Jugend ohne Arbeit: jetzt handeln!

Die Jugendlichen sind von der Arbeitslosigkeit am härtesten betroffen. Nach wie vor sind rund 30'000 Jugendliche als erwerbslos registriert, zusätzlich befinden sich 10'000 in arbeitsmarktlichen Massnahmen. In Tat und Wahrheit suchen über 60'000 Jugendliche eine Lehrstelle oder einen Job. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert ein rasches Handeln.

Für Travail.Suisse stehen folgende Massnahmen im Vordergrund:

Bereits geschaffene Instrumente besser umsetzen

  • Anzahl der Lehrstellenförderer erhöhen: Die Kantone sind aufgerufen, die vorhandenen Bundesmittel abzuholen, um die Anzahl der Lehrstellenförderer zu erhöhen
  • Bundesrätliche Kompetenzen konkreter ausnutzen: Der Bundesrat soll mit der Eidgenössischen Berufsbildungskommission klar definierte Projekte lancieren
  • Branchenverbände: Von ihrer Seite sind mehr Engagement und weniger Kritik gefragtIm Rahmen der ALV sind die Anzahl der Motivationssemester und der Berufspraktika, spezifisch auf erwerbslose Jugendliche ausgerichtet, massiv zu erhöhen


Weitere Massnahmen ergreifen

  • Brückenangebote sind mit einem Bildungsauftrag zu versehen mit dem Ziel, dass aus der „Notlösung Übergangsjahr“ ein anerkanntes und anrechenbares Bildungsjahr wird
  • Die Grossbetriebe, inkl. Bund und Kantone, sollen pro 100 Angestellte mindestens drei Lehrlinge ausbilden
  • Es sind besondere Projekte für ausländische Jugendliche zu lancieren

Was macht Travail.Suisse?
  • Lehrlinge ausbilden und Jugendliche anstellen
  • Lehrstellenförderung durch Regionalsekretär/innen und Arbeitnehmervertreter/innen
  • Integration von ausländischen Jugendlichen in die Berufsbildung, indem bereits laufende Projekte in die Betriebe hineingetragen werden
  • Forcieren und Mitarbeiten bei der Umsetzung der neu geschaffenen Instrumente
07.03.2005, Bruno Weber-Gobet