Aktuell – Abstimmungen

Kommission nimmt Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht ernst

Die steigende Arbeitsbelastung macht einen neuen Ausgleich nötig. Der medizinische Nutzen von Ferien für mehr Erholung und gegen chronische Krankheiten und Invalidität ist klar erwiesen. Trotzdem lehnt die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Ständerates die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ ab. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist empört über diese ignorante Haltung gegenüber der Gesundheit der Arbeitnehmenden. mehr

Das Arbeitsleben ist kein Sprint, sondern ein Marathon. In den letzten zwanzig Jahren ist die Belastung am Arbeitsplatz massiv gestiegen. Für viele Arbeitnehmenden ist die Belastungsgrenze überschritten. Dies führt zu immer mehr gesundheitlichen Problemen, zu Invaliditätsfällen und zu vielen vorzeitigen Pensionierungen. Mit der demografischen Entwicklung werden die negativen Folgen der hohen Arbeitsbelastung für die Arbeitnehmenden und die ganze Volkswirtschaft noch zunehmen.

Die steigende Arbeitsbelastung macht also einen neuen Ausgleich nötig. Ferien sind dazu der richtige Weg, weil nur Ferien die arbeitsmedizinisch notwendige, vollständige Erholung der Arbeitnehmenden ermöglichen. Travail.Suisse ist deshalb empört über das schroffe Nein der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats. Mit ihrem Nein zur Initiative ignoriert die Kommission die Gesundheit der Arbeitnehmenden und riskiert schwerwiegende Folgen für die langfristige Leistungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft.

Die Initiative bleibt für Travail.Suisse der einzig richtige Weg, um die Gesundheit der Arbeitnehmenden langfristig zu erhalten.

05. April 2011, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Arbeitnehmende als „Wegwerf-Artikel“?

Travail.Suisse, der Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist entsetzt über die Respektlosigkeit, mit der sich die bürgerliche Ratsmehrheit um die Leistungen und die Gesundheit der Arbeitnehmenden foutiert. Die heutige Diskussion über die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“ hat gezeigt, dass für grosse Teile des Nationalrates die Maximierung der Gewinne offenbar wichtiger ist als die Gesundheit der Arbeitnehmenden. mehr

Durch Globalisierung und Technologisierung ist die Arbeitsproduktivität der Arbeitnehmenden in der Schweiz kräftig gestiegen. Die Belastung am Arbeitsplatz hat massiv zugenommen. Viele Arbeitnehmende laufen an oder sogar jenseits der Grenze der Belastbarkeit. Die Gesundheitskosten der Überlastung belaufen sich auf 10 Mia. Franken jährlich. Dazu kommt ein stark ansteigendes Invaliditätrisiko für Arbeitnehmende ab 55 Jahren. Ein neuer Ausgleich zwischen Arbeit und Erholung ist dringend notwendig. Mit sechs Wochen Ferien können die Arbeitnehmenden die Batterien wieder aufladen und der Belastung am Arbeitsplatz besser standhalten.

Um den Zusammenhang zwischen steigender Arbeitsbelastung und notwendiger Erholung hat sich die bürgerliche Ratsmehrheit heute schlichtweg foutiert. Die Maximierung der Gewinne zählt mehr als die Gesundheit der Arbeitnehmenden. Offenbar betrachten etliche Parlamentarier die Arbeitnehmenden als eine Art „Wegwerf-Artikel“: Sie werden gebraucht, bis sie ausgebrannt sind, danach sollen sie selber schauen. Diese Haltung zeugt von einer unerhörten Respektlosigkeit gegenüber den Arbeitnehmenden in der Schweiz.

Für Travail.Suisse ist klar, dass sich die Arbeitnehmenden diese Haltung nicht bieten lassen und den Entscheid des Nationalrates mit einem Ja zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ spätestens an der Urne korrigieren werden.

17. März 2011, Martin Flügel, Präsident und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Der Gesundheit der Arbeitnehmenden zuliebe

Morgen Donnerstag, 17. März 2011, wird sich der Nationalrat als Erstrat mit der Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ von Travail.Suisse befassen. Der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden ruft die Volksvertreterinnen und -vertreter dazu auf, im Sinne der langfristigen Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden zu entscheiden und der Initiative zuzustimmen. mehr

Die Schweiz hat eine intensive Erneuerung der wirtschaftlichen Strukturen hinter sich. Die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft sind massiv gestiegen, die Unternehmensgewinne zum Teil förmlich explodiert. Für die Arbeitnehmenden war dieser Strukturwandel vor allem mit einer starken Zunahme der Arbeitsbelastung und grossem Stress verbunden. Das hat zu immer mehr gesundheitlichen Problemen, Invaliditätsfällen und vorzeitigen Pensionierungen aus gesundheitlichen Gründen geführt.

