Der Scheinselbständigkeit einen Riegel schieben!

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist besorgt. Um die schweizerischen Lohnbestimmungen zu umgehen, schicken viele ausländische Bauunternehmer ihre Angestellten als Scheinselbständige in die Schweiz. Diese Praktik ist gefährlich: Sie wirkt stark wettbewerbsverzerrend und kann das Lohngefüge der ganzen Branche untergraben. Travail.Suisse fordert deshalb griffige Massnahmen zur Bekämpfung der Scheinselbständigkeit, darunter die Möglichkeit eines sofortigen Arbeitsunterbruchs. 07.02.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Der Mangel an Gesundheitspersonal zeigt, dass die Migrationspolitik an Bedingungen geknüpft werden muss

Das Manifest, das der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) und das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz angesichts des Gesundheitspersonalmangels lanciert haben, zeigt hervorragend die Bedingungen auf, die auch Travail.Suisse für die Zulassungspolitik für Arbeitnehmende aus Drittstaaten fordert. 23.01.2012, Denis Torche, Leiter Ausländerpolitik

Stopp der Salamitaktik

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, lehnt eine Lockerung des Sonntags- und Nachtarbeitsverbots für Tankstellenshops ab. Dieser unnötige Liberalisierungsschritt bringt keinen ökonomischen Mehrwert und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals. Zudem weckt dieser Schritt nur die Gelüste anderer Branchen auf bewilligungsfreie Beschäftigungszeiten und gefährdet damit die Gesundheit sowie das Sozial- und Familienleben von immer mehr Arbeitnehmenden. 11.01.2012, Martin Flügel

Zuwanderung muss gesellschaftlichen Bedürfnissen dienen

Der Arbeitskräftemangel ist die zentrale demografische Herausforderung für die Schweiz. Der Stärkung und Förderung der Arbeitnehmenden in der Schweiz muss deshalb höchste Priorität zukommen. Ebenfalls wichtig sind der freie Personenverkehr und die Zulassungspolitik gegenüber Drittstaaten. In beiden Bereichen sind jedoch Massnahmen nötig, welche die Übereinstimmung der Zuwanderung mit den Interessen der Gesamtbevölkerung sicherstellen. Nur wenn Löhne, Bildung und Integration nicht unter die Räder kommen, kann auch die Akzeptanz der Migrationspolitik in breiten Bevölkerungskreisen erhalten werden. 19.12.2011, Martin Flügel, Präsident

Der steinige Weg zurück in den Beruf

Die Rückkehr ins Berufsleben nach einem längeren Erwerbsunterbruch ist eine Thematik, die überwiegend Frauen betrifft. Eine Mehrheit der Familienfrauen integriert sich erfolgreich wieder in den Arbeitsmarkt. Eine Minderheit hingegen hat Schwierigkeiten, ins Berufsleben zurückzukehren. Travail.Suisse untersucht im Projekt „Expérience ReProf“ diese Gruppe. Das Projekt will in einem ersten Schritt die Merkmale und Bedürfnisse dieser Gruppe feststellen. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die bestehenden Angebote im Bereich Wiedereinstieg den Bedürfnissen dieser Zielgruppe entsprechen. 19.12.2011, Angela Zihler, Co-Leiterin Projekt «Expérience ReProf»

Zuwanderung aus Drittstaaten: Vertiefte Debatte über die Zulassungspolitik im Jahr 2012

Die Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zum neuen Ausländer- und Integrationsgesetz hat die Festlegung von Kontingenten für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten für 2012 in den Hintergrund gedrängt. Diese Thematik verdient jedoch, dass man sich schon jetzt damit befasst, denn der Bundesrat hat für nächstes Jahr eine vertiefte Debatte dazu angekündigt. 05.12.2011, Denis Torche

„Mehr gute Arbeit“: Avenir Suisse zur Zukunft der Arbeit

In der neuesten Ausgabe von Avenirsuisse Aktuell argumentiert Gerhard Schwarz gegen die „Dreiteilung“ des Lebens (Ausbildung, Erwerbsarbeit, Pension) und plädiert folgerichtig für mehr Freizeit und Ausbildung in den mittleren Lebensjahren. Werden seine Schlussfolgerungen konkretisiert, ergibt sich eine hohe Übereinstimmung mit den Forderungen von Travail.Suisse für „Mehr gute Arbeit“ (Kongress 2011). 21.11.2011, Martin Flügel

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Breitere Abstützung und weniger Scheinheiligkeit

Heute ist die Personenfreizügigkeit im Fokus aller Zuwanderungsdebatten. Es gibt jedoch gute Gründe, auch die Zulassungspolitik für Arbeitnehmende aus Drittstaaten zu überdenken. Heute wird diese Politik von multinationalen Unternehmen dominiert und es herrscht eine grosse Scheinheiligkeit. Damit diese Malaise überwunden werden kann, braucht es eine breiter abgestützte, flexible Zulassungspolitik, die mit starken Begleitmassnahmen verknüpft wird. 25.10.2011, Martin Flügel

Flankierende Massnahmen stärken – Personenfreizügigkeit schützen

Die Rolle des Bundes bei der Umsetzung der flankierenden Massnahmen ist absolut ungenügend. Das Gesetz hat immer noch Lücken, die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, fordert den Erlass von regionalen oder branchenweiten Mindestlöhnen, die Einführung einer Solidarhaftung von General- gegenüber ihren Subunternehmen und endlich Transparenz und Koordination zwischen den verschiedenen Vollzugsbehörden. 21.10.2011, Susanne Blank