz mehr Lernenden und Studierenden sind die Stipendienbeträge in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Zugleich gibt es von Kanton zu Kanton riesige Unterschiede. Für das Bildungsland Schweiz und die Chancengleichheit ein unhaltbarer Zustand. Travail.Suisse fordert einen Kurswechsel. Der Dachverband der Arbeitnehmenden setzt sich für eine angemessene Erhöhung der Stipendien und für eine einheitliche Praxis in allen Kantonen ein. Eine Ersetzung von Stipendien durch Darlehen lehnt Travail.Suisse entschieden ab. 02.06.2008, Matthias Kuert Killer

Fachhochschulen ersticken an zu viel Administration

Die Fachhochschulen sind in den letzten zwölf Jahren aufgebaut worden. Sie spielen heute im schweizerischen Bildungssystem eine überaus wichtige Rolle. Sie ermöglichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern mit Berufsmatura einen unkomplizierten Zugang zum Hochschulbereich. Zudem versorgen sie die Wirtschaft mit hochqualifizierten Berufsleuten und erbringen in Kooperation mit den Unternehmungen wichtige Forschungsleistungen. Leider hat der Aufbau der Fachhochschulen auch zu einer Aufblähung der Administration geführt. Diese muss wieder auf ein nützliches Mass zurückgefahren werden. 19.05.2008, Bruno Weber-Gobet

Neues Hochschulgesetz: Das Bildungssystem als Ganzes im Blickfeld behalten

Die Vernehmlassung zum Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) ist abgeschlossen. Aus Sicht von Travail.Suisse ist die Gesetzesvorlage insbesondere in vier Punkten zu überarbeiten, bevor sie vom Bundesrat dem Parlament zur Behandlung übergeben werden kann. 31.03.2008, Bruno Weber-Gobet

Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG)

Stellungnahme von Travail.Suisse in Zusammenarbeit mit dem Verband der Fachhochschuldozierenden Schweiz (fh-ch) zum Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG 30.01.2008, Bruno Weber-Gobet

Travail.Suisse fordert klare Regelungen für Praktika

Eine neue Studie des Bundesamtes für Statistik zeigt: Ein Praktikum kann für Hochschulabgängerinnen und –abgänger ein guter Einstieg ins Berufsleben sein. Es muss aber nicht. Ein Drittel aller Personen, welche ein Praktikum absolvieren, durchläuft einen prekären Berufseinstieg. Weniger als die Hälfte der Praktikantinnen und Praktikanten ist mit ihrer Position zufrieden und fast zwei Drittel erachten die Entlöhnung als nicht angemessen. Für Travail.Suisse ist klar: Auf die Qualität der Praktika kommt es an. Deshalb fordert die Arbeitnehmenden-Dachorganisation jetzt klare Regelungen. 27.08.2007, Daniel Furter

BFI-Botschaft 2008 – 2011: Masterstudiengänge ohne genügend Mittel

Der Ständerat bekundet in seiner Debatte über die BFI-Botschaft zu Bildung, Forschung und Innovation die Absicht, für den Bildungsbereich mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Nach Meinung des Dozierendenverbandes fh-ch werden dennoch nicht genügend Mittel vorhanden sein, um allen neuen Aufgaben der Fachhochschulen nachzukommen. Eine Steigerung um 6% deckt lediglich den Status quo. 19.06.2007, Bruno Weber-Gobet

Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse von Hochschulabsolvent/innen: Zunehmende «Praktikarisierung»

Ein Praktikum in der Bundesverwaltung, das auf zwei Jahre verlängert wird; eine Praktikumsstelle nach abgeschlossenem Studium in einem Kunstmuseum für vier Monate gänzlich ohne Entlöhnung: Heute müssen sich Hochschulabsolventinnen und –absolventen ihren Einstieg ins Berufsleben unter prekären Bedingungen erkämpfen. 12.03.2007, Daniel Furter