Tatsache ist, dass

• Stress und Zeitdruck die am häufigsten genannten Gesundheitsrisiken sind und schon heute 10 Milliarden Franken pro Jahr kosten;
• bereits heute 20 Prozent der Erwerbstätigen kurz vor der Pensionierung eine Invalidenrente beziehen;
• 40 Prozent der unfreiwilligen vorzeitigen Pensionierungen aus gesundheitlichen Gründen geschehen;
• die Arbeitnehmenden in der Schweiz im europäischen Vergleich mit durchschnittlich 44 Stunden pro Woche die höchste Wochenarbeitszeit aufweisen;
• die Arbeitnehmenden in der Schweiz mit 20 Tagen Ferien pro Jahr das Schlusslicht Europas sind.

Die Arbeitnehmenden brauchen mehr Ausgleich und Erholung. Mehr Ferien sind dazu der richtige Weg, weil nur Ferien die nötige, regelmässige und vollständige Regeneration ermöglichen. Sechs Wochen Ferien erlauben den Arbeitnehmenden, mindestens zwei Mal pro Jahr die Dauerbelastung am Arbeitsplatz zu unterbrechen, sich umfassend zu erholen und ihre Leistungsfähigkeit auch langfristig zu erhalten.

Der Nationalrat hat morgen die Gelegenheit zu zeigen, was ihm die Gesundheit der Arbeitnehmenden wert ist. Mit der Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ hat er einen Vorschlag für einen wirksamen und gezielten Ausgleich der hohen Belastungen der Arbeitswelt von heute und morgen auf dem Tisch.

16. März 2011, Martin Flügel, Präsident

Fleissige Arbeitnehmende ohne genügend Erholungszeit

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz sind sehr fleissig. Das zeigen die im internationalen Vergleich hohe Erwerbsbeteiligung, die langen Arbeitszeiten und Arbeitstage, sowie die häufig geleistete Nachtarbeit. Betreffend Feier- und Ferientagen sind die Schweizer hingegen das Schlusslicht. Travail.Suisse weiss, wie wichtig Erholungszeit ist, und fordert deshalb mit einer Volksinitiative 6 Wochen Ferien für alle.

07. März 2011, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Initiative 6 Wochen Ferien für alle: Nötiger denn je

Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-SR) hat die parlamentarische Initiative de Buman, welche mindestens fünf Wochen Ferien für Personen ab 50 Jahren fordert, kalt abgelehnt. Damit verschliesst sich die WAK-SR vollständig den Realitäten des Arbeitsmarktes. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist klar: Die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“ ist nötiger denn je.
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Die Hektik in der Arbeitswelt nimmt seit Jahrzehnten stetig zu. Immer mehr Stress am Arbeitsplatz verursacht gesundheitliche Probleme; die volkswirtschaftlichen Kosten des Stresses belaufen sich auf 10 Milliarden Franken jährlich.

WAK-SR ignoriert die Realität des Arbeitsmarktes

Mit ihrem schroffen Entscheid, den über 50-Jährigen keine 5. Ferienwoche zuzugestehen, blendet die WAK-SR die Realitäten des Arbeitsmarktes völlig aus. Fakt ist, dass immer mehr Arbeitnehmende der Belastung am Arbeitsplatz nicht mehr standhalten können und krank werden. Statistiken zeigen, dass die Zahl der Invaliditätsfälle ab dem 55. Altersjahr sowie die Zahl der unfreiwilligen vorzeitigen Pensionierungen aus Gesundheitsgründen stark zunimmt. Die demographische Entwicklung wird die negativen Auswirkungen der hohen Arbeitsbelastung nochmals verschärfen: Bis ins Jahr 2020 wird die Altersgruppe der über 50-Jährigen um zwanzig Prozent ansteigen. Das scheint der WAK-SR egal zu sein.

Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ im Nationalrat

Die steigende Arbeitsbelastung macht einen neuen Ausgleich nötig. Nicht nur für die älteren Arbeitnehmenden, sondern für alle. Denn das Arbeitsleben ist nicht ein Sprint, sondern ein Marathon. Ein Ausgleich in Form von mehr Ferien ist der richtige Weg, weil nur Ferien die arbeitsmedizinisch notwendige, vollständige Erholung der Arbeitnehmenden ermöglichen. Die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“ von Travail.Suisse wird nach diesem ignoranten Entscheid der ständerätlichen Kommission noch notwendiger für die Arbeitnehmenden in der Schweiz. Der Nationalrat wird in der Frühjahrssession zeigen können, dass ihm die Gesundheit und die langfristige Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden etwas wert sind.

25. Januar 2011, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

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